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U21 "erweitert Horizont": Nun müssen Teuchert & Co. liefern

Für das Kuntz-Team stand ein Ausflug nach Jerusalem auf dem Programm - 14.11.2017 09:07 Uhr

Gegen Aserbaidschan 90 Minuten auf der Bank - darf Cedric Teuchert in Israel ran? © Vegard Wivestad Grãtt/dpa


Nach dem Ausflug ins geschichtsträchtige Jerusalem blickt die deutsche U21-Nationalmannschaft der letzten sportlichen Aufgabe des EM-Jahres entgegen. Der Europameister von Trainer Stefan Kuntz will einen weiteren Schritt zur Qualifikation der Endrunde 2019 machen, ein Sieg am Dienstag (18.30 Uhr) in Israel ist eingeplant. "Wenn wir alles in die Waagschale werfen, werden wir auch erfolgreich sein", sagte Kapitän Thilo Kehrer. "Ein Sieg in Israel ist unser Ziel. Wir spielen um die Europameisterschafts-Qualifikation und wollen jedes Spiel ernst nehmen."

Mit drei Siegen aus vier Spielen belegt das Kuntz-Team einen Punkt hinter Irland den zweiten Platz der Qualifikationsgruppe. Nur der Erste fährt sicher zur EM 2019 in Italien und San Marino. "Ich erwarte einen viel stärkeren Gegner als Aserbaidschan. Mit sieben Punkten aus vier Spielen hat Israel bisher eine gute Qualifikation gespielt und noch die Möglichkeit, sich direkt für die EM zu qualifizieren", warnte Kuntz. "Um drei Punkte mitzunehmen, brauchen wir eine Top-Leistung." In Aserbaidschan gewann seine eigene Elf um den dreifachen Torschützen Marcel Hartel mit 7:0, Cedric Teuchert vom 1. FC Nürnberg indes saß beim Kantersieg 90 Minuten auf der Bank.

Kuntz treibt nach dem EM-Titel den Aufbau seiner neuen Mannschaft voran. Fünf Europameister stehen im aktuellen Aufgebot; das neue Team findet sich mehr und mehr. Dazu soll die Entwicklung der Jungprofis auch abseits des Rasens vorangetrieben werden. Am Sonntag besuchten sie Klagemauer und Grabeskirche in Jerusalem. "Es ist eine tolle Sache, dass wir vom DFB die Möglichkeit bekommen, diese kulturellen Erfahrungen zu machen", sagte der Schalker Kehrer.

"Haben noch einen Weg vor uns"

Solche Ausflüge sind nach Ansicht von Kuntz wichtig. "Wir achten darauf, kulturelle oder historische Eindrücke aus dem jeweiligen Land zu vermitteln", sagte Kuntz. "Das wird ihren Horizont erweitern, da bin ich mir sicher. Diese Angebote werden von den Jungs auch super angenommen. Der Ausflug nach Jerusalem war freiwillig - trotzdem haben alle zugesagt. Das imponiert mir sehr."

Sportlich läuft es auch gut für das neue Team, trotz einer 1:3-Niederlage gegen Norwegen vor einem Monat ist es auf Kurs. "Dass man sich als Mannschaft finden muss, ist klar. Wir arbeiten jeden Tag daran und sehen die Fortschritte und die Entwicklung. Aber wir haben auch noch einen Weg vor uns", sagte Kehrer der Deutschen Presse-Agentur.

Der Schalker will die DFB-Auswahl mit den anderen Europameistern Mahmoud Dahoud, Levin Öztunali, Waldemar Anton und Nadiem Amiri weiter anführen. "Wir wollen unsere Leistung bringen und kühlen Kopf bewahren. Wir wollen auch körperlich dagegen halten", sagte Kehrer vor der Partie in Ramat Gan in der Nähe von Tel Aviv. Und je nachdem, wie sich Irland am Dienstag in Norwegen schlägt, winkt Platz eins. 

dpa

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