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Uni Erlangen: Gericht bremst Schöck-Nachfolgerin aus

Universität verliert Prozess gegen klagenden Bewerber - 21.11.2013 16:48 Uhr

Thomas Schöck wird zum Jahresende als Kanzler der Uni Erlangen aufhören. Doch seine Nachfolgerin wird ihr Amt nicht antreten dürfen. © Harald Sippel


Das Gericht gab damit der Klage eines bei dem Auswahlverfahren nicht zum Zuge gekommenen Bewerbers statt. "Wir nehmen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts zur Kenntnis und prüfen weitere Schritte“, sagte Uni-Pressesprecherin Blandina Mangelkramer auf Nachfrage der Erlanger Nachrichten. Innerhalb von zwei Wochen können die Bewerberin aus Bamberg und der Freistaat gegen den Gerichtsbeschluss Beschwerde einlegen.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die von einer Findungskommission der Uni ausgewählte Bewerberin nicht die erforderlichen fachlichen Anforderungen erfülle. Ihr fehlten sowohl Verwaltungserfahrung als auch Kenntnisse im Haushaltsrecht und im Rechnungswesen. Auch verfüge sie über keine Erfahrung in Personalführung. Diese Kenntnisse verlange jedoch das Bayerische Hochschulgesetz vom Kanzler einer Universität, gab der Kammervorsitzende zu bedenken.

Die aus der freien Wirtschaft stammende Hochschulberaterin hätte zum 1. Januar 2014 die Nachfolge von Kanzler Thomas Schöck antreten sollen; der 65 Jahre alte Diplomvolkswirt geht zum Jahresende in Ruhestand. Die Uni hatte daher bereits im Herbst 2012 die Stelle ausgeschrieben.

18 Männer und Frauen hätten sich schließlich darauf beworben. Gegen die Entscheidung, die Hochschulberaterin mit der Kanzlerstelle zu betrauen, legte ein unterlegener Bewerber zunächst bei der Uni Widerspruch ein; als dieser abgewiesen wurde, schaltete der Mann das Verwaltungsgericht ein.

Der Artikel wurde am 21. November um 19.30 Uhr um die Aussage der Uni erweitert. 

dpa

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