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Willkommen! FCN bringt Flüchtlinge in die Vereine

Projekt mit Amateurvereinen trägt schon Früchte - Behrens als Pate - 23.03.2016 06:00 Uhr

Der FCN hat zusammen mit der SG 1883 Nürnberg-Fürth und Hajduk Nürnberg ein Projekt gestartet, dass Flüchtlinge in Vereinen integrieren soll.

Der FCN hat zusammen mit der SG 1883 Nürnberg-Fürth und Hajduk Nürnberg ein Projekt gestartet, dass Flüchtlinge in Vereinen integrieren soll. © 1. FC Nürnberg


Zweimal die Woche ist Training, mindestens. Wie es sich für Fußballer gehört. Dann treffen sich auf den Plätzen der SG 1883 Nürnberg-Fürth zwei Übungsleiter mit einer Gruppe meist junger Leute. Soweit nichts besonderes. Wären die beiden Trainer nicht vom 1. FC Nürnberg - und ihre Schützlinge allesamt Flüchtlinge. Die trainieren seit Herbst regelmäßig hier, mal sind es 30, mal nur fünf.

Egal, sie alle sind: "Willkommen im Fußball". So lautet das Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, dem seit Herbst auch der Club, die SG und Hajduk angehören. Dabei kooperiert ein Proficlub mit einem oder mehreren Amateurvereinen. Wie, ist ihnen überlassen. Das Ziel aber ist immer gleich: Flüchtlingen einen Weg in die Vereine ermöglichen - durch Fußball.

"Höchste Stufe der Integration"

Dass das funktioniert, beweist die SG, die schon neue 15 Spieler integriert hat, in Jugendteams, aber auch in die erste Mannschaft. "Das ist die höchste Stufe der Integration", sagt Thomas Bach, Zweiter Vorsitzender bei der SG 83. Es funktioniert so gut, dass die Sportgemeinschaft selbst zum zweiwöchentlichen Training (um 15 Uhr, jeder Flüchtling ist eingeladen) noch Einheiten anbietet, am Abend oder am Wochenende. Der Ball ist dabei wichtig, der hilft nämlich auch der bei der Kommunikation, auch wenn die Trainer versichern: Der Wille, deutsch zu lernen, ist groß.

Das beeindruckt auch Raphael Schäfer und Michael Meeske vom Club. Schäfer vertrat beim Termin vor Ort Hanno Behrens, der als Pate für das Projekt fungiert. Meeske erinnert dabei an die soziale Verantwortung, die der Club hat. "Fußball kann Ausgangspunkt für eine Kultur des Miteinanders sein und ein wenig Leichtigkeit in das Leben der Geflüchteten zurückbringen", sagt Meeske. Und wer weiß, vielleicht trägt einer von ihnen irgendwann das Club-Trikot...

Dieses Video wird präsentiert von Franken Fernsehen:

 

Timo Schickler

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