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Reimer richtet's spät: Die Ice Tigers siegen in Straubing

Nürnbergs Kapitän entscheidet das Raubkatzen-Duell am Pulverturm - 10.01.2016 19:01 Uhr

Tyler Beskorowany musste in Niederbayern nur einmal hinter sich langen, der Straubinger Goalie zweimal.

Tyler Beskorowany musste in Niederbayern nur einmal hinter sich langen, der Straubinger Goalie zweimal. © Sportfoto Zink / MaWi


Der Spielplan in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) lebt. Es gibt keine Vor- und dementsprechend auch keine Rückrunde. Die Klubs logieren in Multifunktionsarenen, die einen starren, nachvollziehbaren Saisonverlauf unmöglich machen – zumal in einer Saison, die 52 Partien umfasst. Am 35. Spieltag ist die DEL im dritten Viertel angekommen, theoretisch stehen also die dritten Aufeinandertreffen an, allmählich realisieren Spieler und Trainer, welche Klubs ihnen diesmal liegen. So wie der deutsche Meister den Ice Tigers zu liegen scheint, alle drei Spiele gegen Mannheim hat die Mannschaft von Rob Wilson gewonnen, schien Nürnberg einen einstigen Angstgegner wiederbelebt zu haben. Auf die Straubing Tigers, weder vom Renommee noch von den Aussichten mit den Adlern vergleichbar, trafen die Ice Tigers am Sonntagnachmittag ebenfalls zum dritten Mal – und gewannen dank ihres Kapitäns zum ersten Mal in dieser Spielzeit.

Zwei Minuten und 21 Sekunden waren nach einer engen, zwischenzeitlich flotten Partie in der Verlängerung gespielt, als Patrick Reimer einen weiten Pass von Sasa Martinovic aufnahm, unwiderstehlich vor das Straubinger Tor zog und Torhüter Matt Climie mit einem Schuss in den Winkel keine Chance ließ. Trotzdem: Beim 2:1 hatte Nürnberg zuvor derart dominiert, dass ein Punkt mehr möglich gewesen wäre.

Bei den Ice Tigers war Kyle Klubertanz ins Aufgebot zurückgekehrt. Der Verteidiger hatte zuletzt zwei Spiele als überzähliger Importspieler von der Tribüne aus verfolgen müssen. Dafür setzte Kurtis Foster aus, der noch am Dienstag beim 5:3 gegen Mannheim den Siegtreffer erzielt hatte. Wie schon in den ersten beiden Dritteln am Freitagabend gegen Tabellenführer Berlin (3:2 nach Penalty-Schießen) dominierte Nürnberg zunächst auch in Straubing. Allein in Unterzahl vergaben die Ice Tigers in den ersten 20 Minuten drei große Chancen, Straubing boten sich derweil überhaupt nur zwei Möglichkeiten – eine davon nutzte Dylan Yeo, der Patrick Reimer den Puck im Aufbau klaute und Tyler Beskorowany überwand (12. Minute).

Nach dem ersten Seitenwechsel änderte sich das Bild keineswegs. Nürnberg war aktiver, ohne diesen Eindruck durch Tore zu bestätigen. Die Ice Tigers kamen mit Leichtigkeit zu guten Gelegenheiten und taten sich mit dem Abschluss schwer. Es brauchte einen erfahrenen Spieler, der das Spiel selbst im Stand besser beherrscht als viele seine Gegner in voller Fahrt. Patrick Reimer hatte von der blauen Linie abgezogen, Dany Heatley stocherte die Scheibe, natürlich im Power-Play, über die Linie (25.). Seine Kollegen aber verpassten nachzulegen. David Steckel drückte den Puck danach zwar noch ins Straubinger Tor, allerdings mit dem Schlittschuh. Nach zwei Dritteln hatte Nürnberg 37 Mal geschossen, 13 Mal häufiger als Straubing.

In den abschließenden 20 Minuten zogen sich die Ice Tigers zurück, ließen die Gastgeber kommen und verließen sich zunehmend auf Tyler Beskorowany. Der Torhüter rettete mehrmals gegen Martin Hinterstocker und seine Mannschaft in die Verlängerung. Da übernahm einmal mehr Patrick Reimer die Verantwortung. 

Sebastian Böhm

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