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Rücktritte aus Aufsichtsrat: Chaos-Tage beim FCN

Müller und Schamel quittieren ihren Dienst beim Club - 26.08.2014 11:32 Uhr

Manfred Müller ist nicht mehr Aufsichtsrat beim 1. FC Nürnberg.

Manfred Müller ist nicht mehr Aufsichtsrat beim 1. FC Nürnberg. © Sportfoto Zink


Bei der Jahreshauptversammlung im Oktober 2013 wurde Müller mit 587 Stimmen in den Aufsichtsrat gewählt. Aus persönlichen Gründen verlässt er diesen nun wieder.

Doch Müller ist nur ein Abgang, den der FCN mit Blick auf seinem Kontrollgremium verzeichnen muss. Auch Hanns-Thomas Schamel tritt von seinem Posten zurück. Als Gründe dafür nennt dieser in einer persönlichen Erklärung "die gegenwärtige Besetzung des Aufsichtsrates und des Vorstands".  Laut Schamel gibt es "gravierende Differenzen in der Auffassung über die konzeptionelle Ausrichtung und die strategischen Führung des Vereins", heißt es an gleicher Stelle.

2010 hatte sich der Unternehmer aus Baiersdorf mit einer leidenschaftlichen Ansprache den Einzug in den Aufsichtsrat gesichert. Als sein persönliches Ziel verstand es Schamel – vom Boulevard mitunter Meerrettich-Baron oder Kren-König genannt -, den Markenkern des FCN deutlicher herauszuarbeiten. 2013 war der zupackende Geschäftsmann im Aufsichtsrat, der sich am Montag mit der sportlichen Talfahrt beim Club beschäftigte, bestätigt worden. Nun ist er in diesem Geschichte.

Beim FCN verdiente sich Manni Müller einst den Beinamen “Held von Essen“. Im Juni 1978 entschärfte der gebürtige Essener beim über den Aufstieg entscheidenden Gastauftritt der Nürnberger an der Hafenstraße einen Elfmeter von Rot-Weiß-Angreifer Horst Hrubesch. So hatte Müller – nach einer weiteren wichtigen Rettungstat aufgrund einer Gehirnerschütterung ausgewechselt – wesentlichen Anteil daran, dass der Club in die Erstklassigkeit zurückkehrte.

Von 1979 bis 1984 stritt Müller anschließend beim FC Bayern mit Walter Junghans, später Jean-Marie Pfaff um den Job zwischen den Pfosten. Im Pokalfinale 1982 traf er seine alten Nürnberger Mannschaftskollegen wieder und behielt – auch wenn ein herrlicher Distanzschuss von Reinhold Hintermaier an ihm vorbei in den Winkel sauste – letztlich mit 4:2 die Oberhand. Nach seiner Zeit bei den Bayern wirkte der Mann, der nach seinem Karriereende eine erfolgreiche Video- und Fernsehproduktionsfirma gründen sollte, in Nürnberg als Manager und Torwarttrainer von Andi Köpke. In der Saison 1986/87 streifte sich der Fast-40-Jährige für den Club sogar noch einmal die Handschuhe über.

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apö

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