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Zappeln am Hauptbahnhof: 200 machen den "Harlem Shake"

Am Freitagnachmittag stand der Nürnberger Bahnhof Kopf - 01.03.2013 17:53 Uhr

 

Flashmob im Hauptbahnhof: 200 junge Leute tanzen den Harlem Shake.

Flashmob im Hauptbahnhof: 200 junge Leute tanzen den Harlem Shake. © Stefan Hippel


Über das soziale Netzwerk Facebook hatte ein Schüler aus Nürnberg seine Freunde zum "Harlem Shake" aufgerufen. Gegen 15.15 Uhr fiel der Startschuss für die wilde Zappelei. Die Bahnkunden am Hauptbahnhof staunten nicht schlecht und hatten teils große Mühe, sich durch die tanzende Gruppe zu ihren Zügen durchzuschlagen.

Bevor die Polizei eingreifen konnte, war der Spuk allerdings schon vorbei. Das Video des Internetkomikers Filthy Frank, das den Trend in Gang gesetzt hat, ist schließlich auch nur 36 Sekunden lang.

Das Video von der Aktion am Hauptbahnhof:

Video zum Thema

Harlem Shake im Nürnberger Hauptbahnhof

01.03.2013: Harlem Shake im Hauptbahnhof: Der flashmobartige Tanz wurde am Freitag von rund 200 Personen vorgeführt. Phuong Tran Thi und Sebastian Küster für nordbayern.de


Das ist der Harlem Shake

 

In all den Skurrilitäten und Merkwürdigkeiten, die auf Youtube kursieren, fällt das Video eigentlich nicht besonders auf: Vier junge Männer stehen in Lycra-Anzügen vor der Kamera. Als der Song “Harlem Shake” des Elektro-Musikers Baauer beginnt, reagieren die Vier mit ausgeprägt anzüglichen Stoßbewegungen des Beckens, um dann, wenn der Song richtig loslegt, in wildes Tanzen - Verzeihung - Zappeln zu verfallen, als wären sie unter Starkstrom gesetzt worden.

Mehr passiert in dem Video nicht, und dennoch wurde es mittlerweile nicht nur mehrere Millionen Mal angeklickt, sondern hat auch eine unüberschaubare Menge an Nachahmer-Videos erzeugt. Diese beginnen immer gleich: Ein Vortänzer (meist mit Motorradhelm) steht inmitten einer möglichst großen Menge von Menschen, die ihn konsequent ignorieren. Erst wenn der Bass des Songs einsetzt, flippt die gesammelte Menschenmenge völlig aus und “tanzt” mit.

Erlaubt ist hierbei alles, wenn es nur verrückt genug ist. Rhythmisch eine aufblasbare Giraffe verprügeln, mit dem Kopf an die Wand schlagen, auf dem Bett herumhüpfen, zuckend auf dem Boden liegen - der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt. Generell gilt aber: Je absurder und lächerlicher die Tanzbewegung, desto besser. Und so zucken sie derzeit alle durchs Netz: Berühmtheiten, normale Menschen, Soldaten - oder auch das Netzreporter-Team der hessischen Film- und Medienakademie auf der Berlinale.

Angesichts der rasenden Verbreitung könnte man den Harlem Shake mittlerweile durchaus als legitimen Nachfolger des jetzt bereits legendären “Gangnam Style” betrachten. Das Video des südkoreanischen Rappers Psy ist mittlerweile das meistgeklickte Youtube-Video aller Zeiten und wurde ebenfalls unzählige Male im Internet persifliert.

Bilderstrecke zum Thema

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Horsemaning in der Online-Redaktion

Das Sommerloch ist da und wir haben Zeit für die "Olympiade sinnloser Aktionen". Dieses Mal die Disziplin "Horsemaning".


Doch auch “Gangnam Style” war nur ein Netz-Trend von vielen: Planking, Owling, Horsemaning (dem auch die Online-Redaktion nicht widerstehen konnte, siehe oben) - die Liste der lustigen Absurditäten, die sich in regelmäßigen Abständen wie eine Epidemie durch das Netz verbreitet haben, ist schier endlos. 

cu/ynn

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