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Mistwetter und doch jede Menge Motivation

Triathlet Michi Hofmann kämpft in Trainingsphasen ungewöhnliche Kämpfe - 21.05.2012 00:02 Uhr

Immer motiviert: Michi Hofmann muss aufpassen, dass er nicht zu viel tut anstatt zu wenig.

Immer motiviert: Michi Hofmann muss aufpassen, dass er nicht zu viel tut anstatt zu wenig. © Mark Johnston


Lange Radausfahrten, lange Läufe und lange Schwimmeinheiten: Der Trainingsplan von Michael Hofmann für die vergangene Woche zeichnete sich vor allem durch eines aus: Durch viel.

Der Pleinfelder hatte sehr darauf gehofft, dafür wenigstens mit gutem Wetter belohnt zu werden. Aber ausgerechnet am Dienstag und Mittwoch, als die superlangen Radtouren anstanden, weichte es ihn immer wieder von Kopf bis Fuß ein. Am Dienstag erwischte es ihn sogar zweimal. Den Heimweg von Eichstätt nach Pleinfeld legte er klatschnass und ausgekühlt zurück. "Als ich daheim angekommen bin, habe ich richtig blaue Füße gehabt", erzählt er.

Und doch: Ein Jammern über das Zuviel an Training ist ihm nicht zu entlocken. "Ich bin eigentlch immer voll motiviert", sagt er. Sein Problem ist eher, nicht zu viel von sich zu verlangen. "Wenn ich auf der Strecke bin, ist die Gefahr groß, dass ich einen virtuellen Wettbewerb gegen mich austragen will." Obwohl er gelernt hat, auf seinen Körper zu hören und Erschöpfungssignale rechtzeitig zu erkennen, muss er ständig vor seinem eigenen Ehrgeiz auf der Hut sein.

Es gibt eine ganze Gruppe von Menschen, die ihm dabei hilft. Unter anderem sind das drei Physiotherapeuten und ein Arzt: Jörg Brenn aus Nürnberg, Helmut Hoga aus Eckersmühlen, Rainer Wittmann aus Hilpoltstein und Dr. Edgar Wirsching aus Ellingen. Ihnen allen vertraut Michi Hofmann seine Gesundheit an. "Je nachdem, wo es gerade zwickt, suche ich mir einen von ihnen aus",erklärt er. "Ich habe im Lauf der Zeit herausgefunden, wen ich wofür um Rat frage."

So alle ein bis zwei Wochen geht er zum Physiotherapeuten; je näher ein wichtiger Wettkampf rückt, desto häufiger. Und der Challenge Roth, der Höhepunkt des Jahres für Michi Hofmann, rückt immer näher. Jetzt sind es nur noch 48 Tage. Mit dem Rothsee Triathlon wird der Pleinfelder bis dahin nur noch einen einzigen Wettkampf bestreiten. Der Rest der Zeit ist fürs Training reserviert.

Von einem hat sich Michi im übrigen vergangene Woche auch durch das miese Wetter nicht abhalten lassen: Er hat die Brombachsee-Schwimmsaison eröffnet. Weil er keine Lust hatte, ins beheizte Rother Freibad zu fahren, druchquerte er den See. Freundin Nury brachte ihn ans eine Ufer und holte ihn am Damm dann wieder ab. "Das war ganz schön frisch", sagt der Athlet, "aber wirklich nicht so kalt wie beim Radfahren."

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Michi Hofmann - ein extrem-ausdauernder Feuerwehrmann

Seit seiner Kindheit dreht sich Michi Hofmanns Leben um Triathlon. Geboren und aufgewachsen zwei Kilometer Luftlinie vom früheren Schwimmstart des Rother Langdistanz-Triathlons entfernt, wurde er früh von der Faszination dieser Sportart gepackt. Seitdem reiht er Erfolg an Erfolg. Selbst seinen Beruf als Feuerwehrmann verdankt er dem Triathlon: Ein anderer Athlet brachte ihn bei einem Gespräch zufällig auf die Idee.


  

Gudrun Bayer

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