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Wirbel nach Dresden-Spiel: Neuhaus blafft Köllner an

Dynamo-Trainer verweigert Handschlag: "Wenn das die Club-DNA ist ..." - 22.10.2017 18:28 Uhr

Zwei, die zumindest am Sonntag keine Freunde mehr wurden: Dresdens Uwe Neuhaus (Zweiter von links) und Club-Coach Michael Köllner (rechts). © Daniel Karmann/dpa


Uwe Neuhaus hatte alle Grund zur schlechten Laune. Neuhaus ist Trainer von Dynamo Dresden, einer Mittelfeldmannschaft der 2. Fußball-Bundesliga, die gerade das Spiel beim 1. FC Nürnberg, einer der besseren Mannschaften der 2. Liga, denkbar unglücklich 1:2 verloren hatten (hier geht's zum Spielbericht). Normalerweise haben Fußballtrainer sich und ihre Emotionen wieder unter Kontrolle, bis sie den Pressekonferenzraum erreicht haben und dort dann in austauschbaren Sätzen über das Spiel referieren. Diesmal war das anders.

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Erstligareife Kulisse: Sturmduo schlägt gegen Dresden wieder zu

Das war spannend! Mit 2:1 setzte sich der 1. FC Nürnberg knapp, aber verdient gegen Dynamo Dresden durch. Cedric Teuchert entschied das Spiel mit seinem Treffer in der 82. Minute zugunsten des 1. FCN.


Neuhaus wollte sich nicht beruhigen, es ging ihm gar nicht in erster Linie um das Spiel an sich, sondern um eine Szene in der Nachspielzeit. Der Ball war von einem Nürnberger ins Seitenaus befördert worden und landete bei Michael Köllner, Neuhaus' Amtskollegen vom Club. Dresdens Niklas Kreuzer wollte in der Hoffnung um den ja noch möglichen Ausgleich nun den Ball von Köllner, der behauptete den aber so souverän, wie das in den 90 Minuten zuvor seinen Spielern nur selten gelungen war.

Auch Dresden-Sportdirektor Minge motzt

Neuhaus fühlte sich betrogen - und formulierte das in der Pressekonferenz auch so. "Wenn das zur DNA eines Clubs gehört, will ich mit diesem Verein nichts zu tun haben", sagte also Neuhaus. Im Hintergrund untermalte Dresdens Sportdirektor Ralf Minge die Szenerie, in Richtung seines Nürnberger Kollegen Andreas Bornemann motzend, mit einem ähnlichen Klangteppich. Alle Stimmen zum Spiel gibt's hier!

Und die Nürnberger? Fühlten sich unschuldig. Das Spiel war ja schließlich sowieso unterbrochen, weil Köllner nicht nur mit dem Ball jonglierte, sondern auch noch Miso Brecko zur Verstärkung der Defensive brachte. Es war also die Dresdner Aufregung eine um Nichts - aber trotzdem Neuhaus' Reaktion auf dieses 1:2 eine bessere als die seines Spielers Philip Heise.

Der verlieh seinem Frust über das Spiel in einem groben Foul gegen Kevin Möhwald Ausdruck - und flog mit der Roten Karte vom Platz. Es spricht für Neuhaus, dass er die Situation mit ähnlichen Worten verurteilte wie Köllners vermeintliche Spielverzögerung.

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Noten für den Er-trifft-immer-Club: Ein Verteidiger ist besser

Der 1. FC Nürnberg gegen Dynamo Dresden - ein Duell, das Spannung versprach. Genauso kam es am Sonntag dann auch, als der Club die Schwarz-Gelben von der Elbe empfing. Nach 90 intensiven Minuten steht fest: Nürnberg behält die Oberhand und erobert sich den dritten Tabellenplatz zurück - auch, weil die Stürmer derzeit zuverlässig ihre Tore machen. Die beste Note zumindest der Redaktion bekommt derweil ein Defensivspezialist.


 

Fadi Keblawi

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