Dienstag, 11.12.2018

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Regensburgs Jann George stichelt gegen das Kleeblatt

Sararer-Comeback steht im Schatten eines Rückkehrers - 16.04.2018 06:00 Uhr

Sercan Sararer feierte gegen Regensburg sein Comeback - die Hauptaufmerksamkeit galt allerdings seinem Gegenüber: Jann George. © Sportfoto Zink / WoZi


"Nach elf Monaten wieder auf dem Platz zu stehen und ein Tor zu erzielen, ist persönlich schön, aber ich hatte mir von uns allen mehr erwünscht. Das war heute nicht genug", lautete Sararers Fazit nach dem 1:2 am Freitagabend gegen den SSV Jahn Regensburg. Und es war nur ein "gefühltes" Tor. Denn in der offiziellen Statistik wird der Anschlusstreffer als Eigentor geführt, weil Regensburgs Keeper Philipp Pentke den Ball noch geklärt und er erst vom Bein des SSV-Verteidigers Alexander Nandzik ins Tor gesprungen ist.

Sararer bleiben ein Scorerpunkt als Vorlagengeber und immerhin die ersten 28 Spielminuten in dieser Saison. "Ich bin dankbar, dass der Trainer mich mitgenommen hat", meinte der 28-Jährige. Damir Buric hatte sich erhofft, mit dessen Einwechslung der Partie beim Stand von 0:1 noch einen Impuls geben zu können.

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Doch die eindeutig besseren Joker-Qualitäten bewies einer, dem man im Ronhof die zweite Liga nicht zugetraut hatte. Jann George, Enfant terrible der besonders schweren Sorte, stach gleich zweimal zu (48., 84.) und verkleinerte nicht nur deshalb seinen potenziellen Freundeskreis beim Kleeblatt. "Fürth ist mein Herzensverein, obwohl ich in Nürnberg geboren bin. Eigentlich wollte ich nach dem ersten Tor gar nicht richtig jubeln, aber dann ist es aus mir rausgebrochen", sagte er als sei nichts gewesen. Während des Spiels hatte sich der Hitzkopf mit Buric aber wort- und gestenreich gezankt. "Halt’s Maul", ätzte er dem Kroaten entgegen. "Wortgefechte gehören im Fußball dazu, ob mit dem Trainer oder einem Spieler, das ist doch egal", erklärte George reichlich nonchalant: "Wir müssen uns als Aufsteiger auch da nicht verstecken."

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Achim Beierlorzer, Regensburgs Coach, hatte Mühe, den Doppelpacker auf dem Feld im Zaum zu halten, entschuldigte später aber auch nicht alle Unflätigkeiten des 25-jährigen George, der den Vierten Offiziellen zudem als Affen tituliert haben soll: "Wer ihn kennt, weiß dass er ein emotionaler Fußballer ist, da ich habe schon viel Verständnis. Dennoch haben wir schon auf ihn eingewirkt. Aber ich bin auch kein Kindergärtner, jeder muss selbst verantworten, was er sagt."

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Und Buric? Der Fürther Trainer fand mit dem Schlusspfiff die Fassung wieder, suchte den direkten Weg zu George, um ihm ganz entspannt die Hand zu reichen. "Das ist okay", wischte er das leidige Thema den Journalisten gegenüber kurzsilbig beiseite: "Ich mag Typen, die unbedingt gewinnen wollen." So ein Typ ist prinzipiell auch Sararer. "Ich hatte schon bessere Zeiten von der Fitness und der Luft her. Ein Spiel ist immer etwas anderes, als nur zu trainieren", räumte Fürths Edeltechniker ein. "Aber ich bin schmerzfrei." Soll heißen: Von Sararer darf im Endspurt noch etwas erwartet werden. Sein Zweijahresvertrag läuft im Sommer aus: "Ich will so viel spielen wie möglich, und der Mannschaft helfen." 

Stefan Jablonka

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