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Premier League lockt deutsche Fußballer

Deutsche Profis sind in England begehrt wie lange nicht - Marko Marin glänzt bei Chelsea-Debüt - 19.07.2012 16:34 Uhr

London  - Deutsche Fußballer sind in der Premier League so gefragt wie nie: Die neue Saison beginnt mit drei Zugängen aus der Bundesliga – Podolski, Marin und Riether – und obendrein Steffen Freund als Co-Trainer bei Tottenham.

Nach seinem zwischenzeitlichen Treffer zum 3:2 gegen Seattle Sounders fiel der Neulondoner Marko Marin seinem Teamkollegen Branislav Ivanovic in die Arme.
Nach seinem zwischenzeitlichen Treffer zum 3:2 gegen Seattle Sounders fiel der Neulondoner Marko Marin seinem Teamkollegen Branislav Ivanovic in die Arme.
Foto: afp
Nach seinem zwischenzeitlichen Treffer zum 3:2 gegen Seattle Sounders fiel der Neulondoner Marko Marin seinem Teamkollegen Branislav Ivanovic in die Arme.
Nach seinem zwischenzeitlichen Treffer zum 3:2 gegen Seattle Sounders fiel der Neulondoner Marko Marin seinem Teamkollegen Branislav Ivanovic in die Arme.
Foto: afp

Lukas Podolski jettet als Arsenal-Werbeträger gleich nach Nigeria, Marko Marin glänzt bei seinem Chelsea-Debüt schon als Torschütze. Der FC Fulham vermeldet unlängst die Verpflichtung von Sascha Riether. Außerdem erfüllte sich Steffen Freund einen Traum als Assistenzcoach bei seinem früheren Verein Tottenham Hotspur.

Die Deutschen sind gefragt wie lange nicht in der englischen Premier League. „Co-Trainer bei André Villas-Boas ist für mich wie ein Sechser im Lotto“, sagte Freund der Nachrichtenagentur dpa. Allerdings dürfe man die Spieler- und Trainer-Situation nicht „vermischen. Als Coach bin ja nur ich hier“.

Man könne aber auf jeden Fall sagen: „Deutsche Spieler sind wieder interessant für die Premier League, und das ist schön zu wissen!“ Freund traut dem neuen deutschen Trio den Durchbruch zu, „weil die Bundesliga sehr stark ist“. Er gibt allerdings einen entscheidenden Punkt zu bedenken: „Das Tempo im Verbund mit dieser körperlichen Präsenz der Premier League, in jedem Spiel über 90 Minuten – das ist ein großer Unterschied zur Bundesliga.“

Marin überzeugt bei Debüt

Vor allem beim zierlichen Marin, der bei Werder Bremen stagnierte, könnten Zweifel aufkommen. Der dribbelstarke Profi absolvierte allerdings eine Drei-Wochen-Extra-Vorbereitung auf Chelseas Trainingsgelände in Cobham. Mit einer Reservistenrolle will er sich beim Champions-League-Sieger keineswegs zufriedengeben, sondern die „Blues“ als Sprungbrett zurück in die Nationalelf nutzen. „Wenn jemand in einem Team wie Chelsea spielt, ist es ein logischer Schritt, dass du auch im Nationalteam spielst“, hatte er unter der Woche verkündet.

Bei seinem Premieren-Auftritt für Chelsea im Vorbereitungsspiel gegen die Seattle Sounders ließ er Taten folgen und steuerte das 3:2 zum 4:2-Sieg bei. Außerdem entwickelte er viel Gefahr über die linke Seite. Nach dem Tor fiel der 23-Jährige seinem neuen Kumpel Branislav Ivanovic in die Arme: Der serbische Verteidiger hilft dem gebürtigen Bosnier bei der Eingewöhnung. Außerdem soll Marins Englisch nach Vereinsangaben bereits „exzellent“ sein.

Lukas Podolski wird bei Arsenal abgeschirmt und konnte sportlich noch nicht glänzen. Dafür fliegt der 27-Jährige zusammen mit dem Ex-Bremer Per Mertesacker als Arsenal-Repräsentant Ende Juli für ein Wochenende nach Nigeria. Nach derzeitigem Stand scheint der Ex-Kölner sein Debüt im Arsenal-Trikot ausgerechnet gegen den FC zu geben: Am 12. August treten die „Gunners“ in Köln gegen den Bundesliga-Absteiger an.

Auch Riether hat Köln in Richtung London verlassen. Als Leihgabe trifft er beim FC Fulham auf den exzellent Deutsch sprechenden Ex-HSV-Coach Martin Jol und den alten Bundesliga-Bekannten Mladen Petric. Beim Testspiel gegen Lok Leipzig am Mittwochabend (4:0) spielte Riether solide. Laut Jol wird er sich in Fulhams Kult-Heimstätte Craven Cottage bald als „sehr guter Spieler zeigen, vor allem defensiv und hinten rechts“. 

dpa


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