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Mintal: "Jeder Tag war ein bisschen besonders"

Club-Legende freut sich auf Abschiedsspiel gegen Dortmund - Hecking: "Keine reine Spaßveranstaltung" - 19.07.2012 18:20 Uhr

Nürnberg  - Der Mann, dem mit dem 1. FC Nürnberg das Kunststück gelang, sowohl Torschützenkönig der Ersten - als auch der Zweiten Liga zu werden, ist zurück: Marek Mintal wird am Samstag mit einem Abschiedsspiel gegen den Deutschen Meister würdig verabschiedet. Drei bis vier Tore will "das Phantom" gegen Dortmund schießen.

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Marek Mintal nimmt am Samstag Abschied von der großen Fußballbühne. Um bei seinem letzten Auftritt vor großer Kulisse gegen Borussia Dortmund eine gute Figur zu machen, hat das "Phantom" am Donnerstag mit der Profimannschaft des FCN trainiert.


Ob er sein Versprechen erfüllen kann, liegt (abgesehen vom BVB) auch an Dieter Hecking, der das Spiel am Samstag als ernsthaften Test ansieht, wie der Clubtrainer auf der Pressekonferenz am Donnerstag bestätigte. Gut möglich also, dass Mintal im Laufe der Begegnung ausgewechselt wird. Doch Hecking weiß natürlich um die persönliche Bedeutung des Abschieds und wird dem Offensiv-Juwel gewiss genügend Spielzeit geben.

Mintal, der nächste Saison mit seinem Können und seiner Erfahrung der U23-Mannschaft des 1. FC Nürnberg weiterhelfen soll, hat die Fitness auf seiner Seite: Da die Regionalliga am Wochenende startet, ist der Slowake schon austrainiert, was bei Heckings Schützlingen, die noch fünf Wochen bis zum Saisonstart haben, naturgemäß noch nicht der Fall ist.

Für das Wochenende hat Mintal von der zweiten Mannschaft allerdings frei bekommen, nach dem Abschiedsspiel wird bestimmt ein wenig gefeiert werden. Danach wird sich der Slowake mit gewohnter Leidenschaft seiner Rolle bei der zweiten Clubmannschaft widmen. "Den Jungs zeigen, wie das geht - auf dem Platz, neben dem Platz - und im Leben. Vielleicht.", beschreibt er selbst seine neue Rolle.

Darauf angesprochen, dass alle Welt von ihm am Samstag Tore (am Besten drei) erwarte, und er deshalb wohl Druck verspüren müsse, antwortet Mintal gewohnt gelassen: "Wenn alle erwarten dass du drei Tore schießt, dann machst du vier - das ist noch besser."

Bei aller Feierstimmung - Dieter Hecking will im Spiel gegen Dortmund auch ernsthaft für die neue Saison testen.
Bei aller Feierstimmung - Dieter Hecking will im Spiel gegen Dortmund auch ernsthaft für die neue Saison testen.
Foto: Philipp Niemöller
Bei aller Feierstimmung - Dieter Hecking will im Spiel gegen Dortmund auch ernsthaft für die neue Saison testen.
Bei aller Feierstimmung - Dieter Hecking will im Spiel gegen Dortmund auch ernsthaft für die neue Saison testen.
Foto: Philipp Niemöller

Mit dem Club stieg Mintal von der Zweiten- in die Erste Liga auf, wurde Torschützenkönig, holte den DFB-Pokal und spielte im UEFA-Cup. Doch der 34-Jährige bleibt auch im Rückblick gewohnt bescheiden: "Ich hatte im Laufe der Jahre viele tolle Mitspieler, ohne die hätte ich das nie erreicht." Einen absoluten Höhepunkt seiner Karriere will Mintal dabei nicht benennen "Jeder Tag war ein bisschen besonders."

Marek Mintal ist dabei längst heimisch geworden in der Noris. Seine beiden Söhne sind hier geboren, und er fühlt sich dem Verein und der Stadt zutiefst verbunden.

Bei aller Feierstimmung - Clubtrainer Dieter Hecking war es wichtig zu betonen, dass das Spiel eben kein "reiner Klamauk" sei, sondern viel mehr ein ernstzunehmender Test. Der Spagat zwischen Testspiel und Mintal-Verabschiedung soll aber laut Hecking gut bewältigt werden, vor allem, da es bis zum Saisonstart noch eine Weile hin ist.

  

Philipp Niemöller


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Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

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Der Club-Kader in der Saison 2012/13

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