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Stadtpfarrer Beck nahm Abschied von Lauf

Nach 13 Jahren aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand - 02.03.2015 20:42 Uhr

Stehend spendeten die evangelischen Gläubigen und vielen Ehrengäste nach der letzten Predigt von Stadtpfarrer Friedhelm Beck in der Laufer Johanniskirche Applaus. © Stegmeier


Zum festlichen und bewegenden Gottesdienst, der vom Posaunenchor und der Johanniskantorei umrahmt wurde, waren neben den evangelischen Pfarrerskollegen auch der katholische Pfarrer Stephan Alexander sowie der griechisch-orthodoxe Pfarrer Titos Giannoulis, Dekan Werner Thiessen, Bürgermeister Benedikt Bisping, Landrat Armin Kroder, Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler sowie zahlreiche Stadträte gekommen.

13 Jahre war Friedhelm Beck Stadtpfarrer in Lauf. In Zivil, immer mit rotem Schal, nahm er in kleiner Runde in der Christuskirche Abschied von Lauf. © Stegmeier


Zentrales Thema der Predigt des scheidenen Stadtpfarrers war der Rückblick auf über 13 Jahre gemeinsamer Weg und die Erinnerungen an Begegnungen mit Menschen, an Feste und an Gottesdienste: „Wir wandern miteinander durch die Zeit“, so Pfarrer Beck in seiner Predigt. Dabei habe er es stets als seine Aufgabe betrachtet, dafür zu sorgen, dass diese große Gemeinde gemeinsam auf dem Weg bleibe. Doch er selbst sei niemals voran gegangen, sondern die Leitung habe er stets Gott anvertraut.

Pfarrer Beck erinnerte daran, dass er bei seiner ersten Predigt in Lauf einen Hut dabei hatte, den er als Zeichen, dass er nun in Lauf zu Hause sei, an den Haken gehängt habe. Nun sei der Zeitpunkt gekommen, um diesen Hut zu nehmen und sich zu verabschieden. Nach dem passenden „Wir hatten eine gute Zeit“ von den „Wise Guys“ nahm der scheidende Pfarrer, der aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand geht, gerührt den lang anhaltenden, stehenden Beifall „seiner“ Gemeinde entgegen.

Blumengruß und Dank

Die Schönberger Pfarrerin Gabriele Geyer überbrachte einen Blumengruß, Dekan Thiessen verabschiedete Friedhelm Beck auf humorvolle Weise, indem er aus der Pegnitzzeitung zitierte, die vor 13 Jahren und vier Monaten vom Amtsantritt berichtete: „Zauberhaft und spannend“ werde die Tätigkeit in Lauf sein, so hoffte Beck damals, und dass er froh sei, dass die Renovierung der Johanniskirche bereits abgeschlossen sei. „Es ist schön, wenn man so unbeschwert seinen Dienst beginnen kann“, meinte Thiessen, und zählte einige der Baustellen und -projekte auf, mit denen der Stadtpfarrer im Laufe der letzten Jahre beschäftigt war.

Zusammen mit seiner Frau Elisabeth nahm Friedhelm Beck den Segen durch Dekan Thiessen und die Abschiedsurkunde der Landeskirche entgegen. Der orthodoxe Pfarrer Titos Giannoulis hob sowohl Becks Stimmgewalt beim Predigen als auch dessen verbindendes Wirken unter den Anhängern unterschiedlicher Religionen hervor und verabschiedete sich mit einer herzlichen Umarmung.

Beim anschließenden Empfang in der Christuskirche hatten zahlreiche Gruppen der Gemeinde die Gelegenheit, sich vom Ehepaar Beck zu verabschieden. Musikalische Einlagen gab es von den Kindern des Eckert‘schen Kindergartens, den Stadtstreichern, dem Gospelchor und der ehemaligen Jugendband. Grußworte sprachen unter anderem Johannes Höcht für den Kirchenvorstand, Pfarrer Stefan Alexander für die katholische Gemeinde und Bernd Decker für den CVJM. Marlene Mortler bedankte sich im Namen der Dehnberger Gemeindemitglieder und meinte, „Sie haben Lauf gut getan.“ Landrat Armin Kroder zeichnete ein imaginäres Bild vom scheidenden Pfarrer, der, immer Haltung bewahrend, mit Hut und im Talar auf einem Tiger reitet. Bürgermeister Benedikt Bisping dankte Beck auch ganz persönlich dafür, dass er ihm viel mit auf den Weg gegeben habe und für dessen Einsatz für die Menschen in Lauf, egal welcher Herkunft und welchen Glaubens auch immer.

Pfarrer Beck, der schon nächste Woche nach Ansbach ziehen wird, ergriff zu guter Letzt noch einmal selbst das Wort: „Wir hatten eine gute Zeit“, lautet sein Fazit. Und Einladungen nach Lauf, die werde er in Zukunft sehr gerne annehmen. 

Anne Stegmeier

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