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Talent-Rochade im FCN-Gehäuse: Batz ist weg, Rakovsky im Anflug

Gelsenkirchener Torwart-Juwel gab dem Club bereits im Frühjahr sein Ja-Wort - 09.06.2011 19:05 Uhr

Towarttalent Daniel Batz (rechts) verlässt den 1. FC Nürnberg und wechselt zum Ligakonkurrenten FC Freibrug. © Zink


 

Leicht dürfte Daniel Batz der Abschied vom FCN nicht gefallen sein, der bei seinem letzten Auftritt mit Nürnbergs Zweivertretung offiziell vollzogen wurde. Lange Zeit galt der talentierte 20-Jährige vielen Beobachtern als Nachfolger von Raphael Schäfer (32), zumindest auf weite Sicht. Dann jedoch bremsten zwei Mittelfußbrüche die rasante Entwicklung des gebürtigen Erlangers. So konnte Batz erst in der Schlussphase der abgelaufenen Spielzeit wieder zwischen die Pfosten, um dort sein Können zu beweisen. Nach 15-monatiger Verletzungspause gelang ihm dies bei einem starken Comeback Ende März 2011 für das Regionalliga-Team indes eindrucksvoll. Einziger Wehmutstropfen: Trotz teilweise herausragender Paraden konnte auch Batz die 1:2-Heimpleite der Club-Youngster gegen Aufstiegsaspirant Stuttgarter Kickers nicht verhindern.

Wettbewerber im Kampf um die Nummer zwei gesucht

Bei seinem neuen Arbeitgeber hat Batz, der einst über den SC Adelsdorf und die SpVgg Greuther Fürth zum Club kam, nun eine spannende Herausforderung vor sich. Im Kampf um den Vertreter-Posten von Oliver Baumann (21) kann sich der begabte Franke durchaus Chancen ausrechnen. Der deutsche U 21-Schlussmann hatte seinerseits den letztlich nun unorthodox geschassten Franzosen Pouplin in der zurückliegenden Saison als Stammkeeper verdrängt.

Der Abgang von Batz zum Liga-Rivalen aus dem Breisgau könnte beim Club einen Transfer beschleunigen, der sich laut WAZ-Portal “Der Westen“ schon seit geraumer Zeit anbahnt. Dies gilt, zumal auch Timo Ochs, der zum TSV 1860 München zurückkehrt, im Wettstreit um die Nummer zwei nicht mehr als Konkurrent für Alexander Stephan zur Verfügung steht.

“Es ist die Frage, wann er da hin geht“ gab Uwe Scherr bereits Mitte April zu Protokoll. Mit “er“ meinte Schalkes Nachwuchsleiter: Patrick Rakovsky. Mit “da hin“: den 1. FC Nürnberg. Dieser hatte sich um die Dienste des 18-jährigen bemüht und vom Rückhalt der königblauen A-Junioren eine Zusage erhalten. Der Verdruss im Revier darüber, dass Deutschlands U 18-Nationalkeeper den Knappen offenbar abhandenkommt, war groß.

Von Magath vergessen - Vorbild Petr Cech

Der Auslöser für Rakovskys Entscheidung, seine Karriere anderswo voranzutreiben war angeblich, dass Felix Magath als damaliger Chef-Verantwortlicher den Nachwuchsmann bei vereinbarten Gesprächen zu dessen sportlicher Perspektive mehrfach versetzt haben soll, berichtet “Der Westen“. Die Konsequenz aus der Entscheidung, in Franken weiterzumachen, war dass der 18-Jährige bei S04 vorerst nicht mehr in den Kasten durfte.

Der spätestens wohl vor der übernächsten Saison anstehende Transfer des Junioren-Nationaltorwarts sorgt für Irritationen. Für ähnliche fast wie der bereits eingetütete von seinem Kollegen in der Profi-Mannschaft und A-Auswahl. Dennoch sind Verbindungslinien rein zufällig. Bereits in einem Interview als 14-Jähriger nannte Rakovsky, der sich bei den Prager Vereinen Dukla, Slavia und Sparta erste Sporen erwarb, als großes Vorbild nicht Manuel Neuer, sondern den tschechischen Weltklasse-Keeper Petr Cech. 

ANDREAS PÖLLINGER

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