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IG-Metall-Streiks: Hier steht heute der Betrieb still

Gewerkschaft kündigt Produktionsausfälle an - Protest auch in Franken - 12.01.2018 05:43 Uhr

Der Warnstreik der Metaller geht auch am Freitag weiter. © Michael Matejka


Nachdem es bereits am Donnerstag zu zahlreichen Warnstreiks in Bayern gekommen ist, hat die IG Metall weitere Demonstrationen für den Freitag angekündigt. Unter anderem sollen bei BMW und Audi Mitarbeiter ihre Arbeit niederlegen. Insgesamt 62 Betriebe hat die Gewerkschaft zum Warnstreik aufgerufen. Darunter sind auch fünf Unternehmen in Mittelfranken - Bosch und Diehl in Ansbach, RUAG in Fürth, Getrag in Windsheim sowie die Firma Elring in Langenzenn.

Besonders der angekündigte Streik der Automobilisten dürfte den Druck erhöhen. Sowohl bei Audi als auch BMW wird die Produktion am Freitag still stehen. Das zumindest kündigt die IG Metall an. "Der Warnstreik-Motor läuft jetzt bei den Automobilisten warm", sagt etwa Bezirksleiter Jürgen Wechsler.

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Bereits am Donnerstag hatten rund 20.000 Menschen in ganz Bayern demonstriert. In Nürnberg waren es allein 5000 Metaller.

Die bayerischen Tarifparteien verhandeln am Montag in Nürnberg weiter. In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie arbeiten etwa 835.000 Beschäftigte – gut die Hälfte davon in tarifgebundenen Betrieben.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn und das Recht für jeden Beschäftigten, seine Arbeitszeit bis zu zwei Jahre lang von 35 auf 28 Stunden pro Woche zu verkürzen, mit teilweisem Lohnausgleich. Die Arbeitgeber haben bisher eine Einmalzahlung für drei Monate, danach zwei Prozent mehr Lohn angeboten. Außerdem wollen sie die Arbeitszeit verlängern können.

 

vah/dpa

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