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Ohne Druck nach Dortmund: Der FCN will überraschen

Beim Dauer-Außenseiter sieht man wenig Grund für Personalwechsel - 24.09.2018 21:19 Uhr

Vor dem Anpfiff gegen Hannover klatschte Michael Köllner mit Eduard Löwen ab. Ob das Kraftpaket beim schweren Gastspiel in Dortmund von Beginn an zum Zug kommt, bleibt abzuwarten. © Sportfoto Zink / DaMa


 

Es liegen ein paar stürmische Tage hinter Franken, mit dem populärsten Fußball-Club der Region hat das aber ausnahmsweise nichts zu tun. Der 1. FC Nürnberg ist so in die Bundesligasaison gestartet, wie man das von einem Aufsteiger im besten Fall erwarten kann: nicht überfordert, zuweilen mutig und fünf Punkte sind aus den ersten vier Auftritten auch noch herausgesprungen. Nach dem Erfolg gegen Hannover können die Protagonisten vom Valznerweiher den zweiten Teil der Englischen Woche jedenfalls einigermaßen entspannt angehen.

Am Mittwochabend (Live-Ticker auf nordbayern.de) ist der Club zu Gast bei Borussia Dortmund. Nürnbergs beste Fußballer treffen dort auf einen Verein, der bislang ungeschlagen ist in dieser noch jungen Spielzeit, der aber vor allem in den vergangenen Jahren auf einem anderen Planeten, vielleicht sogar in einer anderen Galaxie unterwegs war als der 1. FC Nürnberg. "Die Waffen sind ungleich gewählt", so beschreibt Michael Köllner den Unterschied zwischen dem Champions-League-Dauergast und dem Bundesliga-Rückkehrer. Lucien Favre hält der Nürnberger Amtskollege für "einen der besten Trainer der Liga" und um zu wissen, dass die Fußballer höher veranlagt sind, dafür reicht ein flüchtiger Blick auf transfermarkt.de.

"Sie suchen noch ihre finale Form"  

Muss aber alles nicht viel heißen, so durfte man Köllner bei der Pressekonferenz am Montag allerdings auch verstehen. "Sie suchen noch ihre finale Form", sagt er über den Gegner, vielleicht bietet das die seltene Gelegenheit, bei der Borussia für eine Überraschung zu sorgen, zumal das im besten Fall ja auch für seine Spieler gilt: dass sie die finale Form noch nicht gefunden haben; dass noch ein bisschen mehr geht als bisher.

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Für die meisten in der Mannschaft wird die Bekanntschaft mit der Gelben Wand, mit der legendären Tribüne in Dortmund, eine neue Erfahrung - so wie fast jede Auswärtsreise in dieser Saison. Allzu großen Respekt, das glaubt Köllner, werden seine Fußballer trotz der Kulisse nicht haben. "Ich habe nicht den Eindruck, dass jemand bisher beeindruckt war", sagt Köllner über die ebenfalls nicht unbeeindruckenden Reisen ins Berliner Olympiastadion und zum Bremer Weserstadion.

Autogramme kann man selber schreiben 

Borussia Dortmund, Mittwochabend, Flutlicht: "Wir werden nicht hinfahren, um Autogramme abzuholen", sagt Michael Köllner, der, Stand Montag, nicht plant, in der Startformation große Änderungen vorzunehmen. Warum auch? Stürmische Tage erleben ja gerade die anderen. 

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Sebastian Gloser Sportredakteur E-Mail

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