Sonntag, 24.03.2019

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Vertikal zum Erfolg: Club hofft auf Coup in Hoffenheim

FCN-Coach Boris Schommers setzt auf Umschaltspiel statt Understatement - 08.03.2019 14:57 Uhr

Da geht's zum Tor! Club-Coach Boris Schommers hat eine klare Vorstellung davon, wie seine Elf im Kraichgau eine Überraschung schaffen kann. © Sportfoto Zink / WoZi


Boris Schommers schwärmte. "Eine der besten Trainingseinheiten meiner Amtszeit" hatte der Trainer des 1. FC Nürnberg am Donnerstag gesehen, Schommers schloss die eineinhalb Jahre, in denen er Co-Trainer war, mit ein. Taktische Maßgaben, deren Umsetzung, Spielfreude, Einsatz: Schommers vermisste nichts, man habe auch gesehen, "dass wir etwas einstecken können und dann weitermachen".

Das taugt zur Devise für die letzten zehn Bundesligaspiele, das erste davon findet am Sonntagnachmittag bei der TSG Hoffenheim statt, und beim 1. FC Nürnberg glauben, das versicherte der Trainer noch einmal, alle daran, den Ligaverbleib noch schaffen zu können. Das Vorbild ist Fortuna Düsseldorf, der im Herbst gestartete Aufschwung des Mitaufsteigers soll im Frühling jetzt Nürnberg gelingen.

Dass der Anhang ebenfalls nicht aufgegeben hat, leitet der Trainer aus dessen Begeisterung ab, 2500 Fans sind dabei. Einstecken hat die Mannschaft einiges müssen, zuletzt zwei Platzverweise, ein Eigentor, einen verschossenen Elfmeter. Aber die mit Schommers als Chef bestrittenen Spiele zeigten eine verbesserte Defensive - und, das rechnet der Trainer vor, ein darüber gewachsenes leichtes Plus im Vorwärtsspiel.

"..., dann können wir auch in Hoffenheim zu Chancen kommen" 

Drei Torchancen seien es gegen Dortmund gewesen, fünf gegen Leipzig - ergo, so Schommers, könnten es in Hoffenheim sieben werden. Eine davon gelte es zu nutzen. "Im vertikalen Spiel, wenn wir schnell umschalten, können wir auch in Hoffenheim zu Chancen kommen", davon, so Schommers, sei er "fest überzeugt", und sollte es wieder ein Elfmeter sein, entscheide die Mannschaft über den Schützen. "Ein Pool" von mehreren Spielern könne die Verantwortung dafür tragen, er wolle keine festen Vorgaben machen.

 

Fehlen werden am Sonntag Ondrej Petrak und Virgil Misidjan, beide sind angeschlagen, Georg Margreitter, wieder im Mannschaftstraining, könnte zumindest im Kader stehen. Winter-Neuzugang Ivo Ilicevic macht sich diese Hoffnung auch, aber wohl vorerst vergebens, sein Einsatz in der U21 am vergangenen Wochenende hatte mit etwas Verspätung neuerliche Oberschenkelschmerzen zur Folge. Ein gesunder Ilicevic, glaubt Schommers, könnte dem Club tatsächlich noch helfen. Und die Hoffnung soll ja, folgt man Boris Schommers, noch lange tragen. 

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Hans Böller Sportchef der Nürnberger Nachrichten E-Mail

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