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Mistwetter und doch jede Menge Motivation

Triathlet Michi Hofmann kämpft in Trainingsphasen ungewöhnliche Kämpfe - 21.05.2012 00:02 Uhr

Pleinfeld  - Was für ein Mist-Wetter! Den meisten Teil der vergangenen Woche zumindest. Immer wieder wurde Michael Hofmann beim Training vom eiskalten Regen eingeweicht. Doch selbst in solchen Zeiten lässt sich mit dem 31-Jährigen kaum über mangelnde Motivation reden. Denn der Triathlet aus Pleinfeld kämpft auch dann noch dagegen, immer zu viel zu wollen.

Immer motiviert: Michi Hofmann muss aufpassen, dass er nicht zu viel tut anstatt zu wenig.
Immer motiviert: Michi Hofmann muss aufpassen, dass er nicht zu viel tut anstatt zu wenig.
Foto: Mark Johnston
Immer motiviert: Michi Hofmann muss aufpassen, dass er nicht zu viel tut anstatt zu wenig.
Immer motiviert: Michi Hofmann muss aufpassen, dass er nicht zu viel tut anstatt zu wenig.
Foto: Mark Johnston

Lange Radausfahrten, lange Läufe und lange Schwimmeinheiten: Der Trainingsplan von Michael Hofmann für die vergangene Woche zeichnete sich vor allem durch eines aus: Durch viel.

Der Pleinfelder hatte sehr darauf gehofft, dafür wenigstens mit gutem Wetter belohnt zu werden. Aber ausgerechnet am Dienstag und Mittwoch, als die superlangen Radtouren anstanden, weichte es ihn immer wieder von Kopf bis Fuß ein. Am Dienstag erwischte es ihn sogar zweimal. Den Heimweg von Eichstätt nach Pleinfeld legte er klatschnass und ausgekühlt zurück. "Als ich daheim angekommen bin, habe ich richtig blaue Füße gehabt", erzählt er.

Und doch: Ein Jammern über das Zuviel an Training ist ihm nicht zu entlocken. "Ich bin eigentlch immer voll motiviert", sagt er. Sein Problem ist eher, nicht zu viel von sich zu verlangen. "Wenn ich auf der Strecke bin, ist die Gefahr groß, dass ich einen virtuellen Wettbewerb gegen mich austragen will." Obwohl er gelernt hat, auf seinen Körper zu hören und Erschöpfungssignale rechtzeitig zu erkennen, muss er ständig vor seinem eigenen Ehrgeiz auf der Hut sein.

Es gibt eine ganze Gruppe von Menschen, die ihm dabei hilft. Unter anderem sind das drei Physiotherapeuten und ein Arzt: Jörg Brenn aus Nürnberg, Helmut Hoga aus Eckersmühlen, Rainer Wittmann aus Hilpoltstein und Dr. Edgar Wirsching aus Ellingen. Ihnen allen vertraut Michi Hofmann seine Gesundheit an. "Je nachdem, wo es gerade zwickt, suche ich mir einen von ihnen aus",erklärt er. "Ich habe im Lauf der Zeit herausgefunden, wen ich wofür um Rat frage."

So alle ein bis zwei Wochen geht er zum Physiotherapeuten; je näher ein wichtiger Wettkampf rückt, desto häufiger. Und der Challenge Roth, der Höhepunkt des Jahres für Michi Hofmann, rückt immer näher. Jetzt sind es nur noch 48 Tage. Mit dem Rothsee Triathlon wird der Pleinfelder bis dahin nur noch einen einzigen Wettkampf bestreiten. Der Rest der Zeit ist fürs Training reserviert.

Von einem hat sich Michi im übrigen vergangene Woche auch durch das miese Wetter nicht abhalten lassen: Er hat die Brombachsee-Schwimmsaison eröffnet. Weil er keine Lust hatte, ins beheizte Rother Freibad zu fahren, druchquerte er den See. Freundin Nury brachte ihn ans eine Ufer und holte ihn am Damm dann wieder ab. "Das war ganz schön frisch", sagt der Athlet, "aber wirklich nicht so kalt wie beim Radfahren."

Bilderstrecke zum Thema
Seit seiner Kindheit dreht sich Michi Hofmanns Leben um Triathlon. Geboren und aufgewachsen zwei Kilometer Luftlinie vom früheren Schwimmstart des Rother Langdistanz-Triathlons entfernt, wurde er früh von der Faszination dieser Sportart gepackt. Seitdem reiht er Erfolg an Erfolg. Selbst seinen Beruf als Feuerwehrmann verdankt er dem Triathlon: Ein anderer Athlet brachte ihn bei einem Gespräch zufällig auf die Idee.

  

Gudrun Bayer


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Zum Thema
Unsere drei Athleten für Roth



Kurzbeschreibung:
Der Challenge Roth ist der populärste Langdistanz-Triathlon in Deutschland. Wir begleiten drei Athleten auf ihrem Weg zum Wettkampf - vom 10. März bis zum 8. Juli 2012. Porträtiert werden der blinde, sehr erfahrene Triathlet Jeffrey Norris, der Profi-Triathlet Michi Hofmann und Katja Bartsch, die im Juli in Roth ihr Debüt auf der Langdistanz gibt.

Themenarchiv "Challenge Roth"
Zum Thema
Auf_den_Fersen_schneller_Männer_1henning.jpg
Turnus:
jährlich
Termin:
14.7.2013


Kurzbeschreibung:
Jährlicher Triathlon-Wettbewerb in Roth über die klassische Ironman-Distanz von 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und 42 km Laufen.

Vorläufer war der Ironman Europe, der von 1988 bis 2001 ausgetragen wurde. Von 2002 bis 2009 fand der Triathlon Roth als Quelle Challenge Roth (QCR) statt und heißt seit 2010 - nach der Quelle-Insolvenz - Challenge Roth. Mittlerweile hat sich der Challenge zur internationalen Wettkampf-Serie erweitert.

Wir begleiten drei Triathleten auf dem Weg zum Challenge
Veranstalter:
Felix Walchshöfer
Besucher:
200.000 Zuschauer im Jahr 2012; 180.000 im Vorjahr
Teilnehmer:
3200 Einzelstarter und rund 2000 Staffelmitglieder im Jahr 2012