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Match-Statistik: Patrick Kammerbauer zieht die Bälle an

Nicht nur Sabiri wartet beim Jugend-Club mit guten Werten auf - 12.02.2017 14:55 Uhr

Zweikampffreudig und ballsicher: Auch die Zahlen sprechen für Patrick Kammerbauer.

Zweikampffreudig und ballsicher: Auch die Zahlen sprechen für Patrick Kammerbauer. © Sportfoto Zink / JüRa


Natürlich: Die außergewöhnliche spielerische Qualität von Abdelhamid Sabiri wurde auch am Freitag deutlich, und das nicht nur vor dem Ausgleich. Reden oder besser gesagt schreiben wir aber lieber einmal über Patrick Kammerbauer. Über Nürnbergs Rechtsverteidiger aus Raitenbuch, einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Weißenburg. Über einen jungen Mann, der seit Samstag ebenfalls 20 ist.

Auf seinen Geburtstag hätte der Jura-Youngster - so ist anzunehmen - sicher gerne mit einem Heimsieg angestoßen. Dass es nur zu einem Unentschieden reichte, hatte ein bisschen, aber nicht sonderlich viel mit dem U20-Nationalspieler zu tun, den Club-Coach Alois Schwartz gegen den BTSV zum dritten Mal in dieser Saison in die Startelf beorderte. In einem "attraktiven Spiel mit verschiedenen Phasen", wie Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht nach Abpfiff sagen sollte, hatte Kammerbauer ebenso gut beziehungsweise schlecht ausgesehen wie viele andere beim Jugend-Club.

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Es sah nicht gut aus für den FCN. Der Tabellendritte aus Braunschweig war in Nürnberg schwungvoll in die Partie gestartet und folgerichtig in Führung gegangen. Dass es für einen bis dahin schläfrigen Club dennoch zu einem Punkt reichte, hatte er seinem jugendlichem Aufbegehren und den Ballfertigkeiten eines 20-Jährigen zu verdanken.


Patrick Kammerbauer, dessen Zwillingsbruder David mittlerweile in der Regionalliga bei den Sportfreunden aus Siegen (Abdelhamid Sabiri, war da nicht etwas?) spielt, ist bei Nürnbergs Profis angekommen. Beim 1:3 in Stuttgart, seiner Startelf-Premiere Ende November, war dem Jungspund noch ein folgenschwerer Stellungsfehler unterlaufen. Ein Fehler, der bereits in der dritten Minute zum 0:1 führte. Damals, in der Neckarmetropole, wirkte Kammerbauer auch im Anschluss gehemmt. Inzwischen jedoch steht er "ganz anders auf dem Platz", wie Club-Coach Schwartz dem Weißenburger Tagblatt unlängst bestätigte.

Gegen Braunschweig war Nürnbergs Youngster vor dem 0:1 zwar ebenfalls nicht optimal postiert, bot davon aber abgesehen eine couragierte, wache und äußerst kampfstarke Leistung. Wie der nun 20-Jährige der Eintracht im Anschluss entschlossen Paroli bot, das Leder engagiert nach vorne trieb, spricht für das gewachsene Selbstbewusstsein beim Jugend-Club. Ein Selbstverständnis, das sich auch in der Match-Statistik wiederfindet.

"Aus der Not eine Tugend gemacht"

Der 1,74-Meter-Mann, der Club-Kapitän Miso Brecko seit dessen Muskelfaserriss auf der rechten Bahn vertritt, strotzte nach wackliger Anfangsphase vor Einsatzfreude. 17 gewonnene Zweikämpfe und die nach Kevin Möhwald häufigsten Ballbesitzphasen und an den Mitspieler gebrachten Pässe dienen als Beleg dafür. In Stuttgart war er noch als zu schlecht abgestempelt worden. Und nun? Einzig Hanno Behrens, der als Mittelfeld-Koordinator zu Beginn ebenfalls große Probleme bei der Ausballancierung der Mannschaftsteile hatte, sich dann aber steigerte, konnte nach der Partie mehr Zweikampf-Erfolge vorweisen als der Raitenbucher.

Der Club hat, wie BTSV-Coach Torsten Lieberknecht schon vor dem Spiel wusste, "aus der Not eine Tugend gemacht". Als Beweis dafür dient nicht nur Patrick Kammerbauer, der in der Zweitliga-Runde davor nach ebenfalls mutigem Antritt und präzisem Linksschuss entscheidenden Anteil am 3:2-Erfolg in Heidenheim hatte.

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Mehr Statistik, auch ohne Kammerbauer? Okay! Der Club weist nach einer Partie, die er Alois Schwartz zu Folge "mit ein bisschen mehr Matchglück gewinnen, mit ein bisschen Pech verlieren" hätte können, in den wesentlichen Kategorien die besseren Werte als die Blau-Gelben auf. Doppelt so viele Torschüsse (24/12) schwächen den Eindruck von Nürnbergs Trainer aber nur bedingt. In der Anfangs- und Schlussphase enorm gefährliche Braunschweiger hätten in der Noris ebenfalls als Sieger vom Platz gehen können.

Dass der BTSV nach einer gleichwohl fairen Partie mit deutlich mehr Fouls aufwartete (18/7), kann man nach der abwechslungsreichen Auseinandersetzung so oder so deuten. Wie man den Ball geschickt erobert? In diesem Zusammenhang hätte der inzwischen 20-jährige Patrick Kammerbauer den Blau-Gelben in der ein oder anderen Situation jedenfalls Nachhilfe geben können. 

apö

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