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Skeleton-Weltcup: Freud und Leid auf Platz zwei

Thees enttäuscht: „Rudman hat verdient gewonnen“ - 10.02. 11:12 Uhr

München/Calgary  - Ungetrübte Freude bei Frank Rommel, bitterer Beigeschmack bei Marion Thees: Beim Weltcupfinale der Skeletonis im kanadischen Calgary haben sich die beiden Deutschen eine Woche vor der WM in Lake Placid im Gesamtweltcup jeweils den zweiten Platz gesichert.


Doch während Rommel den Erfolg hinter dem überragenden Letten Martins Dukurs feierte wie einen Sieg, verließ Thees die Olympiabahn von 1988 zerknirscht. Durch den zehnten Rang im letzten Saisonrennen musste die Weltmeisterin ihren Sieg in allerletzter Sekunde an die Britin Shelley Rudman abgeben.

Die erste Enttäuschung hatte die 27-Jährige schon verdaut, als Widersacherin Rudman als Drittplatzierte vom Skeleton stieg. Thees lächelte und gratulierte artig: „Ich wusste, dass es schwer wird, und bin volles Risiko gegangen. Das hat sich nicht ausgezahlt - Shelley hat verdient gewonnen“, sagte sie. Nach einer holprigen ersten Fahrt konnte sie auch im zweiten Durchgang keine Zeit gut machen. „Marion war am Start zu langsam, dann kamen auch noch Fahrfehler dazu“, sagte Cheftrainer Jens Müller. Trübsal blasen wollte er aber nicht.

„Mit der Saison können wir zufrieden sein“

„Ich denke, wir können mit den Resultaten dieser Weltcup-Saison schon zufrieden sein“, sagte Müller. Bei der Generalprobe vor der WM in Lake Placid (13. bis 26. Februar) hatten seine Athleten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag immerhin die Podestplätze elf und zwölf eingefahren. Anja Huber kam mit den durchwachsenen Bedingungen auf der unebenen Bahn am besten zurecht und musste sich nur Elizabeth Yarnold (Großbritannien) geschlagen geben

„Daran kann ich mich gewöhnen, vor allem kurz vor der WM. Jetzt wird's heiß“, sagte die Olympia-Dritte. Auch im Gesamtweltcup verbesserte sich Huber durch ihren zweiten Podestplatz der laufenden Saison auf den dritten Rang. Katharina Heinz wurde 13.

Bei den Herren unterstrich Rommel ein ums andere Mal seine WM-Form. Durch den dritten Platz hinter dem überragenden Gesamtweltcup- und siebenmaligen Saison-Sieger Dukurs und Alexander Tretiakow aus Russland verteidigte der WM-Dritte auch im Gesamtklassement den zweiten Rang. „Franks Resultate können sich sehen lassen, auch mit Blick auf die WM“, sagte Müller.

Rommel war vor vier Wochen am Königssee immerhin der einzige, der Dukurs' Dominanz in diesem Winter durchbrechen konnte. Junioren-Weltmeister Alexander Kröckel und Alexander Gassner sorgten als Achter und Zehnter für ein versöhnliches deutsches Endergebnis: Alle sechs Athleten beendeten die Saison im Gesamtweltcup unter den besten Sechs. 



Hanna Schmalenbach (dapd)

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