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Sobiech schockt den Club in der 89. Minute

0:1-Niederlage beim FC St. Pauli - FCN seit sieben Spielen ohne Sieg - 17.04.2015 21:14 Uhr

Sobiech köpfte den FC St. Pauli ins Glück.

Sobiech köpfte den FC St. Pauli ins Glück. © Sportfoto Zink / DaMa


Der 1. FC Nürnberg schippert von Niederlage zu Niederlage. Nach dem unglücklichen 0:1 beim FC St. Pauli herrscht am Valznerweiher weiter rauer Seegang. Dabei hatte Trainer René Weiler vorher mit allen Mitteln versucht, das Ruder herumzureißen, um den FCN in ruhigere Gefilde zu manövrieren. Sylvestr musste auf der Bank Platz nehmen, stattdessen stand Mlapa neben Burgstaller als zweiter Stürmer in der Startformation. Zudem rückte Mössmer ins Aufgebot, da sich Kapitän Polak beim Aufwärmen verletzt hatte.

Mit dem ungewohnten 4-4-2-System sollte also alles besser werden. Und es sah zunächst auch danach aus. Zu Beginn der Partie war der Club die dominierende Mannschaft, überrannte den abstiegsbedrohten Kultverein aus Hamburg förmlich und erspielte sich ein ums andere Mal gute Möglichkeiten. Das Problem war wie so oft in letzter Zeit: Der Abschluss.

Erst war es Geburtstagskind Kerk, der in der vierten Minute eine scharfe Hereingabe von Pinola nicht verwerten konnte. Zehn Minuten später setzte Burgstaller einen Flachschuss knapp rechts am Tor vorbei (15.).

Das Tempo kontrollierte die Mannschaft von René Weiler bis zur 25. Minute, die Flügelflitzer Kerk und Schöpf versuchten immer wieder, in Mlapa und Burgstaller ihre Abnehmer zu finden und setzten sich wiederholt gegenseitig in Szene.

So wie in der 20. Minute, als der stark aufspielende Schöpf ein Flanke von Kerk nicht verarbeiten konnte. Dann der erste Warnschuss der Kiez-Kicker: Pauli-Angreifer Verhoek stand plötzlich wie aus dem Nichts frei vor FCN-Torwart Schäfer (28.). Doch der 36-jährige Keeper klärte abgeklärt und bewahrte den Club vor dem Rückstand.

Das Spiel verflachte zum Ende der ersten Halbzeit hin, beide Mannschaften leisteten sich zu viele Unkonzentriertheiten. Eine Phase, in der der Club hätte zuschlagen müssen. Mlapa hatte zwei Minuten vor dem Pausenpfiff die Riesenchance, tanzte drei Gegenspieler aus und scheiterte dann am hervorragend parierenden Pauli-Keeper Himmelmann. Das 0:0 zur Pause war nicht wirklich zufriedenstellend.

Schöpf vergibt

Entsprechend druckvoll kam der Club aus der Kabine, hatte nach wenigen Sekunden durch Schöpf das 1:0 auf dem Fuß. Doch der feine Techniker traf nur den Außenpfosten. Es folgten Chancen im Minutentakt, das Problem der mangelnden Chancenverwertung bekamen die Franken aber nicht in den Griff. Nach 66. Minuten spielte auch der abstiegsbedrohte FC St. Pauli wieder mit und holte die erste Ecke der Partie heraus. Was zu diesem Zeitpunkt keiner wissen konnte: Ein Eckball sollte später das Spiel entscheiden.

Doch auch 20 Minuten vor Ende war der Club weiter am Drücker, hatte Großchancen durch Blum (70.;82.) und Burgstaller (74.), musste jedoch weiter auf einen Treffer warten. Die Schlussphase war ähnlich zerfahren wie die Minuten vor der Halbzeitpause und es kam, wie es kommen musste: In der 89. Minute verursachte Pinola einen Eckball, Daube zirkelte den Ball in die Mitte des Strafraums und der Ex-Fürther Sobiech flog unbedrängt zum Kopfball ein. Keine Chance für Schäfer, der mit ansehen musste, wie das Leder über den rechten Pfosten im Gehäuse einschlug.

Auch wenn Schiedsrichter Manuel Gräfe noch drei Minuten Nachspielzeit obendrauf gab, wirkte der Club wie gelähmt und musste somit das siebte Spiel in Folge ohne einen Sieg verzeichnen. 

1. FC Nürnberg: Schäfer - Celustka, Petrak , Hovland , Pinola - Mössmer (85. Bulthuis), Stark - Schöpf , Kerk (75. Sylvestr) - Burgstaller, Mlapa (68. Blum)

FC St. Pauli: Himmelmann - Kalla, Sobiech, Gonther, Schachten (67. Thy) - Koch, Daube - Sobota (77. Cooper), Buballa - Choi - Verhoek (85. Nöthe)

Tore: Sobiech (89.) | Gelbe Karten: Burgstaller (32.), Mössmer (75.) / Daube (72.) Rote Karte: - , Gelb-Rote Karte: - | Schiedsrichter: Gräfe (Berlin) | Zuschauer: 23.854 

vah

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