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"Talente bei der Stange halten"

Die Volleyballabteilung des FC Dombühl ist auf den Ranglisten nach wie vor ganz oben vertreten - 09.02. 20:35 Uhr

Dombühl  - Für eine kleine Gemeinde wie Dombühl beachtlich: insgesamt neun Volleyballmannschaften vertreten den FC Dombühl bis zur Landesebene und das durchaus erfolgreich. Ein besonders zu erwähnender Umstand wenn man bedenkt, wie wenige Jugendmannschaften es laut Trainer Stefan Haider im Landkreis gibt.

Pflichtgefühl bei den „Großen“: Mädchen der Damen trainieren die „Kleinen“.
Pflichtgefühl bei den „Großen“: Mädchen der Damen trainieren die „Kleinen“.
Foto: privat

Vor acht Jahren fass­te sich der gebürtige Dombühler auf Anstoß seiner Frau hin ein Herz und begann 2004 mit dem Training der Dombüher Jugendmannschaften, nachdem die Vollyball­abteilung 1997 aufgelöst wurde. Stefan Haider selbst spielt seit seinem 16. Lebensjahr Volleyball und hat sich bis heute die Freude am Ballsport erhalten, die er neben dem Training auch in der gemischten Gruppe „Rudis Resterampe“ des Vereins unter anderem auch mit seiner Frau Pia teilt.

Zum größten Teil spielen Mädchen in den Mannschaften der Volleyballabteilung des FC Dombühl, ausschließlich eine Jungenmannschaft U14 und die zusammengewürfelte Gruppe der „alten Hasen“ bilden die Ausnahme. Neben den Jugendmannschaften trainiert der 49-Jährige inzwischen auch eine Damenmannschaft, die in der Kreisliga Süd ganz oben mitspielt. Bis auf drei Spielerinnen, die während der Woche in drei verschiedenen Städten verstreut leben, sind die Mädchen nebenbei auch noch in der Jugend aktiv.


Wochenenden, die mit Wettkämpfen und dem Freitagabend-Training ausgefüllt sind, zeigen die zeitintensive Seite des Hobbys. Für die Damenmannschaft gibt es keine Altersbegrenzung und so kann es dann schon vorkommen, dass eine 13-Jährige, die zudem in der fränkischen Auswahl mitmischt, die Gruppe bei einem Altersdurchschnitt von 17 Jahren hält.

Die sieben Jugendmannschaften des FC stehen den „ganz Großen“ jedoch in nichts nach – im Gegenteil. Die U20 hat sich erst für die Kreismeisterschaften qualifiziert und die U14 wurde als damalige U13 mit dem Sieg der mittelfränkischen Meisterschaften und dem Aufstieg bis auf Bayern-Ebene zum „Prunkstück“ der Volleyballabteilung.

Gemeinsam mit der U12 bestritten die U14ler vergangenen Samstag die mittelfränkischen Meisterschaften. Dabei errang die einzige Jungenmannschaft, die männliche U14, den Titel des mittelfränkischen Meisters. Mit einer Niederlage und einem Sieg zogen die Jungen ins Halbfinale ein und lieferten in den entscheidenden letzten Spielen eine überzeugende Siegesserie, womit sie sich für die nordbayerische Meisterschaft qualifizierten.

Die Mädchen der U14 mussten sich mit einem dritten Platz auf den Heimweg machen, nachdem sie im Halbfinale ihre erste Saisonniederlage hinzunehmen hatten. Die weibliche U 12 qualifizierte sich jedoch mit einem vierten Platz in Fürth für die nordbayerischen Meisterschaften, denn in dieser Altersklasse werden noch die ersten vier Plätze weitergelassen. Auch die zweite U12 setzte sich im Kampf um den Bezirks­pokal A durch.

Kommenden Sonntag, 12. Februar, sind ab 10 Uhr die U20 und U13 an der Reihe. Die Jüngeren richten die Meisterschaft in der Vereinshalle aus, während die Ältesten der Jugend in Ansbach um den Sieg kämpfen. Das Alter der Spieler und Spielerinnen von Stefan Haider beginnt bei acht Jahren und endet in der Damenmannschaft mit Studentinnen zum Teil über 20.

Den frühen Start in die Sportart hält der Trainer für einen wichtigen Punkt, fragt man ihn nach dem „Geheimnis“ für den Erfolg der Dombühler Mannschaften. „So richtig gut wird man nur wenn man dabei bleibt“, meint der Landschaftsarchitekt. Die Grundtechnik müsse einfach in den Köpfen stecken. Dabei darf der Spaß jedoch nicht zu kurz kommen und zur Auflockerung lässt er während des Trainings auch gerne mal Musik laufen. Sind die Jugendlichen aber ab und zu in „Schwaz-Laune“, muss auch Stefan Haider durchgreifen. Die „Kleinen“ bekommen einiges von den „Großen“ mit, die diese sogar trainieren. Unter den vier jungen ­Trainerinnen ist auch Haiders Tochter Alina, eines der drei Kinder der ­Familie, die natürlich alle Volleyball spielen. 



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