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Der Sohn von Playmobil-Chef Horst Brandstätter beansprucht die Namensrechte für sich, wie er am Montag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth sagte. Der Verein verwies dagegen auf einen vor rund zwei Jahren ausgelaufenen Sponsoringvertrag.
Da mittlerweile der Süßwarenproduzent Trolli den Verein sponsert, heißt das Stadion nun Trolli-Arena. Bislang gibt es in Deutschland kein Grundsatzurteil, das die Namensrechte eines Stadions klar regelt. Bis Ende September haben die Parteien nun Zeit, sich zu einigen. Ansonsten soll am 18. Oktober ein Urteil gesprochen werden.
„Ich bin der Eigentümer des Grundstücks auf dem das Stadion steht, ich habe daher auch die Rechte an der Namensvergabe“, begründete Conny Brandstätter seine Klage. Bis vor rund zwei Jahren hieß die Spielstätte Playmobil-Stadion, dann wurde sie in Trolli-Arena umbenannt – nach dem Namen einer Fruchtgummi-Sorte des neuen Hauptsponsors. Conny Brandstätter fordert Schadenersatz und will künftig beim Namen des Stadions mitreden.
Im Fall von Greuther Fürth ist die Ausgangslage allerdings knifflig. So hat Playmobil-Chef Horst Brandstätter das Grundstück ursprünglich an die Stadt Fürth verpachtet. Die Kommune hat das Areal danach an die Spielvereinigung weiter verpachtet. Dem nicht genug: Der Playmobil-Chef hat das Grundstück zunächst halb und später ganz an seinen Sohn Conny überschrieben.
Conny Brandstätter zufolge darf auch beim Fürther Erzrivalen 1. FC Nürnberg der Grundstückseigentümer über den Stadionnamen entscheiden und nicht der Pächter. „Und viele Fachanwälte teilen meine Meinung“, fügte er hinzu. Eine eindeutige Rechtsprechung gibt es hierzu noch nicht. Weder der Vorsitzende Richter Rolf von Kleist noch die Anwälte von Verteidigung und Klägerseite konnten ein Grundsatzurteil finden. „Dann müssen wir eben eines erstreiten“, meinte Conny Brandstätter.
Für Greuther-Anwalt Horst Kletke ist der Fall dagegen klar: „Bei einer vermieteten Wohnung kann der Eigentümer auch nicht bestimmen, welcher Name an der Haustür steht“, argumentierte er. Außerdem sei der Sponsor-Vertrag, wonach das Stadion den Namen des Spielzeugherstellers Playmobil tragen müsse, vor zwei Jahren ausgelaufen. Brandstätter habe kein Interesse an einer Verlängerung gehabt, sagte Kletke.
Um ein langwieriges Verfahren zu vermeiden, regte Richter von Kleist an, beide Parteien sollten aufeinander zugehen. „Vielleicht ist es sogar ratsam, die Brücken nicht ganz einzureißen, möglicherweise brauchen sich beide Seiten wieder einmal“, spielte von Kleist auf das einstige finanzielle Engagement Horst Brandstätters bei der Spielvereinigung an.
Zugleich schmälerte er die Aussichten auf eine allzuhohe Schadenersatzsumme. Ausgangslage für einen Vergleich dürfe nicht allein die heutige Zeit sein, in der Fürth in der ersten Liga spielt, sagte von Kleist. Zum Zeitpunkt der Pachtverträge im Jahr 1996 sei der Verein beispielsweise davon weit entfernt gewesen.

Di. 21.05.13
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Mo. 20.05.13
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Mi. 22.05.13
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