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Torjäger Ishak ist beim Club unverzichtbar geworden

Treffsicherer Schwede macht sich Hoffnungen auf die WM in Russland - 28.12.2017 16:55 Uhr

Der treffsicherste Stürmer der 2. Liga: Mikael Ishak erzielte in 18 Liga-Partien zwölf Treffer. © Daniel Karmann/dpa


Vor der Glitzerkulisse Dubais posierte Mikael Ishak mit Frau Nadine und Söhnchen Leon über die Weihnachtstage für Erinnerungsfotos. Nach einer starken Hinrunde mit dem 1. FC Nürnberg lässt der Toptorjäger der 2. Fußball-Bundesliga in den Vereinigten Arabischen Emiraten noch einmal die Seele baumeln.

Der schwedische U21-Europameister von 2015 hat sich die Pause verdient und zugleich ein kompliziertes Jahr mit Stotterstart hinter sich. Erst nach mehr als einem halben Jahr Eingewöhnungszeit hat sich Ishak zu einer entscheidenden Personalie des FCN für die ersehnte Rückkehr in die deutsche Eliteklasse entwickelt.

"Ich habe lange gewartet, das war sehr wichtig für mich", räumte der 24-Jährige nach seinem erlösenden Dreierpack im September beim 6:1 in Duisburg ein. "Mir war klar, dass ich nur ein Tor brauche." Mittlerweile sind es für den Mann aus Stockholm zwölf in 18 Ligapartien des Tabellendritten geworden. Die viel beschworene Ladehemmung hat Ishak längst selbst beseitigt.

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Erst war der Club mal wieder ein Depp, danach eine Zeit lang bemitleidenswert. Im Anschluss machte er seine Fans aber so glücklich wie lange nicht mehr. Wie jedes Club-Jahr war auch 2017 eine Achterbahn der Gefühle - die wir gerne mit Bildern Revue passieren lassen wollen. Bilder zum Mitleiden, Nachfreuen und Erinnern.


Seine Anfangszeit in Franken begann ungünstig. Eine Bänderverletzung im Knie erlaubte Ishak keinen reibungslosen Start beim FCN im Januar 2017. Für 300.000 Euro Ablöse hatten ihn die Nürnberger von Randers FC aus Dänemark verpflichtet. Ishak sollte nicht weniger als Torjäger und Stimmungsmacher Guido Burgstaller ersetzen, den der klamme Club für 1,5 Millionen Euro an Schalke 04 verkaufen musste.

"Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, dass ich es zu früh finde, ihn in die Tonne zu kloppen", warnte Sportvorstand Andreas Bornemann vor einem voreiligen Urteil. Ishak musste sich zu jener Zeit jedoch nicht nur dem Dauervergleich mit Burgstaller stellen. Die Schwangerschaft seiner Frau war für ihn eine neue private Situation, zudem waren die Nürnberger noch unter Coach Alois Schwartz als Mannschaft alles andere als gefestigt.

Endlich in Deutschland angekommen

Ishak traf in der Rückrunde 2016/17 in sieben Partien kein einziges Mal. Zweifel an seinen Fähigkeiten mehrten sich. Im Sommer verbesserte der viermalige Nationalspieler, der sich längst Hoffnungen auf ein Ticket für die WM 2018 in Russland machen darf, dann seine Dynamik. Außerdem kam ihm die unter Schwartz' Nachfolger Michael Köllner offensivere Ausrichtung der Mannschaft zugute.

Damit ist Ishak also auch in Deutschland angekommen, nachdem er als Youngster den Durchbruch beim 1. FC Köln nicht geschafft hatte. "Ich habe dort meinen Führerschein gemacht und meine heutige Frau kennengelernt", erinnerte sich der Sohn syrischer Einwanderer an die positiven Seiten seiner ersten Auslandsstation, ehe es ihn zum FC St. Gallen, FC Crotone und schließlich nach Dänemark verschlug.

Mit dem Club hat Ishak, der einen langfristigen Vertrag besitzt, noch viel vor. Im Idealfall klappt es im Sommer mit dem Aufstieg. "Wir haben eine junge, spannende Mannschaft", betonte Köllner. "Wir definieren uns nicht nur über eine gute Mannschaft, sondern auch eine hohe Einzelspielerqualität." Und da ist endlich auch Ishak ein ganz wichtiger Faktor für den Traditionsverein. 

Martin Moravec/dpa

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