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Margreitters Club-Plan: "Wir wollen Platz drei verteidigen"

Abwehrspezialist nimmt die restliche Rückrunde offensiv in Angriff - 13.01.2016 10:23 Uhr

Lufthoheit: Der 1. FC Nürnberg will seinen Höhenflug mit Georg Margreitter fortsetzen.

Lufthoheit: Der 1. FC Nürnberg will seinen Höhenflug mit Georg Margreitter fortsetzen. © Sportfoto Zink / DaMa


"Ich denke, man kann das ganz offen kommunizieren", sagt Georg Margreitter auf dem vereinseigenen Videokanal, bevor er das Club-Ziel in klare Worte packt. "Jetzt sind wir Dritter und haben die Chance, den Relegationsplatz aus eigener Kraft zu behalten", erklärt der Österreicher. Dass man jetzt weiter " mitmischen, diesen Platz bis zum Ende verteidigen will", ist für den 27-Jährigen daher nur logisch. Und Margreitters Motivation, die ausstehenden Partien ab Februar ambitioniert in Angriff zu nehmen.

Der FCN hat Blut geleckt. 15 Spiele sind es noch für Nürnbergs Lieblingsverein. Gestaltet er diese und einen möglichen Relegationsentscheid erfolgreich, kehrt er dorthin zurück, wo er sich am wohlsten fühlt: in die 1. Liga. Die Abschlussprüfungen des alten Jahres hat der Margreitter-Club bereits erstklassig gemeistert. Fünf Siege in Folge dienten im Unterhaus als aufstiegsreifer Arbeitsnachweis.

Weiler: "Von Spiel zu Spiel besser"

Margreitter selbst hat großen Anteil daran, dass der FCN mit drei Punkten Vorsprung auf den Viertplatzierten St. Pauli überhaupt wieder vom Aufstieg reden darf. Durch seine Verpflichtung Ende August wollte der Club "mehr Stabilität in den Denfensivverbund bekommen", wie Wolfgang Wolf - zu dieser Zeit noch Personalplaner beim FCN - damals sagte. Und die Rechnung ging auf. Auch wenn die Eingewöhnungszeit des Defensivspezialisten, der beim 1:0 gegen Düsseldorf debütierte, aufgrund einer fiebrigen Erkältung und einer Roten Karte in Leipzig nicht einfach war.

Der von Wolf als "Führungsspieler" angekündigte Vorarlberger verlieh Nürnbergs wackliger Innenverteidigung - ihre Anfälligkeit hatte sich in den ersten vier Punktspielen in zwölf Gegentreffern ausgedrückt - deutlich mehr Sicherheit. Und wurde nachdem die körperlichen Defizite, die Margreitter im Spätsommer aus England mit an den Valznerweiher gebracht hatte, aufgearbeitet waren "von Spiel zu Spiel besser". So zumindest lautete das Zwischenfazit von Club-Coach René Weiler Ende November, der sich da bereits freuen konnte, dass der Österreicher Teil einer stabilen Mittelachse geworden war und die Abwehr mit Konzentration, Erfahrung und gutem Stellungsspiel zusammenhielt.

"Die Zeit hier hat mir sehr gut getan"

Kein Wunder also, dass Margreitter auf ein "positives halbes Jahr" beim Club zurückblickt. "Die Zeit hier hat mir sehr gut getan, ich konnte mich wieder entwickeln und regelmäßig Fußballspielen. Das war nicht selbstverständlich die letzten Jahre. Um so wichtiger ist jetzt, daran anzuknüpfen und nach vorne zu schauen", erklärt der frühere Junioren-Nationalspieler, der zwischen bei 2012 bis 2015 bei den Wolverhampton Wanderers eigentlich gar nicht zum Zug kam und auf Leihstationen in Kopenhagen und Chesterfield daher sein Glück suchte.

Die Weihnachtsferien hat der gebürtige Bludenzer "zu Hause im Kreise der Familie verbracht und intensiv genossen". Margreitter fühlt sich "erholt und voller Tatendrang fürs Frühjahr". Das zeigt auch, wie er das Aufwärmprogramm für die Restsaison angeht. "Gegen Ende der Hinrunde habe ich gemerkt, dass mir hier und da die Kraft fehlt. Deswegen glaub ich, dass mir die Vorbereitung im Jänner gut tun wird", berichtet der Abwehrrecke, der in den Konditions- und Krafteinheiten nun die "Grundphysis aufbauen will, um gut gerüstet zu sein" für die restliche Rückrunde.

Das Ziel des FCN, Platz drei, hat der Defensivspezialist ausgegeben. So offensiv kommuniziert wie sein ball- und sprachgewandter Spieler hatte das der Verein in der jüngeren Vergangenheit selten. Vielleicht könnte sich der Club aber an Margreitter ein Beispiel nehmen. In England riefen sie den Österreicher der Einfachheit halber einst Margherita. Nach der Pizza, in Italien zu Ehren der gleichnamigen Königin kreiert. Diese hat sich ja schließlich auch durchgesetzt. 

apö

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