Karpfen im Aischgrund erleben

20.9.2011, 12:00 Uhr
Das Aischgründer Karpfenmuseum ist im Alten Schloss in Neustadt an der Aisch untergebracht.

Das Aischgründer Karpfenmuseum ist im Alten Schloss in Neustadt an der Aisch untergebracht. © Karpfenmuseum

Der Aischgrund liegt in Mittelfranken an der Grenze zu Oberfranken in einem Dreieck, das die Städte Nürnberg, Bamberg und Neustadt an der Aisch bilden. Er verdankt seinen Namen dem Flüsschen "Aisch". Die Karpfenwirtschaft im Aischgrund hat seine Ursprünge im frühen Mittelalter.

Die Karpfenbauern haben mit ihren zahllosen Weihern jahrhundertelang die Landschaft des Aischgrunds geformt. Wege, Wälder und sogar ganze Dörfer haben sich der Teichwirtschaft angepasst. In den letzten Jahren richtet sich die Gegend immer mehr auf Touristen ein: Neben der schönen Landschaft und den Fischbratereien gibt es inzwischen sogar ein Karpfenmuseum und Karpfenradwege.

Aischgründer Karpfenmuseum

Die dicken Mauern des Alten Schlosses in Neustadt an der Aisch bieten nicht nur Ruhe und Schutz vor der Hektik des Alltags. Sie beherbergen auch ein ganz besonderes Museum: Das Aischgründer Karpfenmuseum.

Die Teichwirtschaft hat im Aischgrund eine 1250-jährige Geschichte. Das Karpfenmuseum bereitet diese Geschichte auf und gibt einen Einblick in die Kultur der Karpfenzucht.

 

 

Das Karpfenmuseum bietet vielfältige Informationen über den fränkischen Fisch und über die Biologie der Teichwirtschaft.

Das Karpfenmuseum bietet vielfältige Informationen über den fränkischen Fisch und über die Biologie der Teichwirtschaft. © WZ-Archiv

Das Museum umfasst folgende Bereiche:

  • Jahreskreislauf der Teichwirtschaft

  • Geschichte der Aischgründer Karpfenteiche

  • Tiere und Pflanzen in der Teichlandschaft

  • Aquarium mit Karpfen, Beifischen und anderen Teichbewohnern

  • Züchtung und Aufzucht von Karpfen

  • Karpfen-Kunst

  • der Karpfen als Delikatesse

www.karpfenmuseum.de

 

Karpfenradwege

Zu Fuß oder mit dem Rad - Der Aischgrund bietet eine besondere Landschaft für kleine und große Entdecker.

Zu Fuß oder mit dem Rad - Der Aischgrund bietet eine besondere Landschaft für kleine und große Entdecker. © Karpfenland Aischgrund e.V.

Die traditionelle Karpfenwirtschaft hat Nordbayern geprägt. Mehrere Radwege veranschaulichen das: Sie führen durch Teichlandschaften im Aischgrund, in der Oberpfalz und im Dinkelsbühler Raum.

Der bekannteste Karpfenradweg ist insgesamt 200 km lang. Die Strecke verbindet die Teichgebiete Dinkelsbühl und Aischgrund und führt durch Teichlandschaften, an Fischküchen und hübschen Ortschaften vorbei.

Für einen Tagesausflug eignen sich aber auch Teilabschnitte des Karpfenradwegs. Der sogeannte Aischtalradweg führt beispielsweise von Rothenburg nach Bamberg durch die Wiesen und Dörfer des Aischgrunds. Er wurde 2006 neu beschildert und mit Informationstafeln zum Thema Karpfen versehen.

Eine genaue Beschreibung und die Routen der Karpfenradwege finden Sie hier:

www.karpfenradwege-franken.de

www.karpfenradweg.de

 

Karpfen-Führungen

Wie funktioniert traditionelle Karpfenteich-Wirtschaft? Der Fischwirtschaftsmeister Walter Jakob führt an Interessierte an seinen Teichen entlang. Er erläutert den typischen Lebenslauf eines Spiegelkarpfens, fängt Vorzeigeexemplare mit dem Wurfnetz und beendet seine Tour in einem Landgasthof.

Bitte als Gruppe anmelden:

info@fischjakob.de

Tel.: 09548 8362

 

Weitere Informationen zum Karpfenland Aischgrund

www.karpfenland-aischgrund.eu