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"Will nichts besagen": Sebastian Vettel sieht keine Krise

Erst einmal an der Spitze und 104 Punkte weniger als im Vorjahr - 20.07.2012 12:20 Uhr

Es ist bislang nicht seine Saison: der amtierende Formel Eins-Weltmeister Sebastian Vettel.

Es ist bislang nicht seine Saison: der amtierende Formel Eins-Weltmeister Sebastian Vettel. © David Ebener (dpa)


Halbzeit-Weltmeister kann Sebastian Vettel selbst im Fall eines Heimsiegs auf dem Hockenheimring nicht mehr werden. Vor dem Großen Preis von Deutschland liegt der zweifache Formel-1-Champion bereits unaufholbare 29 Punkte hinter Spitzenreiter Fernando Alonso.

„Die Saison ist noch lang, da kann noch viel passieren“, sagt Vettel und misst diesem Rückstand keine Riesenbedeutung bei. Dass er vor dem zehnten Saisonlauf am Sonntag (Start: 14.00 Uhr) mit bislang 100 Punkten nicht einmal halb so viele Zähler wie zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr (204) sammeln konnte, belastet Vettel auch nicht allzu sehr.

Verzwickte Saison nach einem unglaublichen Jahr

„104! Das ist natürlich ein Unterschied“, räumte der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim immerhin leicht überrascht ein. „Letztes Jahr war natürlich unglaublich. Dieses Jahr sind wir zweimal nicht ins Ziel gekommen, die Konkurrenz ist stark, es ist eine verzwickte Saison.“

Für Vettel verläuft 2012 gleich doppelt verzwickt. Seine Dominanz aus dem Vorjahr ist dahin. Da führte er vom Saisonstart an. Dieses Jahr stand der 25 Jahre alte Hesse nur einmal an der Spitze. Zudem liegen Alonso (129 Punkte) und – was noch mehr schmerzt – sein Red-Bull-Teamkollege Mark Webber (116) klar vor ihm. „Das will noch nichts besagen“, wiegelte Vettel indes ab. „Ich fühle mich so gut wie im Vorjahr.“

Aber der Druck wächst mit jeder weiteren Niederlage. Für Vettel geht es am Sonntag nicht nur um seinen ersten Triumph bei einem deutschen Grand Prix, sondern auch darum, den Anschluss nicht abreißen zu lassen. Da der Red Bull auch nach Alonsos Einschätzung „das schnellste Auto“ ist, stimmen zumindest die technischen Voraussetzungen.

Hockenheim kein gutes Pflaster

Aber seine Bilanz spricht gegen Vettel: 2009 Platz zwei, 2010 Platz drei und 2011 Platz vier. Nun hofft er, diesen Negativtrend umkehren zu können: „Es wäre ein Traum, hier zu gewinnen.“ Abgesehen vom Wunsch eines jeden Piloten, sein Heimrennen zu gewinnen, zählen ausgerechnet der Hockenheimring und der Nürburgring zu den wenigen Strecken, auf denen Vettel noch nicht gesiegt hat.

In Kanada und Ungarn, wo eine Woche später die zweite Saisonhälfte beginnt, fuhr der 22-malige Grand-Prix-Gewinner ebenfalls noch nie auf Platz eins. Im Rennmuseum am Hockenheimring posiert „Seb“ auf jeden Fall schon mal in der für ihn typischen Siegerpose: Gestreckter Zeigefinger und dieses lausbübische Lächeln. Allerdings steht da nur ein originalgetreues Abbild in Wachs. Die 36 Kilogramm schwere Figur soll später im Madame-Tussauds-Museum in Berlin zu bestaunen sein. 

dpa

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