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Von Kaufsüchtigen, Hoffnungsträgern und Aussortierten

Transferschluss: Wolfsburg gab mal wieder am meisten aus - 31.01. 19:07 Uhr

Hamburg  - Es müssen quälend lange vier Monate für Felix Magath gewesen sein. Diese nicht enden wollende Zeit vom 1. September bis zum 31. Dezember, in der auch der Wolfsburger Transfer-Weltmeister keine Spieler kaufen oder verkaufen darf. Dafür hat er den Januar – mal wieder – so intensiv genutzt wie kein anderer seiner Kollegen.

Es müssen quälend lange vier Monate für Felix Magath gewesen sein. Diese nicht enden wollende Zeit vom 1. September bis zum 31. Dezember, in der auch der Wolfsburger Transfer-Weltmeister keine Spieler kaufen oder verkaufen darf.
Es müssen quälend lange vier Monate für Felix Magath gewesen sein. Diese nicht enden wollende Zeit vom 1. September bis zum 31. Dezember, in der auch der Wolfsburger Transfer-Weltmeister keine Spieler kaufen oder verkaufen darf.
Foto: dapd
Es müssen quälend lange vier Monate für Felix Magath gewesen sein. Diese nicht enden wollende Zeit vom 1. September bis zum 31. Dezember, in der auch der Wolfsburger Transfer-Weltmeister keine Spieler kaufen oder verkaufen darf.
Es müssen quälend lange vier Monate für Felix Magath gewesen sein. Diese nicht enden wollende Zeit vom 1. September bis zum 31. Dezember, in der auch der Wolfsburger Transfer-Weltmeister keine Spieler kaufen oder verkaufen darf.
Foto: dapd

Acht neue Profis schnappte sich Magath in den vergangenen Wochen und gab 30 Millionen Euro aus – mehr als die Hälfte der gesamten Liga-Investitionen. Teuerster Zugang, für den Tabellenneunten und in der Liga, ist der Schweizer Verteidiger Ricardo Rodriguez, der für rund 8,5 Millionen vom FC Zürich kam. Doch wer so viel ausgibt, will ab und an auch etwas einnehmen. Neues Spielgeld erhoffte sich Magath durch den Verkauf seines Stürmers Srdjan Lakic.

Ligakonkurrent 1899 Hoffenheim hatte aber kein Interesse, eine größere Summe zu investieren. So kam es nach tagelangem Hickhack kurz vor Transferschluss zumindest noch zu einem Leihgeschäft. Hauptsache, Magath hat wieder Platz auf dem Trainingsgelände – und die Kraichgauer bekommen mit dem 28-Jährigen eine neue Hoffnung für ihren in der Hinserie ziemlich dürftigen Angriff mit nur 19 Toren.


Lakic muss gleich zwei Stürmer ersetzen, die Hoffenheim im Winter verlassen haben: Der Nigerianer Chinedu Obasi wurde vorerst für die Rückrunde an Schalke ausgeliehen. Lakic soll sich aber möglichst so treffsicher zeigen wie einst Vedad Ibisevic. Der Bosnier, mit fünf Saisontoren noch immer erfolgreichster 1899-Torschütze, wechselte für kolportierte 5,5 Millionen Euro Ablöse zum VfB Stuttgart.

Nordkoreaner als Podolski-Ersatz – Diouf ohne Arbeitserlaubnis

Seinen Torjäger ersetzen muss auch der 1. FC Köln. Sogar mehr als das: die Lebensversicherung. Denn Lukas Podolski, der wegen einer Bänderverletzung mehrere Wochen ausfallen wird, war bisher an 20 der 28 Kölner Tore beteiligt. Ein schweres Erbe für den 27-jährigen Chong Tese, der vom Zweitligisten VfL Bochum an den Rhein wechselt und in die großen Fußstapfen des Nationalstürmers tritt.

Ein anderer Held kehrt indes in die Stadt zurück, in der er seine persönlich erfolgreichste Zeit erlebte: Der Dortmunder Stürmer Mohamed Zidan wird wieder ein Mainzer und erhält einen Vertrag bis zum Saisonende mit einer Option auf weitere zwei Jahre. Der Ägypter spielte bereits in der Saison 2005/06 sowie in der Rückrunde 2006/07 in Mainz und erzielte in insgesamt 41 Partien 22 Tore.

Einen echten Star hat sich Hannover 96 geholt – allerdings flog der gleich wieder weg. Stürmer Mame Biram Diouf, für rund 1,8 Millionen Euro von Manchester United gekommen, nahm am Dienstagmorgen nicht am Training teil, sondern musste erstmal zurück nach England. Grund war eine fehlende Arbeitserlaubnis für den Senegalesen, der allerdings am Mittwoch wieder zurück in Hannover erwartet wird.

BVB, HSV und Bayern ohne Verstärkungen in die Rückrunde

Internationale Meriten sammelte auch Vedran Corluka. Der kroatische Nationalspieler kommt ebenfalls aus der Premier League und wechselt auf Leihbasis von Tottenham Hotspur zu Bayer Leverkusen. Dort wird er die rechte Abwehrseite verstärken und auch auf Michael Ballack treffen, der die Werkself vorerst nicht verlassen wird.

Eher auf Quantität setzen die Abstiegskandidaten aus Kaiserslautern und Freiburg. Je fünf Neue haben sich die beiden Klubs geholt, um den Kader aufzufrischen. Das haben die Spitzenteams nicht nötig: Bayern und Dortmund rüsteten gar nicht nach. Auch in Hamburg muss man sich nicht an neue Namen gewöhnen – zumindest noch nicht. Denn mit dem 17-jährigen Dänen Christian Norgaard und dem 16-jährigen Tschechen Dominik Masek investierte der HSV in die Zukunft.

Apropos Zukunft: Für Chef-Einkäufer Magath beginnen ab Dienstag fünf harte Monate ohne Einkaufs-Möglichkeiten. Die Sommer-Transferperiode läuft erst vom 1. Juli bis zum 31. August. 



Timo Prüfig (dapd)

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