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Nürnberger Versicherungen planen Digitaloffensive

Zitzmann: Zahlreiche Jobs werden wohl wegautomatisiert - 21.03.2017 05:41 Uhr

Die Nürnberger Versicherung auf dem Weg in die Zukunft: Vorstandschef Armin Zitzmann setzt auf Technik.

Die Nürnberger Versicherung auf dem Weg in die Zukunft: Vorstandschef Armin Zitzmann setzt auf Technik. © Stefan Hippel


"Der Kunde bestimmt" ist die klare Ansage von Armin Zitzmann, dem Vorstandschef der Nürnberger. Unterstützt durch den für den fränkischen Versicherer relativ neuen Vertriebsweg Internet werde sich der Dreiklang Gesellschaft-Vertrieb-Kunde klar zugunsten der Konsumenten verschieben.

Teil dieser Strategie ist auch der Einsatz von immer mehr IT in den Geschäftsprozessen. "Alles, was digitalisierbar ist, wird auch digitalisiert", gibt Zitzmann die Richtung vor. 30 bis 40 Prozent der bestehenden Jobs in den Bereichen Antrags- und Vertragsbearbeitung sowie Leistung  werden "in den nächsten zehn bis 15 Jahren" wegautomatisiert, "da werden wir am Ende mit 500 bis 600 Beschäftigten auskommen", so der Vorstandschef. Zitzmann sieht dort auch ein "enormes Qualifizierungsthema". Insgesamt hat sich die Zahl der Nürnberger-Mitarbeiter im vergangenen Jahr von 4756 auf 4246 verringert, im angestellten Außendienst lag der Rückgang sogar bei 20 Prozent.

Konzernergebnis erhöht sich um 22 Prozent

Für das Direktgeschäft im Lebensversicherungsbereich denkt die Nürnberger aktuell über eine neue Gesellschaft in Irland oder Liechtenstein nach. Nicht aus steuerlichen Gründen, wie Zitzmann ausdrücklich versichert, "sondern weil für diesen Zweck die regulatorischen Reglementierungen am Standort Deutschland einfach zu groß sind".

Nach den erstmals wieder nach den HGB-Vorschriften aufgestellten Konzernzahlen verringerten sich die Beitragseinnahmen 2016 um 0,8 Prozent auf 3,33 Milliarden Euro. Während das Neugeschäft in der Lebens- und in der Schaden-/Unfallversicherung rückläufig war, legten die Neubeiträge in der Krankenversicherung um rund fünf Prozent zu.

Das Konzernergebnis erhöhte sich um 22 Prozent auf 59 Millionen Euro. Für das laufende Jahr erwartet Zitzmann bei stabilen Beitragseinnahmen einen Rückgang des Konzernergebnisses um rund sieben Prozent.

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Klaus Wonneberger

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