Donnerstag, 21.03.2019

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Nach Pöbelei gegen Trainer: Fürther Ultras nehmen Stellung

Fangruppierungen äußern sich auf Facebook zu beleidigendem Transparent - 13.02.2019 10:31 Uhr

Die aktive Fürther Fanszene sprach sich mit diesem Banner gegen das neue Trainerteam der Spielvereinigung aus. © Sportfoto Zink


Der Verein missbilligte den Inhalt des Banners "Gemeinsam? Mit Clubsau und Co-Kläger schafft man keine Identifikation!", das im Spiel gegen Duisburg in der Fankurve zu sehen war, auf ihrer vereinseigenen Homepage und lehnte Beleidigungen aus Fankreisen ab. Man kündigte sogar Konsequenzen für die Aktion an. In Verbindung mit Leitl und Mijatovic sprach man auf Vereinsseiten von einer "Wunschlösung".

Daraufhin äußerten sich am Dienstagabend die Fangruppierungen Horidos und Stradevia auf der Facebookseite spvgg-fuerth.de zu ihrem Transparent und nahmen Stellung zur Trainerentscheidung. Darin wird unter anderem betont, dass man Verständnis für die Entlassung von Damir Buric habe, sich mit der Wahl des neuen Trainerteams aber nicht anfreunden könne. Dabei wird auf die Vergangenheit der beiden Coaches verwiesen und dem Verein gleichzeitig "wenig Weitsicht und noch weniger Fingerspitzengefühl" vorgeworfen.

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Der Einstand von Stefan Leitl ist geglückt: Die SpVgg Greuther Fürth siegte im ersten Spiel unter dem neuen Trainer mit 1:0 über den MSV Duisburg. Der Siegtreffer fiel erst spät und in einer turbulenten Schlussphase.


Bekanntlich lief Stefan Leitl zwischen 1999 und 2001 für den Club auf, das Problem der Fürther Ultras liegt aber in seiner Teilnahme an einem Hallenturnier im Nürnberger Traditionsteam und weiteren Verbindungen zum FCN. Sein Co-Trainer Andre Mijatovic lief zwar zwischen 2005 und 2007 für das Kleeblatt auf, verabschiedete sich aber nach der Meinung der aktiven Fanszene unrühmlich vom Ronhof. "Nun setzt man in so einer Schlüsselposition auf einen Charakter, der unseren Verein 2007 mit einer Klage belastete und sich in dieser Situation menschlich als große Enttäuschung hervortat.", heißt es.

Außerdem gehen die Ultras auf die Annäherung von Verein und Fans und die damit verbundene positive Entwicklung in den letzten Jahren ein, die durch die Wahl der Trainer wieder gefährdet werden würde: "Nach der Neueinstellung eines solchen Trainerteams sind wir enttäuscht. Es fühlt sich leer an und irgendwie auch so, als wären wir um Jahre zurückgeworfen worden". In dem Post weisen die Fangruppierungen darauf hin, dass durch das neue Trainer-Duo die Identifikation schwerfalle und sich manche Fans sogar vom Verein abwenden könnten.

 

Der Mannschaft sichert die aktive Fanszene trotzdem ihre Unterstützung zu, während die Coaches wohl auf keine Versöhnung hoffen dürfen: "Auch wenn es uns schwer fallen wird, müssen wir mit der Konstellation nun irgendwie zurechtkommen und im Wohle unserer SpVgg handeln. Wir möchten allerdings von Anfang an klar machen, dass das Trainerteam unabhängig vom sportlichen Werdegang von uns keinerlei Rückendeckung erfährt. Denn mit diesem Duo können und wollen wir uns schlichtweg nicht identifizieren!" 

ako

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