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Meeske stellt Privilegien der Ultras auf den Prüfstand

FCN macht ernst! Keine Choreo gegen Hannover und weitere Maßnahmen - 19.10.2016 05:58 Uhr

Das Ende der Tatenlosigkeit: Die Club-Ultras bekommen von Vereinsseite nun klaren Gegenwind. © Sportfoto Zink


Finanzvorstand Michael Meeske bestätigte einen Bericht der Bild, wonach der Verein den Ultras die bereits erteilte Erlaubnis für eine Choreographie im Heimspiel am Sonntag wieder entzogen hat. Zudem stünden die bislang gewährten Privilegien, etwa der Betrieb eines eigenen Verkaufscontainers im Stadion oder die Vergabe von Arbeitskarten, zur Disposition.

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Das tut weh: Der DFB und seine Strafen gegen den Club

Immer wieder sorgt ein kleiner Teil des treuen Club-Anhangs für Ärger. Der DFB reagierte in der Vergangenheit mit teils empfindlichen Strafen, dennoch muss nach FCN-Spielen weiterhin oft mehr über die Zuschauer gesprochen werden als über das Spiel. Die größten Fan-Exzesse der letzten Jahre, bei denen Sanktionen im fünf- bis sechsstelligen Bereich ausgesprochen wurden, in der Übersicht.


Über weitere konkrete Maßnahmen soll Ende der Woche entschieden werden. Neben diversen Sanktionen könnten die unbelehrbaren Pyromanen auf den Rängen künftig auch persönlich zur Kasse gebeten werden. Denn das im September vom Bundesgerichtshof (BGH) erlassene Urteil, wonach - vereinfacht ausgedrückt - Vereine DFB-Strafen zumindest teilweise auf die ermittelten Täter umlegen dürfen, hat man auch in Nürnberg mit Interesse registriert. "Das Urteil ist grundsätzlich für die Vereine hilfreich, weil sich die Möglichkeiten, Regressansprüche zu stellen, verbessert haben", betonte Meeske.

Sollte der klamme Club, der allein in den vergangenen vier Jahren schon über 350.000 Euro an Strafen blechen durfte, für die Vorfälle im Wildparkstadion vom Verband erneut belangt werden und er die Übeltäter identifizieren könne, "werden wir natürlich prüfen müssen, welche Möglichkeiten der Weitergabe einer Strafe bestehen", sagte Meeske.

Trotz des sich häufenden Fehlverhaltens der Ultras und der als noch radikaler geltenden Splittergruppe Banda di Amici will Meeske auch weiterhin den Dialog mit der Szene suchen: "Gespräche kategorisch zu beenden, wäre für mich die letzte Konsequenz." Angesichts des "negativen Trends" müsse man aber "alles auf den Prüfstand stellen, was wir in diese Beziehung investieren, und uns fragen, ob es noch angemessen ist", stellte Meeske unmissverständlich klar, dass der Verein nicht länger gewillt ist, dem teuren, imageschädigenden Treiben von Teilen der Kurve tatenlos zuzusehen.

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Es sind Bilder, die einen eigentlich schönen Fußballnachmittag ruinieren: Das Spiel des 1. FC Nürnberg beim Karlsruher SC musste in der Schlussphase unterbrochen werden, weil sich beide Fanlager danebenbenahmen.


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Guido Burgstaller hat mit einem Doppelpack die Grundlage für den Sieg des 1. FC Nürnberg beim Karlsruher SC geschaffen. Tim Matavz sorgte für den 3:0-Endstand. Zuvor hatte Enrico Valentini die Chance des KSC zur Führung vergeben per Elfmeter. Nachdem Club-Fans etwa zehn Minuten vor Schluss durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern einen Tumult zwischen den beiden Fanlagern ausgelöst hatten, unterbrach Schiedsrichter Felix Zwayer zunächst die Partie.


 

U.D.

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