-9°

Montag, 21.01.2019

|

2017

Bundestagswahl

Sascha Müller

Sascha Müller: Grünen-Direktkandidat für den Wahlkreis Nürnberg-Süd. © Bündnis90/Grünen


Name:

Sascha Müller


Alter:

48


Beruf:

Onlineredakteur


Wohnort:

Nürnberg


Partei:

Die Grünen


E-Mail:

kontakt@mueller-sascha.de

Website

www.mueller-sascha.de



Warum treten Sie ausgerechnet für die Grünen an?

Weil nach wie vor nur die Grünen die Klimaschutzpartei sind. Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt - dieser alte Satz von Petra Kelly ist heute aktueller denn je. Der Stopp der Erderhitzung ist die Schicksalsfrage der Menschheit. Und gerade wir in Deutschland als großer Industriestandort mit unserem hohen Bildungsstandard haben hier eine große Verantwortung. Leider haben wir unsere einstige Vorreiterrolle im Klimaschutz längst verloren und hinken hinterher: Die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland sind seit 2009 nicht mehr zurückgegangen. So werden wir die Klimaziele von Paris verfehlen. Was wir brauchen sind mutige Schritte bei Strom, Wärme und Verkehr. Ich bin überzeugt: Eine wirksame Klimapolitik gibt es nur mit einer grünen Regierungsbeteiligung. Daher werbe ich für ein starkes grünes Zweitstimmenergebnis.

Was ist Ihr wichtigstes Ziel als Abgeordneter?

Wenn ich in den Bundestag gewählt werde, möchte ich mich (neben dem Thema Klimaschutz) insbesondere für den gesellschaftlichen Zusammenhalt stark machen. Verfolgt man Diskussionen und den Umgangston im Internet, insbesondere in den sozialen Netzwerken, kann der Eindruck entstehen, die Gesellschaft bestünde größtenteils aus Miesmachern und Misanthropen. Ich bin überzeugt, dass das Gegenteil der Fall ist. Denn: Es sind nicht immer die Lauten stark. Die meisten Menschen arbeiten ehrenamtlich in der einen oder anderen Weise an unserem Gemeinwesen mit, egal ob bei der Feuerwehr, im Sportverein, in Naturschutzverbänden oder etwa in der Flüchtlingshilfe. Diese – nicht laute – Mehrheit muss wieder in den Mittelpunkt gerückt werden. Natürlich brauchen wir auch ein funktionierendes soziales Netz und hier sind auch Verbesserungen nötig. Es bedarf einer Garantierente oberhalb der Grundsicherung für alle, die lange gearbeitet haben. Es braucht eine Kindergrundsicherung, denn alle Kinder müssen uns gleich viel wert sein. Und wir müssen über den Sozialstaat der Zukunft nachdenken und beispielsweise wie in anderen Ländern die Wirkung eines Grundeinkommens mit einem ausgewählten Personenkreis testen.

Wie wollen Sie die Region stärken?

Ich sehe viel Handlungsbedarf im Bereich der Mobilität. Die Luftbelastung, insbesondere die Stickoxide sind in unseren Städten ein großes Problem. Hier braucht es ein Maßnahmenbündel von Förderung und Ausbau von Bus und Bahn über schnelle Radwegverbindungen bis hin zu Förderung des Car-Sharings. Mit einem Mobilpass, der über eine bundesweit einheitliche App gebucht werden kann, wollen wir alle öffentlich verfügbaren Verkehrsmittel sinnvoll vernetzen. So kann mit einem Vorgang ein Mobil-Ticket gebucht werden, mit dem etwa VGN-Verkehrsmittel und Car-Sharing kombiniert werden. Und natürlich gehört die Zukunft ganz allgemein der Elektromobilität. Der Umstieg wird kommen, die Frage ist nur, ob die deutsche Autoindustrie vorne mit dabei ist. Sie braucht genauso wie die Zulieferer jetzt klare politische Vorgaben, damit sie sich darauf einstellen kann.

Seite drucken

Seite versenden