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Furioses Kleeblatt überrollt den SC Paderborn

5:1-Sieg im Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga - Fürth über Nacht Tabellenführer - 12.02. 15:22 Uhr

Fürth  - Die SpVgg Greuther Fürth ist zurück an der Spitze der 2. Fußball-Bundesliga - wenn auch nur für 24 Stunden. Mit einem sogar in dieser Höhe völlig verdienten 5:1-Erfolg im Spitzenspiel gegen den SC Paderborn zeigte die Büskens-Elf dem direkten Konkurrenten um den Aufstieg deutlich die Grenzen auf. Nach frühem Rückstand drehte das Kleeblatt furios auf und hatte im Startelf-Debütanten Gerald Asamoah einen treffsicheren Stürmer in seinen Reihen.


Traf in seinem ersten Spiel von Beginn an für Fürth doppelt: Gerald Asamoah.
Traf in seinem ersten Spiel von Beginn an für Fürth doppelt: Gerald Asamoah.
Foto: Zink
Traf in seinem ersten Spiel von Beginn an für Fürth doppelt: Gerald Asamoah.
Traf in seinem ersten Spiel von Beginn an für Fürth doppelt: Gerald Asamoah.
Foto: Zink

Ohne den gelbgesperrten Nehrig und die verletzten Nöthe, Onuegbu und Tyrala, dafür erstmals von Beginn an mit Gerald Asamoah gelang Mike Büskens der vorübergehende Sprung an die Tabellenspitze.

Die Begegnung begann mit einem Paukenschlag. Eine eigentlich harmlose Freistoßflanke von der linken Seite wurde für Fürths Keeper Grün zum unlösbaren Problem. Der Schlussmann konnte den Ball nicht festhalten und servierte Proschwitz das Spielgerät auf dem Silbertablett. Der sagte "Danke" und staubte aus kürzester Distanz zur Gästeführung ab (5.).

Doch das Kleeblatt ließ sich nicht schocken. Nach Sararers Hereingabe drückte Asamoah das Leder keine zwei Minuten später zum Ausgleich über die Linie (7.), ehe die Spielvereinigung ihrerseits in Front ging. Diesmal zeigte sich die Paderborner Hintermannschaft nach einer Standardsituation indisponiert. Sararer zog ab und hatte Glück, dass Mohr den Ball unhaltbar ins eigene Tor abfälschte - 2:1 (11.).

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Einmal mehr machten die Fürther ihre Ambitionen auf einen Aufstiegsplatz deutlich. Mit 5:1 setzten sich das Kleeblatt vor heimischem Publikum gegen Paderborn durch.

In der Folge nahmen beide Teams etwas den Fuß vom Gas. Die Spielvereinigung kontrollierte das Geschehen, ließ Ball und Gegner laufen. Vom defensiv fortan ordentlich aufgestellten SCP kam im Spiel nach vorne wenig. Echte Torchancen konnte sich aber auch das Kleeblatt zunächst nicht mehr erarbeiten.

Erst kurz vor der Pause - Paderborn wurde gerade etwas mutiger - schlug Fürth ein drittes Mal zu. Occean spielte Mohr links im Fünfmeterraum schwindelig, ehe er Asamoah mustergültig bediente. Aus einem Meter Torentfernung musste der Ex-Nationalspieler nur noch den Fuß hinhalten, um den 3:1-Halbzeitstand herzustellen (45.).

Fürth blieb auch nach dem Seitenwechsel hungrig. Occean vergab zwar zunächst die Chance zum 4:1 (46.), eine Minute später durfte dann aber auch der Kanadier einen eigenen Treffer bejubeln. Von Sararer herrlich bedient, hatte der Angreifer keine Mühe, aus zwölf Metern die Vorentscheidung zu besorgen (47.).

War die Partie bis hierhin einseitig, wurde das Match spätestens jetzt zu einer Demonstration Fürther Überlegenheit. Paderborn war nicht im Stande, ernsthafte Gegenwehr zu leisten und konnte sich phasenweise kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien. Asamoah verpasste aus aussichtsreicher Position seinen dritten Treffer (56.), bevor Mavraj die auf Kruses Parade folgende Ecke von Prib zum 5:1 in die Maschen nickte (57.).

Mehr als eine halbe Stunde vor dem Ende war die Partie längst entsachieden. Die Büskens-Elf spielte weiter munter nach vorne, verschonte aber die überforderten Gäste und machte das halbe Dutzend nicht mehr voll. Occean vergab die dickste Gelegenheit zum 6:1 (73.), als er das Leder freistehend aus elf Metern über das Gäste-Gehäuse drosch.

Mit dem Sieg schob sich das Kleeblatt zumindest über Nacht wieder an die Spitze der 2. Liga. Abhängig vom Ausgang des Topspiels am Montagabend zieht allerdings entweder Düsseldorf oder die Frankfurter Eintracht wieder an Fürth vorbei, das somit am kommenden Sonntag als Tabellenzweiter zum Derby nach Ingolstadt reist.  



Bastian Eberle

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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Im Jahr 1994 gelang die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga, 1996 trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt. Zurzeit ist die SpVgg Greuther Fürth durch die ununterbrochene Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga seit 1997 der "dienstälteste" Zweitligist. Im Volksmund wird der Verein auch als "Kleeblatt" bezeichnet.