9°C
Mittwoch, 22.05. - 13:12 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Unglaublich! Fürth feiert Last-Minute-Sieg auf Schalke

Büskens-Elf sendet Lebenszeichen - Nikola Djurdjic mit 2:1 in letzter Sekunde - 02.02.2013 17:27 Uhr

Gelsenkirchen  - Wer hätte das gedacht: Mit einem 2:1-Sieg kehrt die SpVgg Greuther Fürth aus Schalke zurück und liefert die ideale Antwort auf sämtliche Abgesänge und Trainerdiskussionen. Felix Klaus und Nikola Djurdjic heißen die Torschützen und damit die Helden des Husarenstreichs.

Spätes Glück in der 92. Minute: Mit einer Kopfballbogenlampe aus einer klaren Abseitsposition sichert Nikola Djurdjic (hier nicht im Bild) seinen Fürthern den sensationellen Auswärtssieg auf Schalke.
Spätes Glück in der 92. Minute: Mit einer Kopfballbogenlampe aus einer klaren Abseitsposition sichert Nikola Djurdjic (hier nicht im Bild) seinen Fürthern den sensationellen Auswärtssieg auf Schalke.
Foto: Sportfoto Zink / WoZi
Spätes Glück in der 92. Minute: Mit einer Kopfballbogenlampe aus einer klaren Abseitsposition sichert Nikola Djurdjic (hier nicht im Bild) seinen Fürthern den sensationellen Auswärtssieg auf Schalke.
Spätes Glück in der 92. Minute: Mit einer Kopfballbogenlampe aus einer klaren Abseitsposition sichert Nikola Djurdjic (hier nicht im Bild) seinen Fürthern den sensationellen Auswärtssieg auf Schalke.
Foto: Sportfoto Zink / WoZi

Tabellenletzter, Job in Gefahr und dann die schwere Aufgabe bei Champions-League-Achtelfinalist Schalke 04 - und doch behauptete Mike Büskens vor der Partie: "Viele Trainer würden gerne mit mir tauschen".

Getauscht hat der zuletzt kritisierte Mike Büskens ebenfalls: Für Thomas Kleine spielte Lasse Sobiech in der Abwehr. Im Mittelfeld setzte Büskens auf Felix Klaus und Neuzugang Jozsef Varga, im Sturm sollte das Duo Asamoah/Djurdjic für Alarm sorgen. Der künftige Stuttgarter Sercan Sararer musste ebenso wie Thomas Kleine und Robert Zillner auf der Bank Platz nehmen, Christopher Nöthe stand nicht mal im Kader. Stephan Fürstner fehlte gelbgesperrt.

Schalke entpuppte sich wie erwartet von Beginn an als dominierendes Team. Die Spielvereinigung ließ aber nicht viel anbrennen und ging leidenschaftlich in die Zweikämpfe. Die Königsblauen hatten sichtlich Mühe, einen geordneten Spielaufbau zustande zu kriegen. Dennoch hatte Schalke das Spiel zunächst im Griff.

Djurdjic einen Schritt zu spät

In der 16. Minute konterten die Fürther erstmals gefährlich, doch Stieber kam nach einer Hereingabe von Felix Klaus einen Schritt zu spät. Sechs Minuten später kam der S04 zu einer gefährlichen Aktion, als Jones eine Farfan-Ecke auf das Fürther Tor köpfe, dort aber Rechtsverteidiger Matthias Zimmermann auf der Linie rettete.

Bilderstrecke zum Thema
Unverhofft kommt oft: Mit einem Last-Minute-Tor von Nikola Djurdjic gewinnt die SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 beim FC Schalke 04 und sendet damit ein nicht mehr für möglich gehaltenes Lebenszeichen im Tabellenkeller.

Doch die Spielvereinigung verkroch sich danach keineswegs, Djurdjic schickte in der 25. Minute Varga auf die Reise und der Ungar setzte seinen Flachschuss nur knapp neben das Gehäuse von Timo Hildebrand.

Die nächste Farfan-Ecke in Minute 29 sorgte wieder für Hektik im Fürther Strafraum: Roman Neustädter kam per Kopf an die Kugel und nur dank des langen Beines von Milorad Pekovic hielten die Franken weiterhin die Null.

Blick auf die Tabelle ernüchternd

Torlos ging es zum Pausentee. Bei den rund 1500 mitgereisten Kleeblatt-Fans sorgte alleine der Blick auf die Anzeigetafel für Stirnrunzeln, denn die Konkurrenz im Abstiegskampf wusste auch zu überzeugen und somit wuchs der Rückstand auf einen Relegationsplatz gegen 16.15 Uhr auf sechs Punkte.

Bilderstrecke zum Thema
Felix Klaus und Nikola Djurdjic haben die monatelange Durststrecke der SpVgg Greuther Fürth am Samstag ausgerechnet in Gelsenkirchen - der alten Wirkungsstätte von Coach Mike Büskens - beendet. Beim 2:1-Auswärtscoup verdienten sich der Siegtorschütze und Neuzugang Jozsef Varga bei unseren Usern sogar eine 1 vor dem Komma.

Ein ordentliches Debüt lieferte indes Jozsef Varga ab. Hinten hielt er gemeinsam mit Milorad Pekovic die defensiven Mittelfeldreihen dicht und bei den Fürther Kontern beteiligte sich der Ungar aktiv am Aufbauspiel.

Mit einem Knallbonbon wurde die Spielvereinigung wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff ins Mark getroffen: Nach einem geschickten Seitenwechsel zog S04-Debütant Michel Bastos aus halblinker Position mit dem linken Fuß ab und hämmerte den Ball wuchtig zur Schalker Führung ins Netz. Wolfgang Hesl im Kleeblatt-Tor konnte dem Ball nur konsterniert hinterherblicken.

Prompte Antwort durch Klaus

Lange hatten die Fürther am schnellen Rückstand allerdings nicht zu knabbern. In der 52. Minute tankte sich Nikola Djurdjic im Schalker Strafraum durch, spielte den Ball von links flach vor das Tor der Hausherren und Flügelflitzer Felix Klaus schob sträflich freistehend zum Ausgleich ein. Die Hereinnahme des Youngsters für den nicht nur in den Vorwochen lethargisch agierenden Sercan Sararer hatte sich spätestens jetzt bezahlt gemacht.

Der Ausgleich war ein sichtlicher Tiefschlag für das Heimteam, das verunsichert auf den Ausgleich reagierte und nach gut einer Stunde die ersten Pfiffe von den Rängen erntete.

Ein königsblaues Lebenszeichen sandte Jan-Klaas Huntelaar in der 65. Minute aus, der nach einer scharfen Hereingabe von Christian Fuchs den Fuß hinhielt und das Fürther Tor nur um Zentimeter  verfehlte. Dann gabs wieder Pfiffe: Schalke-Trainer Jens Keller wechselte den agilen Julian Draxler aus und brachte Leihgabe Raffael für die offensive Schaltzentrale, was dem Publikum sicht- und hörbar gegen den Strich ging.

Doch so langsam aber sicher kam Schalke wieder auf Touren. In der 69. Minute flankte Farfan auf den Kopf von Jermaine Jones, dessen Versuch aber das Gästetor verfehlte. Ebenfalls vorbei zielte Joker Raffael, als er in der 77. Minute am Sechzehner zentral frei zum Schuss kam.

Raus mit Applaus hieß es in der 83. Minute für Gerald Asamoah. Viele Schalker Fans erhoben sich von ihren Sitzen, als der Stürmer den Platz verließ.

Spätes Glück

Die Schlussphase der Partie hatte es dann in sich. Erst rettete Timo Hildebrand nach einem Eckball mit Glanzparade gegen den Kopfball von Sobiech, den Nachuss von Innenverteidigerkollege Mavraj hielt Hildebrand mit einem nicht minder spektakulären Reflex (84.).

Drei Minuten später hatten dann wieder die Knappen die Führung auf dem Schlappen: Pukkis Schuss konnten die Fürther mit vereinten Kräften noch abblocken, beim Nachschuss von Raffael war das Kleeblatt dann mit dem Pfosten im Bunde.

Doch auch Schalke schwamm und wurde in letzter Sekunde bestraft: Erst scheiterte Azemi am wieder stark parierenden Hildebrand, doch dann staubte Nikola Djurdjic ab und wuchtete den Ball per Kopfball-Bogenlampe in die Maschen - allerdings aus deutlicher Abseitsposition.

Den Fürthern war's egal: In einer orang-grünen Jubeltraube feierten sie ihren sensationellen Auswärtssieg beim angeschlagenen Spitzenklub.

Lesen Sie hier die Stimmen des unglaublichen Ausflugs der Fürther in den Ruhrpott.

Schalke: Hildebrand - Uchida, Höwedes, Matip, Fuchs - Jones (82. Pukki), Neustädter - Farfan, Draxler (67. Raffael), Bastos - Huntelaar

Fürth: Hesl - Zimmermann, Sobiech, Mavraj, Baba - Klaus (72. Sararer), Varga, Pekovic (69. Nehrig), Stieber - Asamoah (83. Azemi), Djurdjic

Schiedsrichter: Dankert (Rostock)

Zuschauer: 60.693 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Bastos (47.), 1:1 Klaus (52.), 1:2 Djurdjic (90 + 2.)

Gelbe Karten: Fuchs - Sobiech, Varga, Pekovic, Djurdjic 

Stefan Wölfel


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Zum Thema
Schiedsrichter_vermiest_Fürth_das_Fest_Fehlentscheidung_des_Unparteiischen_führt_zum_1:1_der_SpVgg_Greuther_Fürth_gegen_Alemannia_Aachen_4c-fue_spvgg_aachen_0089.jpg
Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13
Zum Thema
Suche wird durchgeführt...