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Montag, 22.07.2019

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Ausstellung im Turm der Sinne führt zurück in die Zeit Dürers

Wie funktioniert eigentlich ein Astrolabium? - 19.07.2012 11:20 Uhr

Thomas Tyrach und Andreas Reinert demonstrieren den Umgang mit ihrem selbstgebauten Astrolabium, der „Sternenuhr der Mittelalters“. © Uwe Niklas


Schüler des Gymnasiums Lauf haben im Rahmen eines P-Seminars neun Experimentierstationen angefertigt, die sich mit mathematischen und physikalischen Erkenntnissen und Geräten aus der Dürerzeit beschäftigen.

Der Name des Malergenies ist dabei nicht nur als Zeitmarke zu verstehen, denn Dürer befasste sich selbst intensiv mit mathematischen Themen, unter anderem, wie man als Zeichner die Darstellung der Zentralperspektive in der Praxis umsetzt. Andere Themen der Ausstellung sind etwa mobile Sonnenuhren, der wahre Kern von Peter Henleins Uhr, die Entdeckung der Jupitermonde oder das Astrolabium, die Sternenuhr des Mittelalters. Alle Exponate laden zum Anfassen und Ausprobieren ein.

Christian Arnet und Niklas Hofmann mit ihrem Modell eines „Stackfreeds“, das erstmals Uhren unabhängig von ihrer Lage antreiben konnte. © Uwe Niklas


„Es gibt schon genügend Ausstellungen zu diesen wichtigen Punkten in der Nürnberger Geschichte, bei denen man die Exponate nur hinter Glas in Vitrinen bewundern kann“, meint der Lehrer und Seminarleiter Rudolf Pausenberger. Um eine Ahnung von den dahinter stehenden Ideen zu bekommen, wäre es aber viel besser, selbst Hand anzulegen.

Die 17 beteiligten Schülerinnen und Schüler haben viel Mühe und Geschick aufgewandt, um die Physik der Dürerzeit lebendig werden zu lassen. Der Nachbau eines Astrolabiums, einer Klapp-Sonnenuhr oder der mechanischen Umsetzung des damaligen geozentrischen Weltbildes mit einer höchst ausgefeilten Zahnrad-Mechanik zeugen von ihrer Beharrlichkeit. Wichtig war aber auch die Zusammenarbeit mit dem „Fablab“, einer öffentlich zugänglichen Fertigungsstätte mit hochspezialisierten computergesteuerten Maschinen.

Dürer trifft Physik – Sonderausstellung im Turm der Sinne (Spittlertorgraben/Ecke Mohrengasse) bis zum 27. Juli, Öffnungszeiten dienstags bis freitags von 13–17 und samstags, sonntags sowie an Feiertagen von 11–17 Uhr.


  

Clemens Helldörfer

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