Mit Hochwasserschutz entstand kleines Paradies

31.7.2010, 00:00 Uhr

© Richard Reinl

Möglich gemacht haben das die Renaturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem vorbeugenden Hochwasserschutz für die Stadt Pegnitz, in deren Rahmen mit Förderung vom Bezirk Oberfranken bis hinauf zur Europäischen Union auch ein Wanderweg zwischen Bach und Bahnlinie angelegt worden ist, ein neues Freizeitangebot, das von Walkern und Radfahrern geradezu begeistert aufgenommen worden ist.

Kein Wunder, führt die Route doch im Gegensatz zur Parallelstrecke unmittelbar neben der viel befahrenen Bundesstraße 2 hier durch ein kleines Stück Paradies, das zu großen Teilen bewusst im ursprünglichen Zustand belassen worden ist. So finden sich hier zahlreiche Tümpel und Weiher, dazu jede Menge Totholz als Refugium für die Kleintiere und eine seltene Pflanzenvielfalt.

Das Wasserwirtschaftsamt Hof, das für die Planung zuständig war, hat hier gute Arbeit abgeliefert und auf insgesamt 2,5 Kilometern Länge einen Hochwasserrückhalteraum geschaffen, die Gewässerdurchgängigkeit hergestellt und das Gewässerbett naturnah umgestaltet. Eine desolate Wehranlage beim Schwimmbad wurde zur rauen Steinrampe umfunktioniert, die die Durchgängigkeit für Fische und kleinere Organismen gewährt. Mehrere Sitzgelegenheiten laden dazu ein, in aller Ruhe den Blick durch die Natur schweifen zu lassen und die Ohren zu öffnen für das Konzert der Vögel.