Freitag, 15.02.2019

|

zum Thema

Vergleich: VAG gehört zu teuersten Anbietern Deutschlands

Verkehrsbetriebe widersprechen - und fühlen sich falsch dargestellt - 12.10.2018 17:15 Uhr

Gerade zu den Stoßzeiten wird es eng auf Nürnbergs U-Bahnsteigen. © Stefan Hippel


Die Testberichte.de hat im Auftrag von Spiegel-Online die 39 größten deutschen Städte mit über 200.000 Einwohnern miteinander verglichen. Die Verkehrsaktien-Gesellschaft schnitt dabei verhältnismäßig schlecht ab. Die Tester nahmen die Einfache Fahrt, Monatstickets, Fahrscheine für Fahrräder und mehr unter die Lupe. Insgesamt nimmt Nürnberg den Platz 33 ein. Betrachtet man aber nur die Einzelfahrkarte, sieht es noch düsterer aus: Rang 37 bei einem Preis von 3,10 Euro. Teurer sind nur noch Lübeck (3,20 Euro) und Hamburg (3,30). Erfurt nimmt mit 2 Euro die Spitzenposition ein.

Bilderstrecke zum Thema

Fahrt in eine neue Epoche: So entstand die Nürnberger U-Bahn

Vor 51 Jahren entschied sich der Nürnberger Stadtrat zum Bau einer U-Bahn. 1967 haben die Arbeiten begonnen, der erste "Pegnitzpfeil" fuhr 1972 durch die Röhre. Nürnberg war damit die vierte Stadt in Deutschland - nach Berlin, Hamburg und München - mit einer Bahn unter der Erde. Unsere Bilderstrecke mit historischen Fotos nimmt Sie mit in den Untergrund.


Etwas besser sieht es für die VAG bei der Tageskarte mit 8,10 Euro aus (Platz 8). Doch bei der klassischen Monatskarte für 78,20 Euro fällt das Verkehrsunternehmen prompt wieder zurück (Platz 36).

"Wir wollen unsere treuen Kunden belohnen"

Dass die Verkehrsbetriebe schlecht abschneiden will VAG-Sprecherin Elisabeth Seitzinger so nicht stehenlassen. Ihr fehlt in dem Städte-Vergleich das Jahresabo: Entscheidet sich ein Kunde für ein Jahresabo, kostet ihm das im Monat 60,20 Euro. Greift er zum Jahresabo ab 9 Uhr früh zahlt er nur 37 Euro. "Wir wollen unsere treuen Kunden belohnen“, sagt sie. Auch das Drei-Monatsticket (72,20 Euro pro Monat) und das Sechs-Monatsticket (67,40 Euro) seien günstiger.

"Der Preis eines Einzelfahrscheins ist im Verhältnis zu anderen hoch. Das stimmt. Aber es gibt bei uns Alternativen: das Handy- und das Online-Ticket für eine Einzelfahrt kostet nur 2,75 Euro. Das wird im Ranking gar nicht berücksichtigt."

Zu wenig ist Seitzinger auch, den Blick alleine auf die Fahrscheine zu werfen. "In Nürnberg gibt es drei verschiedene Verkehrsmittel, in anderen Städten fährt teils nur der Bus." Zur Angebotspalette gehöre auch die Zahl der Haltestellen, wie viele Linien es gibt und welche Taktung die Verkehrsmittel haben. "Wenn man sich schon an so einen so großen Vergleich macht, dann sollten auch diese Dinge berücksichtigt werden." 

Alexander Brock

39

39 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: nordbayern.de