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Nach Derby-Pleite: Abstiegskampf in Fürth kein Thema

Trainer Buric hofft auf baldige Rückkehr von Sercan Sararer - 25.09.2017 12:18 Uhr

Nach der 1:3-Derbyniederlage versammelte Trainer Damir Buric die Kleeblatt-Profis in einem Kreis. © Sportfoto Zink/WoZi


"Das war ein Derby, da ist es normal, dass die Stimmung nicht gut ist, wenn man verliert", zeigte Kapitän Balazs Megyeri Verständnis für die Anhänger. Zumindest habe es nicht an der Einstellung gelegen, fanden die Spieler. "Die Mannschaft hat alles gegeben", meinte Megyeri. "Ich habe gespürt, dass die Jungs wollten", sagte Marco Caligiuri.

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Kleeblatt-Talfahrt: Auch bei den Derby-Noten geht's bergab!

Die 263. Ausgabe des Frankenderbys brachte dem Kleeblatt kein Glück: Mit 1:3 verlor die SpVgg Greuther Fürth am Sonntag das Duell gegen den fränkischen Nachbarn und setzt ihre Talfahrt in der 2. Bundesliga damit fort. Eben diese Talfahrt setzt sich auch noten-technisch fort. Die Kleeblatt-Zensuren!


Auch für ein Derby ist guter Wille aber zu wenig. Das Kleeblatt offenbarte gegen Nürnberg dieselben Probleme wie bei den vorherigen Niederlagen. Fürth ist leicht ausrechenbar, weil anfällig für schnelles Umschaltspiel des Gegners. Dazu schwach in den Zweikämpfen, mit zu vielen kraftlosen Abschlüssen und einem behäbigen Spielaufbau. Da half auch nicht, dass wieder viele Statistiken – Ballbesitz, Torschüsse – für das Kleeblatt sprachen.

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Blick in die Kurven: Die Choreos beim 263. Frankenderby

Das Frankenderby hat nicht nur auf dem Feld einiges zu bieten: Die Club- und Kleeblatt-Fans geben auch auf den Rängen alles und zeigen vor Spielbeginn jeweils kreative Choreographien - so auch am Sonntag. Hier sind die Bilder.


Vor allem im Mittelfeld sind zu wenige Spieler in der Lage, Geschwindigkeit zu entwickeln. Einige sind auch noch verletzt. "Ich würde mir wünschen, dass bei uns die schnellen Spieler zurückkommen, dann können wir auch das System wechseln", sagte Trainer Damir Buric nach der Partie.

Er meinte damit unter anderem Sercan Sararer (Adduktoren-OP). Bei ihm hofft der Coach auf eine Rückkehr noch vor der Winterpause. Dass Sararer, seit seiner Rückkehr nach Fürth vor allem durch Verletzungen und Disziplinlosigkeit aufgefallen, plötzlich als Hoffnungsträger gilt, sagt alles über die Situation in Fürth.

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Derby-Frust am Fürther Ronhof: "Das war einfach bitter"

Nach der Niederlage im heimischen Stadion gegen den 1. FC Nürnberg waren die Fans von der SpVgg Greuther Fürth verständlicherweise geknickt. Dabei sah es kurz vor Schluss nach einem Elfmeter und dem daraus resultierenden Anschlusstreffer aus, als könne das Kleeblatt noch den Ausgleich schaffen - doch dann fiel noch das 1:3. Die Fürther Fans waren dementsprechend bedient. Doch auch wenn das Kleeblatt nun mitten im Abstiegskampf steht, lassen sich die meisten Fans ihren Optimismus nicht nehmen.


Und die ist nach dieser entscheidenden Englischen Woche noch prekärer. Sechs von acht Spielen hat das Kleeblatt verloren, am kommenden Freitag kommt es zum Kellerduell gegen den 1.FC Kaiserslautern. Die großen Ambitionen, mit denen die Spielvereinigung in die Saison gegangen ist, kann Fürth nach diesem Start begraben.

Von Abstiegskampf will trotzdem niemand sprechen. "Mit zwei Siegen stehst du schnell wieder im Mittelfeld in diesem Jahr", glaubt Caligiuri: "Wenn wir im Winter immer noch da unten stehen sollten, dann kann man sagen, das ist Abstiegskampf." Doch der Winter ist schon sehr nahe. Nach dem Kaiserslautern-Spiel wartet immerhin eine weitere Länderspielpause, in der Zeit für die Mannschaft ist, die Philosophie des neuen Trainers besser zu verinnerlichen.

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FCN feiert Derbysieg! Tore, Teuchert und ein nervenstarker Gjasula

Das 263. Frankenderby war eine muntere Angelegenheit. Großen Anteil daran hatte der Club, der vor dem 3:1 jenseits der Stadgrenze 38 Jahre nicht mehr im Ronhof gewonnen hatte. Mikael Ishak, der in acht Tagen zum fünften Mal für den FCN traf, eröffnete für die Gäste, Cedric Teuchert stockte auf. Doch dann trat Jurgen Gjasula zum Elfmeter an und gab das Fanal für einen Fürther Sturmlauf, den der Club-Kapitän erst in der Nachspielzeit stoppte. Doch sehen Sie selbst!


Bislang hat der es in seiner kurzen Amtszeit nicht geschafft, Lösungen für die Defizite zu finden. "Es ist nicht so, dass wir die Tabelle nicht sehen", versuchte Buric zu beruhigen.

Während sein Vorgänger Janos Radoki mit Personalexperimenten auf die Probleme im Kader reagierte, setzt Buric auf Konstanz. In allen Partien der englischen Woche lief dieselbe Elf auf. "Weil wir in Braunschweig auch viele Sachen gut gemacht haben", erklärt Buric. Das ließ sich auch für das Derby sagen – nur die entscheidenden Sachen, die macht Fürth in dieser Saison nicht gut genug.

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Erst wählen, dann fiebern: Fürther Fans vor dem Derby

Das 263. Frankenderby fällt genau auf den Tag der Bundestagswahl. Viele Fürther gehen daher erst zum Wählen, dann zum gemeinsamen Einstimmen in die Altstadt und anschließend zum Lokalklassiker. Die Stimmung bleibt dabei ruhig.


 

Alexander Pfaehler E-Mail

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