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Südgipfel jetzt: Bambergs Serientäter reisen nach München

Gelingt erfolgsverwöhnten Oberfranken der siebte Streich? - 18.03.2017 10:07 Uhr

Daniel Theis, weiß wie man die Bayern schlägt. Ableiten will Bambergs Vorzeigeathlet aus diesen Erfahrungen für den Sonntag aber nichts.

Daniel Theis, weiß wie man die Bayern schlägt. Ableiten will Bambergs Vorzeigeathlet aus diesen Erfahrungen für den Sonntag aber nichts. © Sportfoto Zink / HMI


Nachdem das erste Duell (Hinspiel) in Bamberg stattfand und das zweite (Pokalfinale) in Berlin über die Bühne ging, ist jetzt der Audi-Dome in der bayerischen Landeshauptstadt Austragungsort dieses Basketball-Klassikers.

Während sich die Fans beider Lager aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs der Teams auf ein echtes Spektakel freuen dürfen, geht es sportlich für die zwei Top-Mannschaften aus Bayern um einiges: Auf der einen Seite stehen die Oberbayern, die nicht nur das unglücklich verloren gegangene Pokalfinale (74:71 für Bamberg) wettmachen wollen, sondern vielmehr auf Revanche für das Hinspiel-Debakel (90:59 für die Oberfranken) brennen dürften.

"Man kann die Spiele nicht miteinander vergleichen"

Zu all dem kommt noch, dass Bamberg die letzten sechs Partien für sich entscheiden konnte. Bayern hat sich als Mannschaft gefunden "Wir haben bisher zweimal gegen sie gespielt. Man kann die Spiele aber nicht miteinander vergleichen. Im Hinspiel stand eine Münchner Mannschaft auf dem Parkett, die sich noch finden musste. Das hat sie mittlerweile. Das Pokalfinale ist ein Do-or-Die-Spiel, das hat eine ganz andere Intensität", weiß Bambergs Nationalspieler Daniel Theis, dass die beiden bisherigen Erfolge am Sonntag keine Rolle spielen.

Dass sich die Bayern, wie von Theis erwähnt, inzwischen als Mannschaft gefunden haben, zeigt auch ein Blick in die Statistik. Das Team von Trainer Sasa Djordjevic präsentiert sich extrem ausgeglichen. Mit Maxi Kleber an der Spitze haben die Münchener gleich acht Spieler, die regelmäßig zwischen acht und zehn Punkte auflegen. Kleber, der mit 10,4 Punkten als einziger FCB-Spieler im Schnitt zweistellig punktet, ist zudem noch Toprebounder und bester Shotblocker seiner Farben.

Joyce ist wieder da!

Trotz dieser Ausgeglichenheit im Kader verlief die Saison für München bislang alles andere als nach Plan. Neben dem verpassten Pokalsieg steht auch das Viertelfinal-Aus im Eurocup gegen Unicaja Malaga - und das obwohl der FCBB in der "best of three"-Serie Heimrecht genoss. Um zumindest in Sachen Meisterschaft noch einmal verstärkt angreifen zu können, haben die Verantwortlichen der Oberbayern jüngst noch einmal nachgebessert und US-Aufbauspieler Dru Joyce zurück in die BBL geholt.

Joyce, der bereits für Trier, Braunschweig, Oldenburg und Würzburg aktiv war, liegt in der ewigen Assists-Statistik mit 1457 Zuspielen auf Rang zwei (6,8 ApS) und wurde erst Ende Februar vom ehemaligen Bamberger Jared Jordan vom Platz an der Vorlagensonne verwiesen.

Bamberg will derweil in Schlagdistanz zu Ulm bleiben Die Meisterschaft ist nach wie vor auch das erklärte Ziel der Oberfranken. Als Tabellenzweiter steht bei Bamberg weiterhin nur die eine Niederlage aus der Hinrunde gegen Ulm auf dem Konto. Will man den noch ungeschlagenen Tabellenführer aus Schwaben aus eigener Kraft noch abfangen und sich als Tabellenerster Heimrecht in allen Playoff-Runden sichern, ist die Mannschaft von Coach Andrea Trinchieri auch in Bayerns Landeshauptstadt zum Siegen verdammt.

Theis freut sich aufs Derby

Bereits eine Woche später kommt es dann in der Brose-Arena dann zum Aufeinandertreffen mit dem Ratiopharm-Team. Obwohl Brose noch am Donnerstagabend in der Euroleague im Einsatz war und zuhause gegen Fenerbahce Istanbul unterlag (78:83), freuen sich auch die Akteure auf den Südgipfel. "Es ist immer ein besonderes Spiel gegen München. Für die Fans wahrscheinlich sogar mehr als für uns. Die Rivalität ist immer da, es ist ein Derby. Es ist das Spiel zweier starker Mannschaften", so Daniel Theis, der beste Voraussetzungen für ein Basketballfest sieht. Dass Bamberg trotz Euroleague-Stress in der Lage ist, die Spitzenspiele der heimischen Liga für sich zu entscheiden, wurde zuletzt am vergangenen Wochenende beim deutlichen 83:62-Erfolg in Oldenburg deutlich. 

Benjamin Strüh

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