Mittwoch, 17.10.2018

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Sepsi und Stefaniak spendieren den Testspiel-Sieg

2:1! Club setzt sich in Kelheim gegen die Österreicher aus Ried durch - 23.03.2018 20:57 Uhr

Sepsi? Ja! Nürnbergs äußerst selten eingesetzter Außenverteidiger stellte gegen Ried auf 1:0. © Sportfoto Zink / DaMa


Wie man sich in Länderspielpausen sammelt, neu ausrichtet und erfolgreich aus ihnen zurückkehrt, wissen sie beim FCN aus dem Vorjahr. Auf das 1:3 in Aue folgte für einen hernach wieder deutlich frischeren und spielerisch verbesserten Club bald schon das 6:1 in Duisburg. Nach dem 1:2 gegen Bielefeld und der entsprechenden Pause, welche der FCN ebenfalls für Testspielzwecke nutzte, war unmittelbar das 4:3 in Darmstadt zu notieren.

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Es geht doch, Club! Stefaniak richtet's gegen Ried

Im Liga-Betrieb wartet der 1. FC Nürnberg seit vier Spielen auf einen Sieg. In Kelheim - im Schatten der Befreiungshalle - ging es für den Zweitliga-Zweiten nicht darum, einen Befreiungsschlag zu landen. Schließlich war das dort ausgetragene Match nur ein Test. Gut angefühlt dürfte sich das 2:1 gegen die SV Ried dennoch haben.


In dieser Lesart durfte man auch Michael Köllner, den eh meist optimistischen Club-Coach, verstehen. Nach der erneuten, diesmal nur mit einem Punkt bewerteten Auseinandersetzung mit den Lilien sprach dieser davon, dass man die Auszeit vom Liga-Betrieb "gut gebrauchen" könne. Und dafür nutzen werde, um "im Schlussspurt das ein oder andere Quäntchen zu erzwingen".

Mit dem Quäntchen-Glück-Erzwingen hatte sich der Köllner-Club zuletzt schwer getan. Trotz enormem Engagement war die ansprechende Leistung des Aufstiegsanwärters gegen Darmstadt nur in ein 1:1 gemündet - und somit in das vierte sieglose Spiel in Serie. In Kelheim, nahe des Donaudurchbruchs also, wollte der FCN am Freitag an seiner offensiven Durchschlagskraft arbeiten. Verabredet hatte man sich dazu mit der SV Ried, einem österreichischen Zweitligisten.

Beim Kräftemessen mit dem Vierten aus dem benachbarten Unterhaus fehlten neben den geschonten Hanno Behrens und Geburtstagskind Ewerton Nürnbergs Juniorennationalspieler Löwen, Mühl und Garcia. Die beiden Erstgenannten hatten am Vortag mit starken Leistungen aufgewartet. Mühl als Kapitän der U20 und Löwen beim 3:0 für Deutschlands U21 sogar mit einem Tor. In Noch-Abwesenheit von Mikael Ishak - Nürnbergs schmerzhaft vermisster Goalgetter wird nach der Länderspielpause in Dresden wohl wieder ein- und angreifen - beorderte Michael Köllner in Kelheim vor allem Spieler auf den Rasen, die zuletzt selten oder gar nicht Einsatzzeit bekommen hatten. 

Rhein empfielt sich 

Mit Thorsten Kirschbaum war ein solcher Spieler nach Anpfiff prompt gefordert: Der Club-Keeper parierte gegen Philipp Prosenik per Fußabwehr - und gab mit dieser gelungenen Arbeitsprobe vielleicht die Initialzündung dafür, dass die Köllner-Crew gegen den Verein aus dem Innviertel nun selbst die Initiative ergriff. Hatte Adam Zrelak nach einer Brecko-Hereingabe und guter Ballbehauptung das Tor der Österreicher noch knapp verfehlt (10.), stellte Laszlo Sepsi drei Minuten später folgerichtig auf 1:0! Vom jungen Simon Rhein exzellent in Szene gesetzt, übernahm Nürnbergs rumänischer Dauerreservist die Endwertung.

Im Anschluss kontrollierte der Club das Geschehen und schob neben weiterhin ordentlichen Offensivansätzen vor der Pause das 2:0 hinterher: Rhein und Lucas Hufnagel trieben das Spielgerät bei einem Konter stark nach vorne, Stefaniak platzierte die Kugel im rechten Knick (37.) und bewerkstelligte so eine verdiente Zwei-Tore-Führung.

Ausgerechnet Wießmeier 

Der Club-Kontrahent an diesem Abend wollte sich mit diesem Zwischenstand freilich nicht abfinden, kam wütend aus der Kabine und markierte durch Julian Wießmeier den Anschlusstreffer. Der gebürtige Nürnberger, der sich bis 2015 rund zehn Jahre für den FCN betätigt und 2011 bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Hannover prompt eingenetzt hatte, stellte durch seinen Kopfball auf 1:2.

Aus dem Konzept brachte der Treffer den Club jedoch nicht. Das Köllner-Team legte nu wieder selbst vermehrt den Vorwärtsgang ein. Salli scheiterte in der 55. Minute am Ösi-Keeper, kurz darauf kratzte ein Ried-Akteur den Ball von der Linie. In der Schlussphase drängte die Wießmeier-Truppe nochmals auf den Ausgleich, den ihr ein aufmerksam verteidigender FCN jedoch vorenthielt. Die Erkenntnis?

"Ein guter Test" 

"Die erste Halbzeit haben wir gut gespielt, in der zweiten haben wir taktisch etwas probiert. Der Gegner war hoch engagiert. Alles in allem war es ein guter Test", sollte Michael Köllner nach Anpfiff erklären. Vom Ergebnis und weiten spielerischen Teilen her, hatte seine Mannschaft in der Tat eine Vorlage geliefert, wie man auch nach der Länderspielpause gewinnt. 

1. FC Nürnberg - SV Ried 2:1 (2:0)

FCN: Kirschbaum, Brecko (71. Valentini), Hofmann, Jäger, Sepsi (71. Leibold), Fuchs (71. Werner), Rhein (46. Erras), Salli, Stefaniak (71. Palacios), Hufnagel (71. Margreitter), Zrelak (71. Möhwald) Tore: 1:0 Sepsi (12.), 2:0 Stefaniak (37.), 2:1 Wießmeier (49.) Zuschauer: 300 

apö

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