8°C
Montag, 20.05. - 02:34 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Radfahrer poltern gegen Presse

Klöden kritisiert intern – Wiggins nervt das Doping-Thema - 09.07.2012 16:18 Uhr

Arc-et-Senans   - Radprofi Klöden attackiert die eigene Presseabteilung, Bradley Wiggins verlässt wütend eine Pressekonferenz, in der das Wort „Doping“ fällt. Der Stress der Tour quält die Profis auch nach getanem Tagwerk.

Bradley Wiggins stürmte erzürnt aus einer Pressekonferenz.
Bradley Wiggins stürmte erzürnt aus einer Pressekonferenz.
Foto: dpa
Bradley Wiggins stürmte erzürnt aus einer Pressekonferenz.
Bradley Wiggins stürmte erzürnt aus einer Pressekonferenz.
Foto: dpa

Aus dem Mini-Eklat vom Samstag hatte die Presseabteilung bei RadioShack-Nissan gelernt – und Andreas Klöden einen Tag später bei der Etappenanalyse der Tour de France gar nicht mehr erwähnt. Nach dem peinlich verlaufenen Abstecher auf die Planche des Belles Filles betrieb das Team anderntags mit dem Sprung an die Spitze der Teamwertung eigentlich Schadensbegrenzung. Doch den Namen Klöden, der als Kapitän in das Wochenende gestartet war, suchte man in dem Mannschafts-Kommuniqué  vergebens. Die vermeintliche Supertruppe wird immer mehr zum Chaoshaufen. „Rien ne va plus bei RadioShack“, schrieb die „L'Équipe“ am Montag.

Ausgerechnet Routinier Klöden wurde nach einer cleveren ersten Woche, in der er den vielen folgenschweren Stürzen im Feld schadlos entging, zum großen Verlierer. Dass er sich neben den Tücken der schwierigen Etappen in den Vogesen und im Jura auch noch mit der Presse – in dem Fall jener des eigenen Rennstalls – anlegte, dürfte kaum geholfen haben. Ihm hatte nicht gefallen, dass ihm die eigenen Leute „schlechte Beine“ attestiert hatten.

Klöden und die Medien, das ist seit Jahren keine glückliche Liaison: Seit dem unrühmlichen Ende des T-Mobile-Teams und der Ermittlungen in der Freiburger Doping-Affäre meidet der zweimalige Tour-Zweite die meisten Journalisten wie der Teufel das Weihwasser. Weder sein Teammanager Johan Bruyneel, wegen seiner Verstrickung in die Doping-Affäre Armstrong nicht bei der Tour, noch Pressechef Philippe Maertens konnten ihn zu moderaterem Vorgehen überreden.

„Ich bin Europäer“

Stattdessen äußert er sich bei Twitter – und dabei nicht selten ziemlich ungehalten zur Berichterstattung über ihn, über den Bund Deutscher Radfahrer und die deutschen Medien. Bei der offiziellen Präsentation des neuen RadioShack-Teams zu Jahresbeginn platzierte er vor sich ein kleines Fähnchen der EU, alle Teamkollegen waren durch die zu ihnen passende Nationalflagge zu erkennen. „Ich bin Europäer“, sagte Klöden.

Fragen der Presse werden bei vielen Fahrern ohnehin als notwendiges Übel im Dauerstress der Tour empfunden. Die obligatorische Pressekonferenz des Mannes in Gelb hatte Bradley Wiggins wutschnaubend verlassen. Auf die Frage, wie er auf Twitter-Angriffe reagiere, die das Thema Doping betreffen, explodierte der sonst auch durch seinen feinen britischen Humor auffallende Mann aus London.

Er polterte im Gossenjargon, ließ keine Frage mehr zu und verschwand. Die Pressesprecherin seins Teams Sky sagte vor dem Zeitfahren: „Bradley war gestern etwas ungehalten.“ Allergische Reaktion beim D-Wort sind allenthalben zu spüren. Bei der Siegerpressekonferenz im Vorjahr hatte schon gereicht, Cadel Evans zu fragen, ob er der lebende Beweis dafür sei, eine Tour auch sauber gewinnen zu können. Er erging sich in der Replik in einer allgemeinen Abqualifizierung der Medien, die doch immer nur im Dreck stochern würden. 

Von Manuel Schwarz und Andreas Zellmer (beide dpa)


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Nachrichten aus dem Sport

Fupa Banner

Fußball in der Region
Fußball in der Region
Spielberichte, Statistiken und Hintergründe von der Regionalliga bis zur B-Klasse. Umfassend, aktuell und kompetent.
User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...

Fußballtippspiel

Themen Infobox 1. FC Nürnberg
Logo 1. FC Nürnberg
Gründungsdatum:
04.05.1900
Mitgliederzahl:
14.000
Kurzbeschreibung:
Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs.
Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte.
Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.
Deutscher Meister:
1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968
DFB-Pokalsieger:
1935, 1939, 1962, 2007
Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2012/13:
Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12
Internet:

Themen Infobox SpVgg Greuther Fürth
Logo SpVgg Greuther Fürth
Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550
Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren. Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangenheit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt. Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Seit 1910 trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, seine Heimspiele im Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen. Bis mindestens 2040 spielt das Kleeblatt in seiner traditionellen Heimat am Ronhof.
Deutscher Meister:
1914, 1926, 1929
Internet: