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Studenten dürfen mit Waffe in die Vorlesung

In Texas tritt umstrittenes "Campus-Carry"-Gesetz in Kraft - 02.08.2016 18:39 Uhr

Von diesem Uhrenturm der Universität in Austin, Texas, erschoss ein Amokläufer vor 50 Jahren, am 1. August 1966, 14 Menschen auf dem Campus. © REUTERS/Jon Herskovitz


Das neue Gesetz gestattet Studenten, Lehrenden und Besuchern mit Waffenlizenz das verdeckte Tragen von Waffen auf dem Hochschulgelände. Texas hatte das Gesetz im vergangenen Jahr gegen den Widerstand vieler Studenten und Professoren beschlossen.

Privatuniversitäten dürfen Waffen weiterhin verbieten; öffentlichen Hochschulen ist es dem Gesetz zufolge erlaubt, waffenfreie Zonen einzurichten. Das in Texas erlaubte offene Tragen von Schusswaffen bleibt auf Universitätsgeländen weiter untersagt. An den öffentlichen Community Colleges mit ihren nur zwei Jahre dauernden Lehrgängen soll das Gesetz erst 2017 kommen.

Mit dem Gesetz sollen nach Willen der regierenden Republikaner Amokläufer abgeschreckt werden. Das Gesetz tritt auf den Tag genau 50 Jahre nach dem ersten Amoklauf an einer texanischen Universität in Kraft. Am 1. August 1966 erschoss Charles Whitman vom Uhrenturm der Universität von Texas in Austin 14 Menschen, mehr als 30 wurden verletzt. Auch mehrere andere US-Bundesstaaten erlauben unter bestimmten Voraussetzungen das Tragen von Waffen an Hochschulen.

Ein Kommentar zum neuen "Campus-Carry"-Gesetz steht im Campus-Blog der NZ. 

dpa

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