"Freunde und Familie haben den Vorteil, dass die Tiere die Menschen schon kennen und im besten Fall im gewohnten Umfeld versorgen können", sagt Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn. Wer bereit ist, dafür zu bezahlen , kann sich Tiersitter von Agenturen vermitteln lassen . Die bieten oft auch eine sehr persönliche Betreuung bei sich zu Hause.
Bei einem solchen Sitter ist es wichtig, dass es sich um eine Person handelt, die Erfahrung mit Tieren hat und nicht allein aus finanziellen Gründen handelt. "Es muss Vertrauen da sein, und die Chemie zwischen dem Tier und dem Sitter muss stimmen", s o Katrin Umlauf.
Werden sich Halter und Betreuer einig, muss Letzterer alle wichtigen Infos über das Tier und seine Gewohnheiten bekommen - vom bevorzugten Futter bis hin zur Tierarztadresse.
"Die Gast- sollte der Herkunftsfamilie möglichst ähnlich sein", rät Petra Ostermann , die selbst einen Tierbetreuungsservice betreibt. Bei der Erstvermittlung werden die wichtigsten Fragen rund um das Tier geklärt. Alter , Größe sowie Vorlieben und Eigenarten sind wichtig: Darf der Hund etwa auf dem Bett oder der Couch schlafen? Wird er nur an der Leine Gassi geführt? Mag er kleine Kinder und Artgenossen oder vielleicht nicht?
Basierend auf diesen Informationen, wähl en viele Agentur en einen Sitter aus und vereinbar en ein Treffen zum Kennenlernen. "Halter und Tier besuchen den Sitter und gehen gemeinsam spazieren, um den Hund unterwegs zu erleben", sagt Ostermann.
"Wenn das funktioniert, gibt es eine Probezeit von ein paar Stunden, in denen das Tier mit dem Betreuer allein ist." Erst danach werde fest gebucht. In diesem Fall kostet das für einen Hund 20 Euro und für eine Katze ab 14 Euro pro Tag - Futter und Vermittlungsgebühr inklusive. Eine spontane Erstvermittlung ist daher schwieriger.
Eine weitere Betreuungsmöglichkeit bieten Tierhotels. "Auf jeden Fall ist es sinnvoll, sich die Anlage genau anzuschauen und mit den Betreibern zu sprechen, bevor man sein Tier dort lässt", rät Umlauf.
Ist es sauber? Wie werden die Tiere gehalten? In Einzelboxen? Haben die Hunde dort Auslauf und werden Gassi geführt? "Wer sich nicht hinter die Kulissen sehen lässt, ist schon suspekt." Ganz wichtig sei es, sich einen Sachkundenachweis zeigen zu lassen.
Ein Tierhotel, das derzeit drei Standorte in Deutschland hat, bietet zum Beispiel Hunde- und Katzenzimmer und eine Kleintierstation. Schnickschnack soll ten Halter dort nicht erwarten: "Die Tiere werden artgerecht untergebracht", sagt eine Angestellte.
So sind Hundezimmer eingerichtet mit Körbchen, Decken, Spielzeug und einem Trink napf. In den Katzenzimmern befinden sich Kratzbaum, Spielzeug, Decken, Aquarien als eine Art lebendige Fernseher sowie taschenähnliche Ablagen an den Heizkörpern, in die sie sich hineinlegen können. Das ist bei Katzen sehr wichtig.
Freier Auslauf in der Gruppe gehört für die Tiere ebenso zur Tagesroutine wie das Füttern, Spielen und Gassigänge. Und wie ist es bei Katzen? "Es wird mit ihnen gespielt, sie werden gebürstet - und wenn sie wollen, bekommen sie Auslauf", so die Angestellte weiter.
Dieses Rundumpaket hat allerdings seinen Preis und kostet bei Hunden ab 24 Euro, bei Katzen ab 15 Euro und bei Kleintieren ab 7,50 Euro pro Tag.
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