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Schöne Bescherung auch in Johannis

Nicht nur beim Club geht einer von Bord - 23.12.2012 17:24 Uhr

Udo Schmitt


Dabei war Schmitt erst im Sommer für den bisherigen Abteilungsleiter Guido Fischer – der frühere Funktionär des SC 04 musste, wie es hieß, aus beruflichen Gründen kürzertreten – wieder in die Johanniser Führungsriege zurückgeholt worden. Doch was war geschehen?

Offenbar gab und gibt es unterschiedliche Meinungen zwischen Udo Schmitt und dem Förderverein, wie das Konzept für die Zukunft aussehen soll. Dass der Gesamtverein finanziell nicht auf Rosen gebettet ist (um es vorsichtig zu formulieren), ist seit längerem bekannt. Der Abstieg der ersten Ringerstaffel aus der ersten Bundesliga (in der sie heuer nur zwei Punkte holen konnte) ist, neben großem Verletzungspech, vor allem unter diesem Aspekt zu sehen, teure Stars und teure Einkäufe wollte und konnte sich die Abteilung unter Schmitts Führung nicht mehr leisten.

Offenbar kam es dann nach dem letzten Saisonkampf der zweiten Mannschaft gegen den KAV Mansfeld (17:19) zu dem Zerwürfnis. Eigentlich sollte eine friedliche Jahresabschlussfeier in der Halle am Zeisigweg folgen, stattdessen gab Schmitt dann am Sonntagmittag seinen Rücktritt bekannt. „Der Förderverein hat mir mitgeteilt, dass er mit meiner Person Probleme hat“, sagte der frühere SV-Ringer und stellte „zum Wohl der Ringer und der Ringerabteilung mein von der Ringerabteilung gewähltes Amt wieder zur Verfügung“.

Die Gespräche, welche Ringer in Johannis gehalten werden (können), müssen jetzt also andere führen. Ob unter diesen Umständen Schmitts Sohn Fabian seinem alten Verein treu bleibt? Junge, deutsche Ringer sind bei der Konkurrenz begehrt, zu ihnen zählt natürlich auch Deniz Menekse. Der Neuzugang, der vor der Saison vom SC 04 kam, sagte am Samstagabend: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele Kämpfe gewinnen kann. Ich bin sehr zufrieden.“ Er sagte aber auch auf die Frage, ob er in Johannis bleiben werde: „Das wird erst nach Weihnachten entschieden. Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.“

Zuvor hatte die junge Staffel um Menekse, Fabian Appel, Marcel Sandeck und Tim Stadelmann dem frischgebackenen Erstligaaufsteiger aus Mansfeld noch einen beherzten Kampf geliefert. Den meisten Beifall aber bekam Marco Greifelt, der nach 211 Kämpfen für Johannis (143 Siege) seine Laufbahn beendet. Geehrt wurden auch alle 19 Johanniser DM-Teilnehmer sowie der langjährige Trainer Bernhard Rieger.

Kampfverlauf, bis 55kg (gr.): Sandeck (J) 3:1-PS (1:1, 3:0, 2:0, 4:2) über Schulze (M) – Stand: 3:1; bis 120kg (Fr.): Appel (J) 4:0-TüPS (4:0, 5:0, 4:0) über Kolbe (M) – Stand: 7:1; bis 60kg (Fr.): Berg (M) 3:2-PS (0:3, 0:3, 1:0, 2:1, 2:0) über Tim Stadelmann (J) – Stand: 9:4; bis 96kg (gr.): Fuchs (M) 3:2-PS (1:0, 0:4, 1:0, 0:1, 2:0) über E. Celik (J) – Stand: 11:7; bis 66kgA (gr.): Menekse (J) 3:1-PS (0:1, 1:0, 3:0, 1:0) über Brömme (M) – Stand: 14:8; bis 84kgB (Fr.): Pickut (M) 3:0-PS (1:0, 1:0, 1:0) über F. Besold (J) – Stand: 14:11; bis 66kg B (Fr.): Bliefner (M) 3:0-PS (1:0, 1:0, 3:0) über Tobias Stadelmann (J) – Stand: 14:14; bis 84kgA (gr.): Bering (M) 1:0-PS ohne technische Wertung (0:1, 1:0, 1:0, 1:0) über Pöhlmann (J) – Stand: 14:15; bis 74kgA (gr.): Klopf (J) 3:0-PS (1:0, 4:0, 3:0) über Levermann (M) – Stand: 17:15; bis 74kgB (Fr.): Rau (M) SS nach 6:08 Min. (6:0, 6:0, 7:0) über Fochtler (J) – Endstand: 17:19 – Kampfrichter: Stüber (KSV Ketsch) / Zuschauer: 286. 

Hermann Hempel

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