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Saisonstart für Johanniser Ringer

Mit neuem Trainer und wieder viel Herzblut - 30.08.2012 20:56 Uhr

„Triberg und Hallbergmoos sind die Beiden, die wir hinter uns lassen müssen, wenn wir die Klasse halten wollen“, gab Schmitt als Devise aus. Erstmals in dieser Saison müssen die Fünft- und Sechstplatzierten der Bundesliga sogenannte Pre-play-offs austragen, die über den Klassenverbleib oder den Abstieg entscheiden. Genau das aber wollen die „Grizzlies“ vermeiden. Glaubt man Schmitt, stehen die Chancen nicht schlecht, allerdings unter der Voraussetzung „dass wir vom Verletzungspech verschont bleiben“.

Grund zum Optimismus gibt auch die Tatsache, dass die Johanniser zu dieser Saison einen neuen Trainer verpflichtet haben. Cornel Rusu heißt der Mann, kommt aus Rumänien und hat in seiner aktiven Zeit schon mächtig national und international Erfolge gesammelt. Rusu löst das bisher so erfolgreiche Gespann Bernhard Rieger/Andreas Buchhorn ab, das aus persönlichen Gründen in Nürnberg nicht mehr weitermachen wollte. Rieger ist zum SC Oberölsbach gewechselt und Buchhorn ist in Heilsbronn beruflich eingespannt.

Neben dem neuen Trainer können die „Grizzlies“ auch mit Georgi Sredkov aus Bulgarien einen Zugang vermelden, der die Mannschaft spürbar verstärken kann. Der Mann vom Balkan, amtierender Meister seines Geburtslandes, kämpft in der Klasse bis 96 Kilogramm Freistil und ist für die Johanniser enorm wichtig, da gerade in den höheren Gewichtsklassen – übrigens nicht nur in Nürnberg – immer großer Bedarf besteht.

Verlassen hat den Verein bekanntlich Tim Schleicher, der zum KSV Aalen gewechselt ist, bei Einzelmeisterschaften aber aufgrund einer speziellen Regelung des Deutschen Ringerbundes weiterhin für Johannis 07 antreten darf. Außerdem ging Andreas Horvath zum AV Reilingen, ansonsten sind die bekannten Matten-Athleten geblieben.

Da das alte Trainergespann die Mannschaft in der Vorbereitung nicht mehr betreuen konnte, verlief diese laut Udo Schmitt „extrem schwierig“. Außerdem sind einige Akteure noch angeschlagen, darunter Christoph Pscherer, der weiter an einer Verletzung laboriert und dessen Einsatz gegen Triberg noch offen ist.

Allerdings wissen die „Grizzlies“ auch, dass sie bereits im Auftaktkampf 100 Prozent geben müssen. Denn mit den weiteren Konkurrenten Germania Weingarten (amtierender Deutscher Mannschaftsmeister), den Schmitt als den „FC Bayern des Ringkampfsports“ bezeichnet, dem KSV Aalen oder Wacker Burghausen werden sich die Nürnberger wohl sehr schwer tun. Siege gegen diese Teams, die in allen Gewichtsklassen top-besetzt sind, können im Normalfall nicht erwartet werden.

Die Situation ist für Johannis 07 also durchaus wieder vergleichbar mit der in den letzten Jahren. Und da haben sie ja den Klassenerhalt in der Bundesliga stets geschafft. Mit 100 Prozent Einsatz, mit Herzblut für den eigenen Verein und mit so mancher Überraschung gegen höher eingeschätzte Gegner. Aber, wie Udo Schmitt, früher selbst aktiver und erfolgreicher Ringer bei Johannis, sagt: „Wenn alles zusammenpasst und alle zusammenhalten, können wir es schaffen.“ Es spricht zunächst einmal nichts dagegen.

Heimkämpfe von Johannis: SV Triberg (1.9., 19.30), ASV Nendingen (15.9., 19.30), TuS Adelhausen (29.9., 19.30), SV Hallbergmoos (6.10., 19.30), KSV Aalen (20.10., 19.30), Wacker Burghausen (3.11., 19.30), SV Weingarten (17.11., 19.30).

2. Liga Nord: SV Johannis II – RSV Rotation Greiz (Sa., 17.30). 

Thomas Siermann

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