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Neuer Glauben beim Club: Schommers will alle überraschen

Interimscoach freut sich auf seine Premiere gegen den BVB - 16.02.2019 17:20 Uhr

Interimstrainer Boris Schommers freut sich trotz der schweren Aufgabe gegen Dortmund auf sein Debüt. © Sportfoto Zink / DaMa


Nicht alles neu, aber doch vieles anders will Boris Schommers machen, wenn er am Montagabend im Heimspiel gegen Borussia Dortmund (20.30 Uhr/Eurosport Player, Liveticker bei nordbayern.de) zur besten Flutlichtzeit erstmals hauptverantwortlich im Rampenlicht des 1. FC Nürnberg steht. In den vergangenen drei Tagen lebte der gebürtige Leverkusener auf dem Platz in seiner neuen Rolle als Cheftrainer mit seiner Art einen neuen Impuls vor und gewann durchweg positive Eindrücke von seiner Belegschaft.

Umringt von den nun wieder mehr lachenden Profis beschlich Schommers das Gefühl, "dass die Mannschaft den Trainerwechsel positiv aufgenommen hat und wieder mehr Freude auf den Platz zurückgekommen ist". Wobei er das mit der Freude in erster Linie am Neuanfang festmacht, der die Spieler wieder lockerer und dennoch fokussiert auftreten lässt, es weniger an seine Person knüpft. An der Loyalität zu seinem Vorgänger Michael Köllner sollen so kurz nach der Trennung keine Zweifel aufkommen.

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Gelingt ihm sein Vorhaben, dann wird Schommers in den kommenden Wochen "ein mannschaftliches Gerüst" formen, "das Kontinuität" verspricht. Dazu will er die Vakanzen punktuell mit jenen Spielern füllen, die für "den jeweiligen Matchplan" die passenden Qualitäten mitbringen. Für die zuletzt wenig bis nicht berücksichtigten Akteure bedeutet seine Amtsübernahme eine neue Bewährungschance, die übrigen werden sich wieder neu beweisen müssen.

Veränderungen auch in der Art und Weise

Schommers kündigte an, dass sich seine Sicht der Dinge auf die elf Nominierten natürlich schon am Montag ausdrücken wird. Wenn auch in der Kürze der Zeit und ausgerichtet am Gegner vorerst wohl nur leicht modifiziert: "Es wird Veränderungen geben. Sowohl in der Aufstellung als auch in der Art und Weise, wie wir spielen." Der 40-Jährige traut sich zu, das nach etlichen Niederlagen verloren geglaubte Potenzial der Mannschaft wieder Stück für Stück freilegen zu können.

+++ Als Wücks Club-Debüt gegen Dortmund traumhaft geriet +++

Er selbst beschreibt sich als ein Freund der klaren Worte. Deshalb pflegt er mit den Spielern auch einen geradlinigen Stil. "Intensität, Freude und Leidenschaft" will er möglichst in jeder Trainingseinheit erleben: "Ich fordere die Spieler nicht nur im physischen, sondern auch im kognitiven Bereich." Volle Konzentration bei den Übungen ist seine Erwartung. Mit zu viel Input will er die Mannschaft in den wenigen Tagen vor seiner Generalprobe jedoch nicht gleich überfordern. Ihr aber auch nicht mit einem Videostudium des 0:7 im Hinspiel den Glauben an eine Überraschung im Abstiegskampf unnötig rauben. "Wie ist es ausgegangen", scherzte Schommers und konnte sich doch nur zu gut an die fulminante Demontage des Clubs erinnern: "Wir haben als junge Mannschaft Fehler gemacht. Das gehört zu einer Entwicklung dazu, steckt aber nicht mehr in unseren Köpfen."

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Dass der BVB mit diesem Offensivspektakel am fünften Spieltag so richtig Fahrt aufgenommen hatte und sich seitdem "sehr, sehr gut entwickelt" hat und auch deshalb "mit einer brutalen Qualität" nach Nürnberg reisen wird, ist dem Interimscoach ebenfalls nicht entgangen. Die vorangegangenen vier Partien des BVB hat er detailliert analysiert. Vier Spiele, wovon der Bundesliga-Spitzenreiter überraschend keines gewinnen konnte. "Sie werden definitiv nicht hierherkommen und etwas auf die leichte Schulter nehmen", befürchtet Schommers, dass Dortmunds Durststrecke eher sensibilisierenden Charakter haben könnte als ein verlässliches Indiz für eine anhaltende Schwächeperiode darstellt. Mut wollte er sich und seinem Team vor der Premiere aber auch noch zusprechen: "Am Montagabend geht das Spiel bei 0:0 los. Wir werden versuchen, uns eine Chance herauszuarbeiten, die wir dann hoffentlich auch nutzen." 

Stefan Jablonka

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