Wilde Wasser und knackige Äpfel: Die Täler des Trentin

14.9.2019, 08:00 Uhr
Ein guter Tritt und ein bisschen Kondition sind schon nötig, um die Wanderungen an den steilen Hängen des Val di Sole zu genießen. Aber...
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Wilde Wasser und knackige Äpfel: Die Täler des Trentin

Ein guter Tritt und ein bisschen Kondition sind schon nötig, um die Wanderungen an den steilen Hängen des Val di Sole zu genießen. Aber... © Gudrun Bayer

...dafür gibt es auch wunderbare Plätze für eine Pause. Wir sind unterwegs im Trentin. Südöstlich von Bozen liegen das Val di Sole und das Val di Non, also das Nonstal. Die Italiener aus dem heißen Süden verbringen gerne ihre Ferien hier, deutsche Touristen sind dagegen kaum zu sehen.
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Wilde Wasser und knackige Äpfel: Die Täler des Trentin

...dafür gibt es auch wunderbare Plätze für eine Pause. Wir sind unterwegs im Trentin. Südöstlich von Bozen liegen das Val di Sole und das Val di Non, also das Nonstal. Die Italiener aus dem heißen Süden verbringen gerne ihre Ferien hier, deutsche Touristen sind dagegen kaum zu sehen. © Gudrun Bayer

Die Natur des Ortler-Gebietes wurde bereits 1935 unter Schutz gestellt. Daraus entwickelte sich der Nationalpark Stilfser Joch. Er umfass heute ist 135.000 Hektar und zählt damit zu den größten Naturschutzgebieten Europas. Er erstreckt sich über vier italienische Provinzen.
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Wilde Wasser und knackige Äpfel: Die Täler des Trentin

Die Natur des Ortler-Gebietes wurde bereits 1935 unter Schutz gestellt. Daraus entwickelte sich der Nationalpark Stilfser Joch. Er umfass heute ist 135.000 Hektar und zählt damit zu den größten Naturschutzgebieten Europas. Er erstreckt sich über vier italienische Provinzen. © Gudrun Bayer

Im Val di Rabbi, einem Seitental des Val di Sole, überquert diese Hängebrücke in 1366 Metern Höhe die Wasserfälle des Wildbachs Ragaiolo. Die Brücke ist zu jeder Jahreszeit begehbar, zu Fuß oder mit Schneeschuhen.
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Im Val di Rabbi, einem Seitental des Val di Sole, überquert diese Hängebrücke in 1366 Metern Höhe die Wasserfälle des Wildbachs Ragaiolo. Die Brücke ist zu jeder Jahreszeit begehbar, zu Fuß oder mit Schneeschuhen. © Gudrun Bayer

Die Brücke ist gut 100 Meter lang und hängt teilweise 60 Meter über dem Gelände.
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Die Brücke ist gut 100 Meter lang und hängt teilweise 60 Meter über dem Gelände. © Gudrun Bayer

Das Wasser der Bergtäler ist glasklar. Doch nicht immer ist es so lecker, wie es aussieht. Diese Quelle ist extrem eisenhaltig - was die rote Farbe des Holzes zeigt. Und dieses Eisen prägt den Geschmack des Wassers. Im Val di Rabbi gibt es außerdem eine Thermalquelle, die ein Thermalbad speist.
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Wilde Wasser und knackige Äpfel: Die Täler des Trentin

Das Wasser der Bergtäler ist glasklar. Doch nicht immer ist es so lecker, wie es aussieht. Diese Quelle ist extrem eisenhaltig - was die rote Farbe des Holzes zeigt. Und dieses Eisen prägt den Geschmack des Wassers. Im Val di Rabbi gibt es außerdem eine Thermalquelle, die ein Thermalbad speist. © Gudrun Bayer

Honig mit ganzer Wabe, zu finden am Frühstücksbuffet der Unterkunft. Das Honigmachen hat im Trentin eine lange Tradition.
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Honig mit ganzer Wabe, zu finden am Frühstücksbuffet der Unterkunft. Das Honigmachen hat im Trentin eine lange Tradition. © Gudrun Bayer

Das alte Sägewerk wurde als kleines Museum erhalten. Und es zeigt, wofür das Val di Sole früher berühmt war: Extrem witterungsbeständiges Lärchenholz, das sogar für die Holzkonstruktionen der Häuser in der Lagune von Venedig benutzt wurde.
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Das alte Sägewerk wurde als kleines Museum erhalten. Und es zeigt, wofür das Val di Sole früher berühmt war: Extrem witterungsbeständiges Lärchenholz, das sogar für die Holzkonstruktionen der Häuser in der Lagune von Venedig benutzt wurde. © Gudrun Bayer

Angetrieben wurde die Säge durch ein Wasserrad, das wiederum der Wildbach hinterm Haus in Bewegung setzte.
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Angetrieben wurde die Säge durch ein Wasserrad, das wiederum der Wildbach hinterm Haus in Bewegung setzte. © Gudrun Bayer

Hier lässt sich Raum und Zeit vergessen.
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Hier lässt sich Raum und Zeit vergessen. © Gudrun Bayer

Bergführer Davide Pedergnana (31) gibt sich gerne cool, während der die Besonderheiten seiner Heimat erklärt.
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Bergführer Davide Pedergnana (31) gibt sich gerne cool, während der die Besonderheiten seiner Heimat erklärt. © Gudrun Bayer

Safran-Krokusse blühen im Herbst. Und ja, das sind die Blumen, aus deren gelben Narben das teure Gewürz Safran gewonnen wird.
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Safran-Krokusse blühen im Herbst. Und ja, das sind die Blumen, aus deren gelben Narben das teure Gewürz Safran gewonnen wird. © Gudrun Bayer

Etwas Respekt ist hier durchaus angebracht. Aber am Ende lassen die Kühe die Wanderer ganz brav vorbeiziehen.
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Etwas Respekt ist hier durchaus angebracht. Aber am Ende lassen die Kühe die Wanderer ganz brav vorbeiziehen. © Gudrun Bayer

Die Almhütte Stablasolo liegt auf 1539 Metern Höhe. Der Weg hierher ist auch für Kinder gut zu schaffen. Wer will, kann sich hier nach dem Aufstieg erholen und dann entweder zurück ins Tal oder weiter zu den Wasserfällen des Naturparks wandern. Im Almladen gibt es Käse und Milch zum Mitnehmen.
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Die Almhütte Stablasolo liegt auf 1539 Metern Höhe. Der Weg hierher ist auch für Kinder gut zu schaffen. Wer will, kann sich hier nach dem Aufstieg erholen und dann entweder zurück ins Tal oder weiter zu den Wasserfällen des Naturparks wandern. Im Almladen gibt es Käse und Milch zum Mitnehmen. © Gudrun Bayer

Hier gehts zurück ins Tal.
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Hier gehts zurück ins Tal. © Gudrun Bayer

Der Saent-Wasserfall an der Quelle des Wildbachs Rabbi. Er ist auf einer Ringstrecke zu erreichen, die sich gut ein einer Dreiviertelstunde erwandern lässt.
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Der Saent-Wasserfall an der Quelle des Wildbachs Rabbi. Er ist auf einer Ringstrecke zu erreichen, die sich gut ein einer Dreiviertelstunde erwandern lässt. © Gudrun Bayer

Die typische Trentiner Küche mit Polenta, Pasta, Speck, Bergkäse und Pilzen lässt sich sehr modern...
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Die typische Trentiner Küche mit Polenta, Pasta, Speck, Bergkäse und Pilzen lässt sich sehr modern... © Gudrun Bayer

...interpretieren.
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Wilde Wasser und knackige Äpfel: Die Täler des Trentin

...interpretieren. © Gudrun Bayer

Das Nonstal wird vom Apfelanbau dominiert. Auch der Santa-Giustina-Stausee  ist von vielen kleinen Apfelbäumchen eingerahmt.
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Das Nonstal wird vom Apfelanbau dominiert. Auch der Santa-Giustina-Stausee ist von vielen kleinen Apfelbäumchen eingerahmt. © Gudrun Bayer

20 Prozent aller Äpfel, die in Italien produziert werden, kommen aus den Nonstal. Rund 4000 Bauern haben sich zur Cooperative Melinda zusammengeschlossen.
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20 Prozent aller Äpfel, die in Italien produziert werden, kommen aus den Nonstal. Rund 4000 Bauern haben sich zur Cooperative Melinda zusammengeschlossen. © Gudrun Bayer

Sechs Hauptsorten werden hier angebaut. Die Wichtigste: Der Golden Delicius.
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Sechs Hauptsorten werden hier angebaut. Die Wichtigste: Der Golden Delicius. © Gudrun Bayer

So finden sich die Äpfel dann im Laden wieder.
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So finden sich die Äpfel dann im Laden wieder. © Gudrun Bayer

Im Nonstal finden auch jedes Jahr Veranstaltungen des Festivals
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Im Nonstal finden auch jedes Jahr Veranstaltungen des Festivals "I Souni delle Dolomiti" - der Klang der Dolomiten - statt. Von Juni bis einschließlich August steigen im Rahmen des Festivals unterschiedlichste Musikveranstaltungen mitten in den Bergen. 2019 feierte es 25-jähriges Jubiläum. Und dabei wagte es sich zum ersten Mal eine eine Oper. Dazu mussten die Besucher aber erst einmal hinauf zur... © Gudrun Bayer

... Hochebene Pian della Nana wandern. Sie wird dominiert vom 2320 Meter hohen Monte Peller.
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... Hochebene Pian della Nana wandern. Sie wird dominiert vom 2320 Meter hohen Monte Peller. © Gudrun Bayer

Bergführer Italo Menabace (56) erklärt auf dem Weg, was es mit dem Monte Peller auf sich hat. Er ist der nördlichste Berg der Brentadolomiten und trennt das Nonstal und das Val di Sole. Weil er so alleine steht, bietet sich oben eine grandiose Fernsicht.
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Bergführer Italo Menabace (56) erklärt auf dem Weg, was es mit dem Monte Peller auf sich hat. Er ist der nördlichste Berg der Brentadolomiten und trennt das Nonstal und das Val di Sole. Weil er so alleine steht, bietet sich oben eine grandiose Fernsicht. © Gudrun Bayer

Der Untergrund der Hochebene besteht aus Kalkstein. Daher ähnelt die Vegetation der des Altmühltals. Es finden sich zum Beispiel prachtvolle Silberdisteln.
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Der Untergrund der Hochebene besteht aus Kalkstein. Daher ähnelt die Vegetation der des Altmühltals. Es finden sich zum Beispiel prachtvolle Silberdisteln. © Gudrun Bayer

Das Ensemble
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Das Ensemble "Musica a Palazzo" führte bei der Opernpremiere auf der Pian della Nana Ende August 2019 Gioachino Rossinis Barbier von Sevilla auf. © Gudrun Bayer

Zu den Herausforderungen für die Sänger gehörte es, mit der dünnen Luft und dem Echo der Bergwelt klar zu kommen.
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Zu den Herausforderungen für die Sänger gehörte es, mit der dünnen Luft und dem Echo der Bergwelt klar zu kommen. © Gudrun Bayer

Das glückte. Die rund 1000 Zuschauer...
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Das glückte. Die rund 1000 Zuschauer... © Gudrun Bayer

...die trotz schwarzer Wolken am italienischen Himmel hochgewandert waren, lauschten zufrieden.
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...die trotz schwarzer Wolken am italienischen Himmel hochgewandert waren, lauschten zufrieden. © Gudrun Bayer

Auch die Polizisten...
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Auch die Polizisten... © Gudrun Bayer

...und die Rettungskräfte hatten Zeit, zuzuhören.
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...und die Rettungskräfte hatten Zeit, zuzuhören. © Gudrun Bayer

Das Wetter hielt genau bis zum Ende der eineinhalbstündigen Aufführung. Beim Abstieg bekamen die Musikfans dann allerdings einen kräftigen Schauer ab.
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Das Wetter hielt genau bis zum Ende der eineinhalbstündigen Aufführung. Beim Abstieg bekamen die Musikfans dann allerdings einen kräftigen Schauer ab. © Gudrun Bayer

Was wiederum den Pflanzen der Bergwelt gut tat.
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Was wiederum den Pflanzen der Bergwelt gut tat. © Gudrun Bayer