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Spitze, Ice Tigers! Pföderl bezwingt Bremerhaven

5:4! Nürnberg Kufencracks grüßen im DEL-Ranking wieder von ganz oben - 03.10.2017 19:02 Uhr

Drin! Leo Pföderl feiert seinen Siegtreffer zum 5:4 kurz vor Spielschluss. © Roland Fengler


Die Eishockey-Städte Nürnberg und Bremerhaven teilten bislang wenige gemeinsame Erinnerungen. Reinhold Altmann, Frank Krüger und Holger Rydzy wechselten einst vom RSC Bremerhaven zum EHC 80. Seitdem sind aber auch schon wieder 34 Jahre vergangen. Seit der vergangenen Saison treffen sich ihre Mannschaften wieder regelmäßig zum Spielen. Für die Thomas Sabo Ice Tigers war das in der vorigen Spielzeit nicht immer ein Vergnügen. Am Tag der deutschen Einheit 2017 war das trotz eines Sieges nicht anders.

Beim 5:4 (3:1, 1:3, 2:1) führten die sogenannten Fischtown Pinguins ihren größten Trick eindrucksvoll vor: Im denkbar einseitigen ersten Drittel und zuweilen auch danach noch hatten die Gäste große Schwierigkeiten, den Puck über die blaue Linie zu tragen. Über die eigene blaue Linie wohlgemerkt. Nach 40 Minuten und einem Bremerhavener Torhüterwechsel stand es trotzdem 3:3, nur 3:3, weil die Ice Tigers ihre technische Überlegenheit nicht in weitere Tore umsetzen konnten. Am Ende aber war es Leo Pföderl, der den Ice Tigers doch drei Punkte sicherte.

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Fetter Fang gegen Fischtown: Ice Tigers netzen sich zum Sieg

Die Fischtown Pinguins hatten Nürnbergs beste Eishockeyspieler in der vergangenen Saison schonmal auf dem falschen Schlittschuh erwischt. Dass die Thomas Sabo Ice Tigers in einem lange einseitigen, aber dennoch engem Match diesmal die Oberhand behielten und nun von Platz eins des DEL-Klassements grüßen, hatten sie besonders den Abschlussqualitäten von Leo Pföderl zu verdanken.


Die Ice Tigers überrannten die Pinguins vom ersten Bully weg. Frühe Tore waren die logische Konsequenz: Philippe Dupuis rutschte die Scheibe vors Tor, Dane Fox bedankte sich mit einem präzisen Schuss ins Kreuzeck – 1:0 (5. Minute). 13 Sekunden später nutzte Taylor Aronson die zweite Nachschusschance zum 2:0. Der auffällige Leo Pföderl traf noch mit der Rückhand (13.). Dass Jordan Owens die Pinguins zwischendurch heranbrachte, galt da noch als Betriebsunfall (12.). Thomas Popiesch wechselte nach Pföderls Treffer den Torhüter. Zunächst änderte das nur wenig: Statt Jaroslav Hübl stand nun Tomas Pöpperle im Mittelpunkt.

Der ehemalige Berliner Meistertorhüter aber gab seiner Mannschaft Sicherheit und nach einem wunderschönen, aber ineffizienten Power-Play der Ice Tigers verlagerte sich das Geschehen kurzzeitig ins Nürnberger Drittel – den Gästen reichte das, um den Spielstand auszugleichen. Chad Nehring (31.) und Cory Quirk (34.) arbeiteten den Puck an Andreas Jenike vorbei.

Im Schlussdrittel begegneten sich die Teams erstmals auf Augenhöhe, wenngleich auf niedrigem Niveau. Philippe Dupuis' Solo zum 4:3 war ein Schmankerl (41.), ebenso Jan Urbas' prompter Ausgleich (43.). Mit dem 4:4 hatten die Ice Tigers ihre Souveränität augenscheinlich eingebüßt. Es brauchte einen Spieler, der seine Verkrampftheit rechtzeitig abgelegt hatte. Beim 3:0 gegen Schwenningen hatte Leo Pföderl erstmals in dieser Saison getroffen, beim 2:3 in Ingolstadt legte er am Sonntag nach und am Dienstag erzielte er Tor Nummer vier in der dritten Partie genau zum richtigen Zeitpunkt.

Bis nach Bremerhaven hatte sich das Ende von Pföderls Torschusskrise noch nicht herumgesprochen. Die Pinguins ließen ihn alleine vor dem Tor stehen, Handgelenkschuss – 5:4 (57.). Trotzdem wurde es vor Jenike noch einmal turbulent – noch einmal aber konnte Bremerhaven den Nürnberger Torhüter nicht mehr überraschen.  

Sebastian Böhm E-Mail

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