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Nach Schöpf-Abgang: Neue Perspektive für Danny Blum?

Angreifer kam zuletzt nicht mehr über seine Jokerrolle hinaus - 13.01.2016 06:01 Uhr

Danny Blum schöpft neue Hoffnung: Nach dem Weggang von Alessandro Schöpf schielt der 25-Jährige wieder auf einen Stammplatz.

Danny Blum schöpft neue Hoffnung: Nach dem Weggang von Alessandro Schöpf schielt der 25-Jährige wieder auf einen Stammplatz. © Sportfoto Zink


Aber der Wechsel von Alessandro Schöpf zum FC Schalke 04 könnte ihm in der Offensive eine neue Perspektive eröffnen. Im Kreise seiner Familie ließ der 25-Jährige die vergangenen Monate Revue passieren. Seine persönliche Erkenntnis: „Anfangs lief es für mich super,  aber nicht für die Mannschaft, und später  lief es für mich sehr schlecht, aber dafür super für Mannschaft“, bilanzierte Blum.  Einen kausalen Zusammenhang wollte er daraus aber freilich nicht ableiten. „Nein, ich denke nicht, dass das miteinander zusammenhängt, ich habe es nur rückblickend so festgestellt. Solche Phasen gibt es eben im Fußball. Ich versuche jetzt einfach wieder, an die schönen anzuknüpfen.“

Blum kam zwar in der Saison 2015/16 bislang  in 17 von 19 Punktspielen zum Einsatz, zuletzt aber nicht mehr über die Jokerrolle hinaus. In den beiden letzten Spielen vor der Winterpause saß er nur noch auf der Bank, mit der Ausnahme im  Achtelfinale des DFB-Pokals.  Beim 0:2 gegen den Bundesligisten Hertha BSC Berlin fiel er aber kaum auf. Nach 54 Minuten war für ihn schon wieder Schluss und Trainer René Weiler wechselte ihn, ohne einen einzigen Torschuss abgesetzt zu haben, aus.

Die Frage warum es plötzlich nicht mehr für den Angreifer lief, ist diffizil. Eine zufriedenstellende Antwort konnte Blum nicht finden. „Das, was ich am Anfang gezeigt habe, war gut. Danach haben sich vielleicht die Gegner auch besser auf mich eingestellt“, mutmaßt Blum: „Es herrscht in Nürnberg aber auch ein großer Konkurrenzkampf. Dann kam die zweite Reihe und die hat es überragend gemacht.“

Weiler kritisiert - Blum will defensiv besser arbeiten

Weiler monierte des öfteren, dass er zu  zögerlich den Rückwärtsgang einlegt, um dem Team auch beim Verteidigen zu helfen. „Das ist das, was der Trainer einfordert, daran muss ich arbeiten und das mache ich auch jeden Tag im Training.“ Bei Schöpf, der anfangs ebenfalls kaum Interesse an Defensivarbeit zeigte,  ist der Knoten geplatzt, als er Weilers Anforderungsprofil verinnerlicht hatte. Nach einigen guten Spielen nahm ihn nun der Bundesligist FC Schalke 04 für rund sechs Millionen Euro unter Vertrag.  „Schöpf  hat es  einfach gut gemacht, deshalb ist er jetzt da, wo er ist. Daran kann man sich ein Beispiel nehmen, wie es funktionieren kann“, sagt Blum.

Auf der rechten Seite ist in der Offensive nach Schöpfs Abgang wieder ein Platz frei geworden. Blum lief beim Club auch schon auf dieser Position auf. „Mit meinem linken Fuß ist das praktisch, da kann ich nach innen ziehen und aufs Tor schießen“, sagt Blum, der in dieser Spielzeit aber meist als alleinige Spitze agierte und nur als Vorlagengeber  überzeugen konnte. Ein halbes Dutzend Tore hat er aufgelegt. Auf ein eigenes Erfolgserlebnis wartet er schon seit dem zweiten Spieltag als er beim 3:2-Erfolg gegen Heidenheim den Führungstreffer markierte. „Ich versuche immer mein Bestes zu geben, offensiv wie defensiv. Mehr kann ich nicht tun.“

Ein bisschen aber tröstet ihn die Erfolgsserie seiner Kollegen über seine Reservistenrolle hinweg. „Was wir in den letzten Wochen abgeliefert haben, war der Wahnsinn. Der Erfolg gibt uns Recht, aber wir müssen das in jedem Spiel bestätigen. Wenn uns das gelingt, können wir vielleicht noch ganz Großes erreichen.“ Dass es dazu kommt, dazu möchte  auch Blum selbst noch beitragen: „Ich arbeite hart weiter, und irgendwann wird das sicher auch belohnt werden.“
  

Stefan Jablonka

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