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Atommeiler in Gundremmingen wird heruntergefahren

Block B geht vom Netz, C darf noch bis Ende 2021 weiterlaufen - 31.12.2017 09:07 Uhr

Einst war Gundremmingen das größte Kernkraftwerk Deutschlands. © Stefan Puchner dpa


Wie ein Sprecher des Kraftwerks ankündigte, werde der Reaktor voraussichtlich am Nachmittag heruntergefahren. Die Betriebsgenehmigung für den schwäbischen Atommeiler endet nach dem Atomausstiegsplan der Bundesregierung mit dem Silvestertag 2017. Künftig gibt es dann nur noch sieben Atomkraftwerke in Deutschland, im Dezember 2022 sollen die letzten abgeschaltet werden.

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Das Ende des im März 1984 in Betrieb genommen Blocks B in Gundremmingen steht seit Jahren fest. Es war nach der Katastrophe im japanischen Fukushima 2011 festgelegt worden, wie bei den anderen damals noch aktiven Anlagen auch. Der Block C des Kernkraftwerks im Landkreis Günzburg darf noch bis Ende 2021 weiterlaufen, obwohl dieser Block ebenfalls 1984 nur wenige Monate nach dem benachbarten Reaktor in Betrieb ging. Gundremmingen war bislang der letzte Standort in Deutschland mit noch zwei aktiven Reaktoren.

Atomkritiker betrachten die Siedewasserreaktoren in Gundremmingen als technisch mangelhaft und daher besonders riskant. Atomgegner haben eine Protestkundgebung für den letzten Betriebstag vor dem Werkstor angekündigt (12.00 Uhr). 

dpa, tl

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