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Leihgabe soll bleiben: Köllners Pläne mit Hufnagel

Parteien wollen die Zusammenarbeit mit 23-Jährigem verlängern - 17.05.2017 05:49 Uhr

Leihspieler Lucas Hufnagel vom SC Freiburg würde gerne über die Saison hinaus beim Club bleiben. © Sportfoto Zink / DaMa


"Wir brauchen einen Wettbewerbsvorteil, und der muss unser Spiel sein. Gelingt uns das nicht, sind wir auch nur ein normaler Zweitligist", sagt Trainer Michael Köllner mit Blick auf die limitierten finanziellen Möglichkeiten am Valznerweiher. Deshalb will der 47-Jährige eben nicht auf pragmatischen Ergebnisfußball setzen, sondern eine junge, dynamische und kombinationsfreudige Mannschaft entwickeln, die dann bei einem möglichen Aufstieg auch schon so viel spielerisches Potenzial mitbringt, um sich oben halten zu können.

Einer, der laut Köllner für dieses Projekt prädestiniert wäre, heißt Lucas Hufnagel. Der 23-jährige Mittelfeldmann, Ende Januar bis zum Saisonende aus Freiburg ausgeliehen, deutete beim dritten Startelfeinsatz sein Potenzial an. Abdelhamid Sabiris 1:0 leitete Hufnagel durch einen engagierten Ballgewinn ein, später ließ er bei zwei reizvolle Kontergelegenheiten aber auch die letzte Entschlossenheit vermissen. "Natürlich hätte ich mir gewünscht, auch mal ein Tor zu schießen", ärgerte sich Hufnagel, allerdings sei er "schon immer eher der Vorbereiter" gewesen, "das muss ich mir vielleicht einfach noch antrainieren, mal selbst zu schießen."

Auch Hufnagel hofft auf längeren Verbleib

Auch Köllner weiß, dass dem georgischen Nationalspieler "noch ein paar Prozent fehlen, damit er die Dinge final besser vorbereiten oder auch abschließen kann." Den nötigen Feinschliff würde ihm der Oberpfälzer in der nächsten Saison am liebsten selbst verpassen, und die Chancen dafür stehen gut. Dem Freiburger Sportdirektor Klemens Hartenbach hat Hufnagel bereits mitgeteilt, "dass ich gerne hierbleiben würde". Und auch der Sportclub, wo der gebürtige Münchner bis 2019 unter Vertrag steht, habe seine Bereitschaft signalisiert, das Leihgeschäft zu verlängern.

Noch völlig offen ist hingegen die berufliche Zukunft von Kevin Möhwald, der mit seiner Kreativität und Technik ein Fixpunkt in Köllners System sein könnte, aber längst auch in der Bundesliga Begehrlichkeiten weckt. "Mein Berater hat mich darauf hingewiesen, dass es Interesse gibt", sagt der 23-Jährige, mit den Offerten beschäftigen will er sich aber erst nach der Saison. "Das ist ein langer Prozess. So eine Entscheidung trifft man nicht in zwei Stunden, da muss alles stimmig sein", betont Möhwald: "Und Fakt ist auch, dass ich ganz gut abwägen kann. Ich fühle mich in Nürnberg wirklich wohl, das hat man woanders vielleicht nicht so."

Zudem sieht der Standardspezialist beim Club durchaus eine sportliche Perspektive: "Ich glaube, dass wir ein gutes Gerüst mit interessanten Spielern haben und sich da etwas entwickeln kann." Deshalb sei "alles komplett offen", sogar eine vorzeitige Verlängerung des 2018 auslaufenden Kontrakts mag Möhwald nicht generell ausschließen. Es wäre wohl auch die Grundvoraussetzung für einen Verbleib, denn den Thüringer in einem Jahr dann ablösefrei ziehen zu lassen, könnte sich der Club kaum leisten. 

Uli Digmayer

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