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Mit 35 noch kein altes Eisen: Kleine soll in Fürth bleiben

Trotz des Umbruchs soll der Routinier beim Kleeblatt gehalten werden - 21.03.2013 07:00 Uhr

Fühlt sich immer noch topfit. Der 35-jährige Thomas Kleine soll auch in Zukunft die Abwehr der SpVgg mit seiner Erfahrung unterstützen.

Fühlt sich immer noch topfit. Der 35-jährige Thomas Kleine soll auch in Zukunft die Abwehr der SpVgg mit seiner Erfahrung unterstützen. © Wolfgang Zink


Thomas Kleine weiß, dass er Glück hat, so einen robusten Körper zu haben. Gerade jetzt wird dem 35-jährigen Innenverteidiger das sehr bewusst. Sebastian Tyrala, sein zehn Jahre jüngerer Mitspieler, mit dem er auch privat Zeit verbringt, erlitt gerade die vierte schwere Knieverletzung. Ihm droht nicht nur ein Jahr Pause, sondern sogar das Karriereende.

„Das ist unglaublich bitter“, sagt Kleine. Er selbst blieb von Rückschlägen dieser Art verschont. Seine Gelenke, erklärt er, zeigten relativ wenige Verschleißerscheinungen. „Ein paar Jahre will und kann ich schon noch spielen.“ Wie es derzeit aussieht, darf der gelernte Installateur seine Karriere dort fortsetzen, wo er sich nach eigenem Bekunden am wohlsten fühlt: beim Kleeblatt.

Identifikatonsfiguren sollen bleiben

Rouven Schröder, der Sportliche Leiter der Fürther, sprach unlängst von „ein paar Korsettstangen“, die über das Saisonende hinaus gehalten werden sollten. Kleine gehört offenbar dazu. Nach Aussage des schlaksigen Abwehrrecken stehen noch ein, zwei Gespräche aus, aber die Tendenz sei klar: Beide Seiten seien an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert.

„Ich bin immer noch ehrgeizig“, betont Kleine. „Gerade weil wir abgestiegen sind, will ich mithelfen, dass wir nächstes Jahr eine gute Saison abliefern.“ Der frühere Kapitän, dessen Stärken eher im Zweikampf als im Spielaufbau liegen, musste in der Rückrunde seinen Stammplatz an den 22-jährigen Lasse Sobiech abtreten. Wie so viele andere Fürther auch, stieß Kleine, der schon in Hannover und in Gladbach Bundesligaluft schnupperte, in der Ersten Liga an seine Grenzen. Für die Zweite Liga könnte es aber noch reichen.

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Angesichts des großen Rückstandes auf den Relegationsplatz haben die Fürther sozusagen Planungssicherheit. Dementsprechend haben bereits Gespräche mit Frank Kramer, dem neuen Trainer, stattgefunden, in denen der Aufbau einer neuen Mannschaft erörtert wurde. „Das geht jetzt Schlag auf Schlag“, meint Schröder.

Wie Kleine sollen auch die bisherigen Leihspieler Lasse Sobiech (Borussia Dortmund) und Matthias Zimmermann (Borussia Mönchengladbach) weiter an die Spielvereinigung gebunden werden. Auch am in der Winterpause für ein halbes Jahr ausgeliehenen Ungarn Joszef Varga besteht seitens der Fürther ein gewisses Interesse. „Wir gehen das ganz entspannt an“, meint Schröder.

Anfragen für Baba

Andererseits gibt es auch Profis, die trotz bestehender Verträge das Weite suchen könnten. Angreifer Sercan Sararer wechselt bekanntlich zum VfB Stuttgart. Der derzeit verletzte Edgar Prib wird schon seit Jahren mit namhaften Erstligisten in Verbindung gebracht. Kapitän Mergim Mavraj soll mit Mainz 05 flirten. Neuerdings gehört auch der 18-jährige Linksverteidiger Rahman Baba zu den Fürthern, an denen die Konkurrenz interessiert ist. „Wir haben da inzwischen viele Anfragen“, verrät Schröder. Baba hat allerdings bis 2017 beim Kleeblatt unterschrieben. Das heißt: Der junge Ghanaer wäre im Fall eines Wechsels richtig teuer. „Wir planen auch im nächsten Jahr mit ihm“, sagt der Sportliche Leiter. Viel heißen muss das in diesem Geschäft nicht. 

KURT HEIDINGSFELDER

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